Verkehr normalisiert sich

Sturmtief Friederike: Autobahnen und Gleise wieder frei

Bremen/Niedersachsen - Am Donnerstag wird uns das Sturmtief Friederike erreichen. Neben Niederschlägen und heftigen Böen sind auch Behinderungen im Verkehr zu erwarten.

Update, 14.40 Uhr:

Die Autobahn 7 ist nach einer Sperrung wegen umgestürzter Bäume zwischen Südniedersachsen und Kassel wieder für den Verkehr freigegeben worden. Richtung Süden staue sich der wartende Verkehr aber noch auf 14 Kilometern Länge, sagte ein Sprecher der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Freitag. 

Weil Sturmtief „Friederike“ Bäume auf die Autobahn geweht hatte, war die A7 zwischen den Anschlussstellen Hann. Münden-Hedemünden und Kassel-Nord seit Donnerstagnachmittag nicht mehr befahren gewesen.


Update, 14.30 Uhr:

Seit dem Mittag fahren wieder Züge auf der Strecke zwischen Hannover und Göttingen. Neben Metronom-Züge betrifft das auch Züge der Deutsche Bahn könnten die Strecke wieder befahren, erklärte ein Bahnsprecher. Reisende müssen bei den Fernzügen aber noch mit Verspätungen und Ausfällen rechnen.

Am Donnerstagnachmittag waren Bäume auf die Gleise der zentralen Nord-Süd-ICE-Strecke in Niedersachsen gestürzt. Seitdem konnten Züge sie nicht mehr befahren. Etwa 250 Reisende saßen auf freier Strecke im Kreis Northeim zwischen Orxhausen und Gehrenrode in einem ICE fest, weil der in einen umgestürzten Baum gefahren war. Auch die benachbarte, alte Trasse stand als Umleitungsstrecke nicht zur Verfügung, weil auch sie von umgestürzten Bäumen blockiert war.

Update, 13 Uhr:

Der Erixx fährt wiederüberall.

Die Autobahn 7 ist wegen umgestürzter Bäume in Südniedersachsen weiterhin Richtung Kassel voll gesperrt. Geplant sei, den derzeit 25 Kilometer langen, gesperrten Abschnitt am frühen Freitagnachmittag zu verkürzen, sagte ein Sprecher der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. 

Autos und Lastwagen können den Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Hann. Münden-Hedemünden und Kassel-Nord schon seit Donnerstagnachmittag nicht mehr befahren. Ab Hann.Münden/Staufenberg-Lutterberg nach Süden soll der Verkehr aber in Kürze wieder rollen.

Am Nachmittag könne der Teil der A7 voraussichtlich wieder komplett freigegeben werden, sagte der Sprecher. Ursprünglich war geplant, dass die Strecke schon am Mittag wieder freigegeben wird.

Update, 12.30 Uhr:

Ab 13 Uhr ist die Strecke RE2 Hannover-Göttingen wieder frei und kann von Metronom befahren werden. Es kann noch zu leichten Verspätungen kommen.

„Friederike“ hat in Niedersachsen nach Angaben des Innenministeriums Schäden in Höhe von etwa einer Million Euro an Straßen, Oberleitungen und öffentlichen Gebäuden verursacht. Besonders betroffen sei die Infrastruktur in Süd- und Ostniedersachsen, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag in Hannover.

Am Donnerstag waren nach Angaben des Sprechers landesweit fast 2.000 Einsatzkräfte an mehr als 1.400 sturmbedingten Einsätzen beteiligt. Das Orkantief traf besonders den Harz.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) schrieb am Donnerstagabend bei Facebook, zum Glück seien in Niedersachsen keine Menschen erheblich verletzt worden. „Mein herzlicher Dank gilt schon jetzt allen haupt- und ehrenamtlichen Helfern“, schrieb Weil.

Update, 7.20 Uhr:

Die Autobahn 7 bleibt an der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Hessen in Richtung Süden laut Polizei voraussichtlich bis zum Mittag gesperrt. Grund sind Bäume, die drohen umzustürzen. Autofahrer, die in Richtung Süden unterwegs seien, sollten diesen Bereich großräumig umfahren, riet die Göttinger Polizei am Donnerstagabend.

