Erstes Treffen zur Zukunft der Wiesenhof-Schlachterei Lohne

Wiederaufbau kann bis zu zwei Jahre dauern

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Lohne - Nach dem Großbrand bei der Wiesenhof-Schlachterei in Lohne sind erste Gespräche über den Erhalt der Arbeitsplätze mit unterschiedlichen Signalen zu Ende gegangen.

Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) erklärte, sie habe die Gespräche abgebrochen, weil das Unternehmen nicht alle Daten und Fakten auf den Tisch gelegt habe. Diesem Eindruck trat die Wiesenhof-Tochter Oldenburger Geflügelspezialitäten GmbH entgegen. "Seitens der Geschäftsführung (...) wurden die Sozialpartner mit allen relevanten und für die Gesprächsführung notwendigen Daten und Fakten zu unserem Betrieb in Lohne versorgt. Weitere Gespräche werden demnächst folgen", hieß am Donnerstag in einer Stellungnahme.

Der Oldenburger Geschäftsführer der NGG, Matthias Brümmer, kündigte an, man werde dem Unternehmen einen Fragenkatalog vorlegen. Erst wenn dieser beantwortet sei, werde die Arbeitnehmerseite zu weiteren Gesprächen bereit sein. Eine Unternehmenssprecherin widersprach der NGG-Darstellung und betonte, das Treffen sei nicht vorzeitig abgebrochen worden. Die Geschäftsführung gehe ganz klar mit dem Ziel in die Gespräche, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten.

Mit immenser Anstrengung sei es gelungen, ab kommender Woche in Lohne wieder mit rund 350 Beschäftigten - von ursprünglich 1.200 - in der Sparte Zerlegung und Verpackung zu starten. Von den 350 Mitarbeitern sind 60 Prozent fest angestellt und 40 Prozent Leiharbeiter mit Werkverträgen. Diese 60/40-Relation war auch bei der Gesamtzahl von 1.200 Beschäftigten gegeben.

Nach einem Stufenplan des Unternehmens ist es das "mittelfristige Ziel", den Standort in Lohne wieder aufzubauen. "Wir gehen heute davon aus, dass der Wiederaufbau zwischen 18 und 24 Monaten dauern wird. Nach dem Wiederaufbau in Lohne wird der Betrieb jedoch nicht gleich wieder bei der vollen Kapazität starten", hieß es. Langfristig geplant sei aber, schrittweise zur alten Auslastung des Betriebes zurückzukehren.

dpa

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