Nachwuchsgewinnung und Austausch

Panzer, Hubschrauber, Schiffe - Bundeswehr stellt sich vor

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In Wilhelmshaven wurde unter anderem dieser Minenräumpanzer vorgeführt.

Wilhelmshaven - Panzer, Schiffe, Hubschrauber: Beim zweiten deutschlandweiten "Tag der Bundeswehr" präsentierte sich die Truppe auch in Wilhelmshaven, Munster und Bückeburg. Es ging vor allem um die Nachwuchsgewinnung und den Austausch mit der Bevölkerung.

Nachwuchs werben und den Dialog mit der Bevölkerung suchen: Beim "Tag der Bundeswehr" hat sich die Truppe am Samstag an bundesweit 16 Standorten präsentiert. In Niedersachsen waren Wilhelmshaven, Bückeburg und Munster dabei. Für die Besucher gab es Einblicke in Panzer, Hubschrauber und Schiffe, aber auch Informationen über den Arbeitgeber Bundeswehr.

Der Werbetag war anlässlich des 60-jährigen Bestehens im vergangen Jahr zum ersten Mal veranstaltet worden. Die Linke kritisierte in Berlin die öffentlichen Waffenschauen.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius demonstrierte dagegen beim Besuch in Wilhelmshaven die Verbundenheit des Landes mit den Soldaten. "Es ist ein besonderer Draht, den wir seit Jahrzehnten zueinander haben", sagte der SPD-Politiker und vereinbarte eine Patenschaft mit dem Marinestützpunktkommando.

Hintergrund ist das Ende der Patenschaft für die Fregatte "Niedersachsen", die 2015 außer Dienst gestellt worden war. "Bis die Bundeswehr wieder ein vergleichbares Schiff in See stechen lässt, möchten wir unser partnerschaftliches Verhältnis zur Bundeswehr weiterhin mit Leben füllen", sagte Pistorius (SPD). Das Land wolle in Zukunft wieder die Patenschaft für ein Marineschiff übernehmen.

Die Fregatte Schleswig-Holstein wurde in Wilhelmshaven präsentiert.

Wilhelmshaven ist der größte Bundeswehrstandort in Deutschland. Etwa 8.500 Soldaten sind nach Angaben von Fregattenkapitän Alexander Gottschalk hier stationiert. Den Besuchern wurde unter anderem ein "Schlepper-Ballett" auf See gezeigt. Marinetaucher, aber auch Flieger und Infanteristen berichteten über ihren Job. Zudem konnten die Besucher auf der Fregatte "Schleswig Holstein" sowie dem Küstenboot "W5" der Wasserschutzpolizei Eindrücke an Bord sammeln.

Am Heeresflugplatz Bückeburg präsentierte sich das Internationale Hubschrauberausbildungszentrum mit Flugvorführungen. Außerdem informierte die Bundeswehr in Kooperation mit regionalen Behörden und Hilfsorganisationen über die Krisen- und Katastrophenhilfe. Darüber hinaus wurde die Sportfördergruppe der Bundeswehr in Warendorf vorgestellt, die Leistungssportlern eine Perspektive gibt.

In Munster als bundesweit größtem Heeresstandort gab es eine Gefechtsvorführung. Unter anderem waren die Kampfpanzer Leopard und der neue Schützenpanzer Puma zu sehen. Darüber hinaus waren die Besucher eingeladen, ihre eigene Leistungsfähigkeit zu testen: Sie konnten gut gesichert einen Turm erklimmen und an einer Stange wieder herunter rutschen, wie es die Soldaten in ihrer Ausbildung auch machen.

dpa

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