Viele Bahnreisende kamen am Freitagmorgen in Hannover nicht weiter. Dutzende Menschen standen mit teils besorgtem Gesichtsausdruck vor den Anzeigentafeln im Hauptbahnhof oder warteten in Schlangen am Informationsschalter der Deutschen Bahn. Die meisten hatten sich schon am Donnerstag auf den Weg gemacht und wollten vom Norden nach Stuttgart, Köln, Frankfurt oder ins Ruhrgebiet fahren.

„Sturm ist Sturm“, kommentierte eine Reisende, die am Morgen von Hamburg nach Hannover gekommen war, die Situation. Da könne niemand etwas machen. Viele Menschen trugen die Lage mit Fassung.

 Über Nacht versorgten die Johanniter in Hannover die gestrandeten Reisenden mit warmen Getränken. Im bereitgestellten Hotelzug verteilten Mitarbeiter der Bahn neben Snacks auch wärmende Decken an die Fahrgäste.

Die Strecke RE2 Hannover-Göttingen ist weiterhin gesperrt, ein Zugverkehr ist nicht möglich. Es konnten keine Busse für einen Ersatzverkehr bestellt werden, es sind keine Busse verfügbar, teilt der Metronom mit. 

Alle anderen Strecken des Metronom können uneingeschränkt fahren. Alle Strecken des Enno können uneingeschränkt befahren werden.

Erixx fährt größtenteils wieder.

RB 37 (Bremen-Soltau-Uelzen): Erixx fährt.

RB 38 (Buchholz-Soltau-Hannover): Erixx fährt.

RE 10 (Hannover-Goslar-Bad Harzburg): Erixx fährt, verminderte Geschwindigkeit, dadurch Verspätungen von 20 bis 30 Minuten. 

RE 47 (Uelzen-Gifhorn-Braunschweig): Erixx fährt nur zwischen Wittingen–Gifhorn.

Die restliche Strecke (Uelzen-Wittingen und Gifhorn-Braunschweig) ist immer noch gesperrt. Ein Ersatzverkehr mit Bussen kann nur teilweise angeboten werden. 

RE 42/43 (Braunschweig–Bad Harzburg): Erixx fährt. 

RB 32 (Lüneburg–Dannenberg): Erixx fährt.

Update, 20.06 Uhr:

Die Nordwestbahn meldet planmäßigen Zugbetrieb im Bereich Weser-Ems. Auch bei der Regio-S-Bahn gebe es keine Beeinträchtigungen. Die Strecken der Weser-/Lammetalbahn werden noch erkundigt.

Update, 18.27 Uhr:

Eine Tanne droht auf die Straße „Steinackersweg" in Syke zu stürzen. Die Feuerwehr ist unter anderem mit einer Drehleiter im Einsatz.

In Syke droht eine Tanne umzustürzen.

Update, 18.17 Uhr:

Der Bahnverkehr im Norden läuft langsam wieder an. Neben der Strecke zwischen Norddeich Mole und Bremen fuhren auch einige S-Bahnen, etwa von Hannover nach Hildesheim und von Celle nach Hannover, am Abend wieder. Auch am Flughafen Hannover läuft die Abfertigung seit etwa 16 Uhr wieder normal, teilte eine Sprecherin mit.

Update, 17.01 Uhr:

Der Oberharz ist wegen zahlreicher umgestürzter Bäume seit Donnerstagnachmittag weitgehendvon der Außenwelt abgeschnitten. Es seien alle Zufahrtsstraßen gesperrt worden, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung Goslar. Auch viele andere Straßen im Kreisgebiet seien unpassierbar.

Ein Polizeiauto in Torfhaus auf der gesperrten Bundesstraße 4.

Update, 16.54 Uhr:

Zwischen Bremen und Norddeich fahren einzelne Züge, teilt die Deutsche Bahn mit. Der RE1 startet um 16.53 Uhr in Bremen Richtung Norddeich. In umgekehrter Richtung soll um 16.39 Uhr ein Zug gestartet sein, der um 19.05 Uhr in Bremen erwartet wird.

