Schnee und Unfälle in Niedersachsen

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Bei dichtem Schneetreiben ist am 03.01.2016 ein Streufahrzeug der Autobahnmeisterei Oldenburg in Höhe Hatten (Niedersachsen) auf der A28 in Richtung Oldenburg unterwegs.

Hannover - Das neue Jahr überrascht die Niedersachsen mit Winterwetter. Was viele Kinder im Harz freute, sorgte auf den Straßen in mehreren Landesteilen für Unfälle und starke Behinderungen.

Der erste kräftige Schnee des Jahres hat Niedersachsen zweigeteilt. Während Dauerfrost den Osten des Landes in eine klirrend kalte Winterlandschaft verwandelt hat, kämpfen Autofahrer im Westen mit matschigen und rutschigen Straßen. Vor allem rund um Delmenhorst, Oldenburg und Osnabrück kam über den Tag verteilt zu vielen Glätteunfällen. Auch in Bremen krachte es reihenweise.

Einer der Unfallschwerpunkte war am Sonntag die Autobahn 1 zwischen dem Ahlhorner Dreieck und Holdorf (Landkreis Vechta). Bis zum Nachmittag zählten die Beamten hier mehr als 23 Unfälle wegen Glätte. Mehrere Menschen wurden verletzt. „Einen genauen Überblick können wir erst morgen liefern“, sagte der Sprecher.

In Bremen stieg die Zahl der Glätteunfälle im Laufe des Tages auf 45. Wie die Polizei mitteilte, krachten im gesamten Stadtgebiet Fahrzeuge ineinander. Verletzt wurde dabei niemand. In Hannover zählten die Beamten bis zum Nachmittag 15 Unfälle. Den Unfallrekord markierte am Sonntag die Polizeidirektion Oldenburg. Hier kamen die Beamten auf rund 80 Einsätze, bei mindestens fünf davon kamen Menschen zu Schaden.

In Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) wurde ein Autofahrer schwer verletzt, als er mit seinem Wagen von der Straße rutschte und gegen einen Baum prallte. Auch auf der Autobahn 7 bei Laatzen verlor eine Frau die Kontrolle über ihren Kleinwagen, wurde anschließend von einem Bus gerammt und dabei schwer verletzt. Bei Neuenkirchen (Landkreis Osnabrück) war selbst ein Streufahrzeug den rutschigen Straßenbedingungen nicht gewachsen und kippte auf die Seite. Der Fahrer war mit diesem Missgeschick allerdings nicht alleine. Auch in Hannover verlor der Fahrer eines Streufahrzeugs die Kontrolle und rammte ein Baugerüst.

Glätteunfälle in Ganderkesee und Hatten

„Wir haben eine Luftmassengrenze, die von Greetsiel bis nach Göttingen verläuft“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach am Sonntag. Östlich davon müssen sich Niedersachsen auf Dauerfrost mit Tagestemperaturen zwischen minus 1 und minus 6 Grad einstellen. Nachts können es örtlich bis zu minus 10 Grad werden. Generell gilt: Je weiter östlich, umso kälter wird es. Gefühlt kann die Temperatur im Wind sogar bei minus 20 Grad liegen.

Im Harz sorgen die klirrenden Temperaturen für ein weißes Wintermärchen. Dort rechnet der Deutsche Wetterdienst für die nächsten Tage mit bis zu 40 Zentimetern Neuschnee. Auf der Rodelpiste am Torfhaus im Oberharz tummelten sich bereits am Sonntag die Schlittenfahrer. Auf dem Wurmberg bei Braunlage waren zusätzlich Schneekanonen im Einsatz. Das Thermometer auf dem Brocken-Bahnhof zeigte am Nachmittag eine Temperatur von minus acht Grad. Trotz Nebel und eisigem Wind nutzen viele Wanderer die Gelegenheit zu einem Ausflug auf Norddeutschlands höchsten Berg.

Im Westen der Luftmassengrenze sieht das Bild des Winters anders aus. Hier kann es nachts leicht frieren, tagsüber bewegen sich die Temperaturen jedoch um den Gefrierpunkt. „Das sorgt dafür, dass Regen auf kühle Straßen fallen kann und dann gefriert“, sagte der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. Autofahrer müssen deshalb auch in den nächsten Tagen mit Eisglätte rechnen. Erst zur Mitte der Woche soll das Winterwetter aus Niedersachsen wieder verschwinden. dpa 

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