„Wölfe sind auf Huftiere spezialisiert“/ Weitere Maßnahmen ergreifen

NABU erteilt dem Abschuss der Wölfin bei Goldenstedt eine klare Absage

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Der NABU fordert weitere Schutzmaßnahmen vor Wölfen.

Goldenstedt - Der NABU Niedersachsen ruft das Umweltministerium und alle am Wolfmanagement Beteiligten dazu auf, in vollem Umfang alle wolfabweisenden Maßnahmen für die Wölfin im Raum Vechta bei Goldenstedt umzusetzen und auszuschöpfen. Einen Abschuss lehnt der NABU bei der aktuellen Lage strikt ab.

Eine Wölfin hatte erstmals Anfang Oktober einen Schutzzaun überwunden, der dem wolfabweisenden Grundschutz entsprechend der „Richtlinie Wolf“ errichtet wurde. Der NABU begrüßt die getroffene Feststellung des Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), wonach ein Wolf erst dann, wenn er mehrfach solche Schutzmaßnahmen überwinden hat, als auffällig einzustufen ist.

Für den NABU Niedersachsen stellt sich zudem die Frage nach dem erfolgreichen Herdenschutzmanagement der anderen Schäfereien außerhalb von Goldenstedt in der Region.

Die Naturschutzorganisation erteilt der Forderung nach Entnahme beziehungsweise Abschuss der Wölfin eine klare Absage.

„Wölfe sind auf Huftiere spezialisiert. Neben Rehen, Rothirschen und Wildschweinen zählen dazu auch Schafe und Ziegen. Für sie müssen in Wolfsregionen Schutzmaßnahmen ergriffen werden, denn bei ihren langen Streifzügen kommen Wölfe immer wieder mit Weidetieren in Kontakt“, schreibt der NABU.

Seien Schafe und Ziegen nicht oder schlecht geschützt und habe ein junger Wolf noch nie Erfahrungen mit Schutzzäunen gemacht, werde er versuchen, dort Beute zu machen: „Das kann bei wiederholtem Erfolg zu einer Gewöhnung führen, sodass weitere Maßnahmen für den Herdenschutz ergriffen werden müssen.“

NABU-Landesvorsitzender Holger Buschmann erklärt: „Im Fall dieser Wölfin müssen zum einen die Ursachen für ihr Verhalten geklärt werden. Zum anderen sollten umgehend weitere Maßnahmen wie beispielsweise der Einsatz von Hunden umgesetzt werden, um der Wölfin klarzumachen, dass Nutztiere eine unerreichbare Beute darstellen.“

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