Update, 16.27 Uhr:

Auch im Landkreis Diepholz hat Sturmtief „Friederike“ Schäden angerichtet. Die B51 bei Lembruch ist gesperrt.

„Friederike“ hat einen Baum auf die B51 zwischen Drebber und Diepholz geworfen.
Auf der B51 bei Lembruch ist ein Lkw-Anhänger umgekippt.

Update, 16.24 Uhr: 

Der Flughafen Hannover hat die Abfertigung startender Maschinen eingestellt. Flugzeuge, die nach Hannover unterwegs sind, sollten aber weiterhin in der Landeshauptstadt landen, sagte eine Flughafensprecherin. Am Bremer Flughafen kam es zu keinen Einschränkungen.

Update, 16.23 Uhr:

250 Menschen sitzen in ICE in Südniedersachsen fest. Der Zug war in einen umgestürzten Baum gefahren. Die Passagiere sollen nun auf freier Strecke über Stege in einen anderen Zug umsteigen, der auf dem benachbarten Gleis halten soll. Wie lange die zentrale Nord-Süd-ICE-Strecke in Niedersachsen gesperrt bleibt, ist noch unklar.

Update, 16.13 Uhr:

Eine Windböe hat auf der A1 zwischen den Anschlussstellen Lohne/Dinklage und Holdorf in Fahrtrichtung Osnabrück einen Kleinlastwagen mit Anhänger erfasst und in die Schutzplanke gedrückt. Das Gespann kam schließlich quer zur Fahrbahn zum Stehen und sorgte für erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen. Laut Polizei dauern die Bergungsarbeiten bis in den Abend an. 

Update, 15.53 Uhr:

Sturm „Friederike" hat nach Angaben der Polizei im Harz für Chaos gesorgt. „Die Bäume fallen um wie Streichhölzer", sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Goslar. Die Einsatzkräfte kämen mit dem Sperren von Straßen und dem Räumen der umgestürzten Bäume nicht mehr hinterher. Eigentlich sei der gesamte Oberharz unpassierbar. Es habe auch eine Reihe von Verkehrsunfällen gegeben. Verletzte gebe es aber bisher nicht.

Update: 15.37 Uhr:

Die Deutsche Bahn stellt den Fernverkehr wegen des Orkans „Friederike" ab sofort bundesweit ein. Züge, die noch unterwegs sind, sollten aber soweit möglich bis zum Ziel fahren, sagte ein Bahnsprecher der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Update, 15.34 Uhr: 

Wegen umgestürzter Bäume sind zahlreiche Landes- und Bundesstraßen in Niedersachsen gesperrt worden. Die Autobahn 7 zwischen Göttingen und Hannover musste bei Derneburg wegen eines umgestürzten Lastwagens gesperrt werden, teilte die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen mit. 

Gesperrt waren unter anderem die B442 zwischen Neustadt am Rübenberge und Bad Nenndorf, die B80 zwischen Witzenhausen und Bad Karlshafen, die B496 zwischen Lutterberg und Hann.Münden sowie die B446 zwischen Hardegsen und Duderstadt. Außerdem betroffen waren mehrere Landstraßen in den Kreisen Hildesheim, Göttingen sowie bei Wolfsburg. Im Kreis Helmstedt wurden die Routen durch den Mittelgebirgszug Elm gesperrt, teilte die Polizei mit. 

Update, 15.18 Uhr:

Aufgrund umgestürzter Bäume in den Gleisen muss die Strecke RE 2 (Hannover – Göttingen) für metronom-Züge gesperrt werden. Es wird versucht, einen Busnotverkehr einzurichten, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Update, 15.14 Uhr:

Vermutlich wegen eines auf eine Leitung gestürzten Baums ist in der südniedersächsischen 12.000 Einwohner-Gemeinde Friedland vorübergehend der Strom ausgefallen. Die Lichter seien aber schnell wieder angegangen.

