Bundesanwaltschaft klagt zwei Syrien-Heimkehrer aus Wolfsburg an

Karlsruhe - Sie sind fanatisch und gewaltbereit: Junge Islamisten aus Niedersachsen ziehen für den IS in den Kampf. Jetzt hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen zwei Syrien-Heimkehrer aus Wolfsburg erhoben, die sich der Terrormiliz angeschlossen haben sollen.

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen zwei junge Syrien-Heimkehrer aus Wolfsburg erhoben, die sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben sollen. Einer der beiden habe ein Selbstmordattentat im Irak geplant, teilte die Behörde am Donnerstag in Karlsruhe mit. Die Anklage wurde beim Oberlandesgericht Celle erhoben.

Die beiden Deutsch-Tunesier Ebrahim B. und Ayoub B. waren nach ihrer Rückkehr in Wolfsburg verhaftet worden. Der 26-jährige Ebrahim B. soll sich in Syrien zu einem Selbstmordattentat bereiterklärt haben und dafür mit anderen in die irakische Hauptstadt Bagdad gereist sein. Der Plan habe wegen der Festnahme einiger Gruppenmitglieder nicht in die Tat umgesetzt werden können, hieß es.

Der 27-jährige Ayoub B. habe in Syrien eine Waffenausbildung durchlaufen und an IS-Kampfeinsätzen teilgenommen. Er habe eine Waffe nebst Munition und zwei Handgranaten erhalten. Beide Verdächtige hätten außerdem in einen Internetchat um neue Mitglieder geworben, was in einem Fall auch gelungen sei. Auch hätten sie der Organisation bei ihrer Ankunft in Syrien Bargeld und Mobiltelefone überlassen.

Die VW-Stadt Wolfsburg gilt als eine Art Hochburg der Salafistenszene in Niedersachsen. Insgesamt soll es dort rund 50 junge radikale Islamisten geben. Landesweit gab es im vergangenen Jahr 20 Ermittlungsverfahren aufgrund von islamistischem Terrorismus. Anfang April gingen die Behörden davon aus, das etwa 50 Islamisten aus Niedersachsen in Richtung Syrien ausgereist sind. Wenn es Hinweise gebe, versuchen man, die Menschen an der Ausreise zu hindern, hatte eine LKA-Sprecherin erst kürzlich gesagt. Das klappe aber nicht immer.
dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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