Falsche Angaben kosten VW 20 Millionen Euro 

Volkswagen: 60.000 Kunden erhalten Geld zurück

Weil ein optionales System nicht die versprochene Leistung bringt, erhalten Zehntausende Kunden eine Entschädigung in dreistelliger Höhe. Diese Modelle sind betroffen.

Wolfsburg - Volkswagen muss Zehntausende Kunden mit einer dreistelligen Geldsumme entschädigen. Wie bild.de berichtet, hat der Konzern aus Wolfsburg mindestens 60.000 Elektro-Autos der Klasse ID.3 und ID.4 mit einer optionalen Wärmepumpe verkauft. Kostenpunkt: 1275 Euro.

Unternehmen:Volkswagen
Hauptsitz:Wolfsburg
Gründung: 28. Mai 1937 in Berlin
Mitarbeiterzahl: 662.600
Umsatz:222,88 Mrd. Euro (2020)

Auf seiner Internetseite hatte VW angegeben, dass die Wärmepumpe einen Reichweitenvorteil von bis zu 30 Prozent bei bis zu minus 25 Grad Celsius Außentemperatur bringen würde. Doch in der Realität stimmen diese Werte nicht.

Unter echten Bedingungen soll die Wärmepumpe zehn Prozent weniger Reichweite bringen. Aus diesem Grund wird Volkswagen den Preis für die Pumpe zum 1. Juli von 1275 Euro auf 990 senken. Die 56.230 Kunden, die im Jahr 2020 die VW-Modelle ID.3 und ID.4 mit entsprechend eingebauter Pumpe bestellt haben, erhalten eine Gutschrift in Höhe von 285 Euro. Der Konzern arbeite außerdem daran, die Wärmepumpe per Softwareupdate so zu optimieren, dass die Effektivität wie versprochen sei.

Volkswagen muss Kunden entschädigen: Das bewirken Wärmepumpen

Da Elektroautos im Vergleich zu Autos mit Verbrennmotoren nicht ausreichend Abwärme erzeugen, muss sich die Heizung am Akku bedienen. Das kostet Reichweite.

Die Wärmepumpen im VW ID.3 entsprechen in der Realität nicht den angegebenen Werten im Internet.

Damit der Akku nur der Fortbewegung dient und das Heizen ein geringer Faktor im Akku-Verbrauch ist, verdichten Wärmepumpen Kältemittel unter hohem Druck. Dabei entsteht Wärme, die genutzt wird, um Kaltluft im Fahrzeug zu erhitzen. Deshalb hätten sich viele Kunden für die Wärmepumpe beim Kauf ihres Neuwagens entschieden. * Kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Sebastian Willnow

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