Update, 15.08 Uhr:

Der Orkan „Friederike" hat am Donnerstagnachmittag seinen Höhepunkt über Südniedersachsen, Hessen und Thüringen erreicht. Im Tiefland wurden Windgeschwindigkeiten von 134 Kilometer pro Stunde im nordhessischen Frankenberg erreicht, auf dem Brocken im Harz wurden sogar 203 Stundenkilometer gemessen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Von Westen komme nun langsam abnehmender Wind, erklärte der DWD.

Update, 14.48 Uhr:

Das Bahnunternehmen erixx stoppt den Betrieb der Linien RE 47 (Uelzen-Gifhorn-Braunschweig), RE 42/43 (Braunschweig – Bad Harzburg) und RE 10 (Hannover-Goslar-Bad Harzburg).  

Die Linien RB 32 (Lüneburg – Dannenberg), RB 37 (Bremen - Soltau - Uelzen) und RB 38 (Buchholz - Soltau - Hannover) fahren weiterhin

Auf den Strecken mit eingestelltem Bahnverkehr wurde ein Busnotverkehr bestellt, dieser kann sich jedoch deutlich verzögern, teilt das Unternehmen mit.

Update, 14.38 Uhr: 

Die erixx-Züge in von der Lüneburger Heide nach Hannover und Bremen pendeln ohne Einschränkungen, ebenso fahren die Regionalbahnen zwischen Hannover und Wolfsburg. Auch die Westfalenbahn hat den Verkehr in Niedersachsen noch nicht eingestellt. Mit reduzierter Geschwindigkeit waren auch weiterhin die Metronom-Züge zwischen Hamburg, Bremen, Hannover und Göttingen unterwegs, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Sobald sich die Wetterlage bessere und umgestürzte Bäume beseitigt sind, wollte auch die Deutsche Bahn den Verkehr wieder aufnehmen.

Update, 13.50 Uhr:

Die Deutsche Bahn stellt nun auch den Verkehr in Niedersachsen wegen des Sturmtiefs „Friederike“ komplett ein. Die noch fahrenden Züge enden ab sofort am nächsten Bahnhof, teilte die Bahn am Donnerstag mit.

Metronom, Erixx und Enno fahren weiterhin, aber mit reduzierter Geschwindigkeit.

Update, 12.25 Uhr

Viele Zoos in Niedersachsen sind für Besucher geschlossen. Um die Sicherheit für Besucher und Tiere zu wahren, öffnete der Osnabrücker Zoo am Donnerstag nicht. 

In Hannover schloss der Zoo um 12 Uhr. Auch der Tierpark in Nordhorn schloss für Besucher. Zur Sicherheit wurden überall auch die Tiere in ihre Ställe gebracht. Der Zoo am Meer in Bremerhaven blieb zunächst geöffnet, da er von der Wetterlage vorerst weniger betroffen war.

Bahn schränkt Verkehr stark ein

Die Deutsche Bahn schränkt den Verkehr in Niedersachsen stark ein. Auf allen Strecken werde die Höchstgeschwindigkeit sukzessive auf Tempo 80 herabgesetzt, teilte die Bahn mit. Die Fernzüge von Hamburg sowie Berlin/Hannover Richtung Ruhrgebiet fallen aus, nachdem der Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen komplett eingestellt wurde. Wegen eines umgestürzten Baumes gibt es weiterhin eine Unterbrechung auf der Strecke Hamburg-Cuxhaven.

Der Metronom teilt mit, dass aufgrund des Sturms die Geschwindigkeit aller Züge vorsorglich auf80 Stundenkilometer reduziert wird. Dadurch kommt es zu Verspätungen von circa 20 bis 30 Minuten. Betroffenen sind Metronom, Enno und Erixx.

Update, 11.50 Uhr:

Wegen starken Schneefalls und des bevorstehenden Sturmtiefs „Friederike“ ist der Oberharz am Donnerstagvormittag für Lastwagen gesperrt worden. Auf dem Steilstück der Bundesstraße 4 zwischen Bad Harzburg und Torfhaus sind nach Angaben des Polizeilagezentrums in Goslar bereits einige Lkw liegen geblieben

Auch rund um Braunlage habe es starke Schneefälle gegeben, sagte ein Sprecher. Der Sturm sei dort allerdings noch nicht richtig angekommen. Auf dem exponierten Brocken war schon am Morgen Windstärke elf mit Windgeschwindigkeiten von rund 100 Stundenkilometern gemessen worden. 

