Wolfsburger Kämpfer in IS-Kampfgebieten gestorben

+
Anfang April gingen die Behörden davon, das etwa 50 Islamisten aus Niedersachsen in Richtung Syrien ausgereist sind.

Wolfsburg - Sie sind fanatisch und gewaltbereit: Junge Islamisten aus Niedersachsen ziehen für den IS in den Kampf. Manchmal sterben sie. Das LKA geht inzwischen davon aus, dass rund die Hälfte der ausgereisten Islamisten aus Wolfsburg gestorben ist.

Ihre Kampfeslust hat einigen Dschihadisten aus Wolfsburg das Leben gekostet. Das niedersächsische Landeskriminalamt geht davon aus, dass rund die Hälfte der mehr als zehn ausgereisten Islamisten aus der VW-Stadt in den Kampfgebieten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak gestorben ist. Offiziell bestätigen könne das LKA die Zahl der Toten aber nicht, sagte eine Sprecherin. Es gebe bislang keine Angaben der Behörden vor Ort. Die „Wolfsburger Allgemeine Zeitung“ berichtete, dass vermutlich acht von 15 Kämpfern gestorben seien.

Die VW-Stadt gilt als eine Art Hochburg der Salafistenszene in Niedersachsen. Insgesamt soll es dort rund 50 junge radikale Islamisten geben. Mitte Januar nahmen LKA-Beamte einen 26 Jahre alten Terrorverdächtigen fest. Der Deutsch-Tunesier soll sich der IS-Terrormiliz angeschlossen haben. Bereits im November war ein Syrien-Heimkehrer und mutmaßlicher IS-Kämpfer verhaftet worden. Landesweit gab es im vergangenen Jahr 20 Ermittlungsverfahren aufgrund von islamistischem Terrorismus.

Anfang April gingen die Behörden davon, das etwa 50 Islamisten aus Niedersachsen in Richtung Syrien ausgereist sind. Zu ihrem Schicksal im Irak und in Syrien liegen dem niedersächsischen LKA nach eigenen Angaben aber hauptsächlich unzuverlässige Quellen vor, etwa Angaben von Angehörigen oder Einträge in sozialen Netzwerken. „Wir erfahren davon nicht immer“, sagte die Sprecherin.

Einige angebliche Todesfälle seien zwar bekannt, aber nicht überprüfbar. Das gelte auch für einen 25-jährigen Wolfsburger, über den die „Bild“-Zeitung berichtet hatte. Sein Bruder soll im Februar per Telefon über seinen Tod informiert worden sein.

Laut LKA reisen immer mehr Krieger aus Niedersachsen in die Kampfgebiete. „Wenn wir Hinweise haben, versuchen wir sie an der Ausreise zu hindern“, sagte die LKA-Sprecherin. Das würde aber nicht immer klappen. Anfang April wehrte sich der Vize-Chef des LKAs, Thomas Ring, gegen Vorwürfe, Dschihadisten nicht ausreichend an der Ausreise gehindert zu haben. Für einen Passentzug müsse es gerichtsverwertbare Hinweise geben.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz geht davon aus, dass bis Mitte April insgesamt 680 Islamisten aus der Bundesrepublik in Richtung der Kampfgebiete des IS ausgereist sind. Es gebe Hinweise, dass rund 85 von ihnen in Syrien oder dem Irak gestorben seien. Gut 230 Islamisten seien zurück in Deutschland. dpa

Zutraulich und zäh: Exmoor-Ponys gehören zu den Wildpferden

Zutraulich und zäh: Exmoor-Ponys gehören zu den Wildpferden

Internationaler Tag der Jogginghose: Wie man das Teil trägt

Internationaler Tag der Jogginghose: Wie man das Teil trägt

Siebter Dschungel-Tag in Bildern: Ekel-Prüfung und Klo-Erlebnis

Siebter Dschungel-Tag in Bildern: Ekel-Prüfung und Klo-Erlebnis

Alexander Zverev nun gegen Nadal - Djokovic ausgeschieden

Alexander Zverev nun gegen Nadal - Djokovic ausgeschieden

Meistgelesene Artikel

Schiffsführer bei Zusammenprall mit Brücke tödlich verletzt

Schiffsführer bei Zusammenprall mit Brücke tödlich verletzt

Gleich drei Lovemobile ausgebrannt

Gleich drei Lovemobile ausgebrannt

Drittes Elefantenbaby in Hannover geboren

Drittes Elefantenbaby in Hannover geboren

Per Haftbefehl gesucht: Polizei nimmt 26-Jährigen am Bahnhof fest

Per Haftbefehl gesucht: Polizei nimmt 26-Jährigen am Bahnhof fest

Kommentare