Expertenrat an Tierhalter

Wolfsbüro empfiehlt höhere Elektrozäune gegen Wölfe

Diepholz/Vechta - Experten raten Tierhaltern in Diepholz und Vechta zu besseren Schutzzäunen gegen Wolfsattacken.

Experten raten Tierhaltern in Diepholz und Vechta zu besseren Schutzzäunen gegen Wolfsattacken. Wie der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Dienstag mitteilte, empfiehlt das Wolfsbüro den dortigen Tierhaltern, auch feststehende Zäune mit Elektrodraht zu versehen.

Wölfe seien in den beiden Landkreisen jüngst mehrfach über Zäune geklettert, die mit einer Höhe von mindestens 120 Zentimetern und einem Untergrabeschutz bislang als wolfsabweisend galten. „Als sicherer Schutz gelten Elektrozäune ab einer Höhe von 120 Zentimetern oder noch besser ab 140 Zentimetern“, sagte die Sprecherin des Wolfsbüros Bettina S. Dörr. „Wenn Tiere versuchen, über den Zaun zu klettern, bekommen sie einen Schlag und lassen davon ab.“

Land übernimmt 80 Prozent der Materialkosten

Das Wolfsbüro rät Haltern seit Ende 2016 zu Zäunen, die höher sind als 90 Zentimeter. Das Land übernehme 80 Prozent der Materialkosten. Durch niedersächsische Wälder streifen Dörr zufolge 14 Wolfsrudel, zwei Paare und ein einzelner Wolf. Die genaue Zahl der Tiere sei unbekannt, sie liege je nach Größe der Rudel zwischen 75 und 145 Wölfen.

Das Wolfsbüro arbeitet im Auftrag des niedersächsischen Umweltministeriums und koordiniert Maßnahmen zum Umgang mit dem Raubtier. Die Mitarbeiter arbeiten unter anderem mit der Landwirtschaftskammer, der Landesjägerschaft Niedersachsen, den Wolfsberatern und den anerkannten Wolfsauffangstationen zusammen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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