Gutachten zum Neubau der Autobahn 39 zieht positive Bilanz

Wittingen - Würde der Neubau der A39 die ganze Region wirtschaftlich nach vorne bringen? Ein neues Gutachten kommt zu diesem Schluss. Kritiker bezweifeln das jedoch.

Der Neubau der Autobahn 39 gehört zu den umstrittensten Verkehrsprojekten der Region. Jetzt haben die Befürworter eines neuen Abschnitts zwischen Wolfsburg und Lüneburg neuen Rückenwind bekommen. Ein Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass sich der Bau positiv auf Wirtschaft, Wohnsituation und Lebensqualität in der Region auswirken werde. Im Auftrag der Wolfsburg AG hatte das Institut für Regionalwirtschaft aus Hannover die Argumente untersucht, die gegen das Projekt erhoben wurden.

Die Ergebnisse wurden am Montag gemeinsam mit den Landräten der betroffenen Kreise in Wittingen vorgestellt. „Es wird Gewinner, aber auch Verlierer geben“, sagte Thomas Krause, Vorstand der Wolfsburg AG bei der Präsentation. „Unter dem Strich glauben wir aber, dass sich der Bau positiv auswirken wird.“ Gegner bezweifeln jedoch, dass es einen Effekt auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt gibt. Sie befürchten außerdem, dass die Umwelt zerstört wird und fordern stattdessen den Ausbau der Bundesstraße 4. Im Gutachten wird diese Alternative jedoch nicht geprüft. „Auch der Ausbau der Bundesstraße 4 würde zu einer Zerschneidung der Landschaft führen“, erklärte Krause.

Außerdem hätte die Straße nicht die Leistungsfähigkeit einer Autobahn. Kritik gab es am Montag auch von der Sprecherin einer Bürgerinitiative, die beklagte, dass die Gegner nicht zur Präsentation des Gutachtens eingeladen worden seien. „Das ist Lobbyarbeit“, sagte sie. Die Landkreise zwischen Wolfsburg und Lüneburg befürchten, ohne einen Neubau der Autobahn, von der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region abgehängt zu werden.

Wer beispielsweise in Wolfsburg arbeite, wolle nicht jeden Tag unnötige Kilometer machen und Zeit verlieren, sagte Krause. Schon jetzt werde der Verkehr auf den Straßen immer mehr, erklärte Fabian Böttcher, einer der Studien-Autoren. Ob der 105 Kilometer lange Autobahnabschnitt tatsächlich gebaut wird, soll im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans noch im Laufe des Jahres beschlossen werden.
dpa

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