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Wirtschaftsminister Habeck: Stade wird Standort für Flüssigerdgas-Import

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Von: Bjarne Kommnick

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Laut Wirtschaftsminister Robert Habeck ist Stade ein geeigneter Standort für Flüssigerdgas-Importe. Deshalb geht er davon aus, dass dort bald ein Terminal entstehen wird.

Hannover – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ist überzeugt, dass Stade ein geeigneter Standort für den Import von Flüssigerdgas (LNG) ist. Der Grünen-Politiker erklärte am Donnerstag in Hannover: „Ich gehe davon aus, dass auch Stade ein LNG-Standort werden wird“. Laut Habeck würden die Betreiber konsequent daran arbeiten, das Projekt nach vorne zu bringen. Schon bald soll es Realität werden.

StadtStade
Bevölkerung45.918
Fläche110 km²
Höhe12 m

Stade wird Standort für Flüssigerdgas-Importe: Wilhelmshaven und Brunsbüttel machen den Anfang

Damit könnte Stade neben Wilhelmshaven und Brunsbüttel ein weiterer Standort für die LNG-Importe werden. Doch zuvor habe noch die Frage im Raum gestanden, wo die ersten beiden Schiffe mit Flüssigerdgas anlegen sollen. Im Dezember soll genau das erstmalig passieren. „Da haben wir die beiden Standorte genommen, die am weitesten vorne sind. Das sind im Moment Wilhelmshaven und Brunsbüttel“, so Habeck. Doch dagegen gibt es auch Proteste, Umweltschützerinnen und Umweltschützer wollen die LNG-Terminals stoppen.

Habeck bei erstem Rammschlag für geplanten LNG-Terminal-Anleger.
Wirtschaftsminister Robert Habeck zusammen mit dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies beim ersten Rammschlag für geplante LNG-Terminal-Anleger. © dpa/Sina Schuldt

Doch Stade könnte ebenfalls schnell ans Netz gehen. Habeck rechne damit, dass für den Standort in den kommenden Monaten sichtbare Genehmigungs- und Baufortschritte erzielt werden könnten. Konkreter sieht es bereits an der Nordsee aus, in Wilhelmshaven beginnen derweil die Bauarbeiten für ein LNG-Terminal.

Wegen Ukraine-Krise: Deutschland will verstärkt auf LNG-Terminals setzen

Bereits am Donnerstag hatte Habeck Pachtverträge für vier schwimmende Terminals, sogenannte Floating Storage and Regasification Units (FSRU), unterzeichnet. Die erste dieser Plattformen soll demnach bis Ende 2022 in Wilhelmshaven in Betrieb gehen. Am Donnerstag erfolgte dort auch der erste Rammschlag für einen Anleger, an dem die Öl-Tanker festmachen sollen. Deutschland wolle verstärkt auf LNG-Terminals setzen, um aufgrund der Ukraine-Krise unabhängiger von russischem Gas zu werden.

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