Erneuter Wintereinbruch sorgt für Unfälle und Verletzte

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Der Wind und starke Reifbildung haben auf dem Brocken diese "Skulptur" geformt. Der Berggipfel lockte am Sonntag mit einer guten Fernsicht und viel Sonnenschein.

Hannover - Der Wintereinbruch wirbelt Fahrpläne durcheinander und sorgt für glatte Straßen. Schneeverwehungen, Glatteis und umgeknickte Bäume: Besonders hart trifft es am Wochenende den Harz.

Der erneute Wintereinbruch hat am Wochenende in Teilen Niedersachsens und im Harz Verkehrsbehinderungen und eisige Temperaturen gebracht. Straßen waren wegen Schneeverwehungen und umgeknickter Bäume unpassierbar. Vielorts sorgte Glatteis für rutschige Straßen und führte zu Unfällen. Störungen gab es auch im Bahnverkehr im Harz.

In den kommenden Tagen soll es aber wieder wärmer werden. Der Montag wird sehr freundlich, die Sonne scheint bis zu elf Stunden, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Sonntag mitteilte. Da die Luft sehr trocken sei, bestehe Sonnenbrandgefahr. Die Höchstwerte liegen demnach im Raum Göttingen bei 0 Grad, an der Elbmündung um 5 Grad.

Wegen des Winterwetters und teils zu hoher Geschwindigkeit kamen zahlreiche Autos von der Straße ab, wie die Polizei mitteilte. Mancherorts waren die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungs-, Abschlepp- und Winterdiensten im Dauereinsatz.

Im Landkreis Peine sorgten starke Schneeverwehungen für Unfälle und gesperrte Straßen. Einige Fahrer landeten mit ihren Autos auf Feldern und in Straßengräben oder prallten gegen Bäume. Mindesten vier Menschen erlitten Verletzungen. Allein am Samstag kam es zu 19 witterungsbedingten Unfällen. Im Landkreis Wolfenbüttel wurden ein 37 Jahre alter Mann schwer und zwei Frauen leicht verletzt.

Auf der Autobahn 7 sorgten Schneeverwehungen am Samstag für starke Behinderungen. Wegen des Fahrbahnneubaus seien an vielen Stellen die Büsche entfernt worden, die sonst den Schnee aufhalten, teilte die Polizei mit. Am Sonntag gab es nur noch leichte Störungen, die A7 war weitgehend frei. Im Landkreis Rotenburg knickten am Samstag wegen der starken Böen etliche Bäume um und stürzten zum Teil auf Fahrbahnen.

Im Harz kam es nach starkem Schneefall zu mehreren Unfällen. In Clausthal-Zellerfeld im Kreis Goslar wurde daraufhin eine Straße mehrere Stunden lang gesperrt. Räumfahrzeuge waren durchgehend unterwegs, um die Straßen vom Schnee zu befreien. Die Polizei im Oberharz warnte vor Schneeverwehungen. "Winterreifen sind Pflicht! Fahren Sie vorsichtig." Am Sonntag entspannte sich die Situation, nur auf den Nebenstraßen lagen noch größere Schneemengen.

Ohnehin war der Harz mit seinen Höhenlagen am stärksten betroffen. Auf dem Brocken herrschten am Wochenende eisige Temperaturen. Am Sonntag lag die gefühlte Temperatur nach Angaben von Wetterbeobachter Marc Kinkeldey von der dortigen Wetterwarte wegen des "Windchill-Effekts" bei fast minus 50 Grad. "Das Thermometer zeigt minus 15 Grad und der Wind hat es auf 115 Stundenkilometer gebracht. Das ist Windstärke zwölf und fast Orkan", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Zwar scheine die Sonne, aber ein Ausflug auf das Bergplateau sei nur etwas für Hartgesottene. Seit Freitag sei die Schneedecke um 40 Zentimeter auf fast 1,40 Meter angewachsen.

Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) konnten am Samstag nur bis Schierke fahren, weil die Strecke hinauf auf den Berg wegen Schneeverwehungen und Eis beeinträchtig war. Erst am Sonntag konnten wieder fahrplanmäßig Ausflügler und Wanderer auf den Brocken fahren.

Auch der Zugverkehr war betroffen, einige Verbindungen im Harz fielen auch am Sonntag noch aus - hohe Schneeverwehungen und eingefrorene Weichen waren die Ursache. Bei der Deutschen Bahn kam es in Niedersachsen zu Verspätungen und Ausfällen wegen Problemen in anderen Bundesländern.

Wegen des starken Ostwindes und des damit verbundenen niedrigen Wasserstandes war auch der Fährverkehr beeinträchtigt. Die Verbindung zur Insel Juist war bis Sonntag komplett eingestellt, teilte die Reederei Norden-Frisia mit. Der Fahrplan nach Norderney wurde eingeschränkt.

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