Update, 11.40 Uhr:

Die Deutsche Bahn hat im Norden die Geschwindigkeit auf den Strecken zwischen Wolfsburg und Berlin sowie Hannover und Würzburg reduziert. ICE- und IC-Züge dürfen dort vorläufig maximal Tempo 140 fahren, teilte die Deutsche Bahn mit. In N ordrhein-Westfalen wurde der gesamte Nah- und Fernverkehr eingestellt. Daher fahren Fernverkehrszüge nicht nach Hannover und Bremen.

Entsprechend kommt es zu Verspätungen. Wegen eines umgestürzten Baumes wurde der Zugverkehr am Vormittag auf der Strecke Hamburg-Cuxhaven zwischenStade und Horneburg unterbrochen. In Nordrhein-Westfalen wurde der Zugverkehr nach Bahnangaben wegen des Sturms bereits komplett eingestellt. Ob es in Niedersachsen zu weiteren Einschränkungen kommt, hänge von der Stärke des Sturms ab, so die Bahn.

„Friederike“ hat am Donnerstagvormittag den Westen Niedersachsens erreicht. „So langsam wird es lebhafter“, sagte der Sprecher der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Dennis Dickebohm. 

Die Polizei habe relativ viele Unfälle registriert - ob es einen Zusammenhang mit dem Sturm gab, konnte er zunächst aber nicht sagen.

Auch in Stadt und Landkreis Osnabrück registrierte die Leitstelle am späten Vormittag eine Zunahme von Feuerwehreinsätzen. „Es geht vor allem um auf die Straßen gefallene Äste und Bäume“, sagte Polizeisprecher Frank Oevermann. So hätten in Dissen umgestürzte Bäume eine Telefonleitung gekappt. Meldungen über Personenschäden lagen den Polizeidienststellen zunächst nicht vor.

Schulausfall in Northeim

Die Schüler an vielen Schulen im Landkreis Northeim wurden am Donnerstag frühzeitig nach Hause geschickt. Betroffen seien 22 Einrichtungen, teilte die Kreisverwaltung am Vormittag mit. Dort ende der Unterricht spätestens mittags. Trotz der Unterrichtsausfälle sei die Betreuung der Kinder aber jeweils bis zum regulären Unterrichtsschluss gewährleistet.

Update, 10.45 Uhr:

Im Einzugsbereich der Autobahnpolizei Langwedel, den östlich von Bremen gelegenen Abschnitten der A1 und der A27, regnet es zur Stunde in Strömen. Zeitweise kommt es zudem zu Schneefällen, berichtete ein Polizeisprecher gegenüber kreiszeitung.de. Die Temperaturen der A1-Fahrbahn liegen ihm zufolge bei einem bis drei Grad. Autofahrern rät der Beamte daher zu besonderer Aufmerksamkeit. Eine akute Glättegefahr bestehe nicht.

Allerdings beeinträchtigen seit rund einer Stunde zwei Unfälle den Verkehr auf der Autobahn 1. Sowohl in Richtung Hamburg - zwischen Stuckenborstel und Bockel - als auch in Richtung Bremen - zwischen Posthausen und Oyten - kam es kürzlich zu einem Unfall. Details konnte der Polizeisprecher gegen 10.30 Uhr noch nicht nennen.

Update, 18. Januar, 8.40 Uhr: 

Auf dem Brocken erreichten die Windböen bereits die Stärke 11. Dies entspreche Geschwindigkeiten um 100 Stundenkilometer, sagte ein Sprecher der Wetterwarte des Deutschen Wetterdiensts auf dem höchsten Berg Norddeutschlands. Noch deutlich stärkere Sturmböen mit bis zu 160 Stundenkilometern werden für den frühen Nachmittag erwartet. Auf dem 1.141 Meter hohen Brocken hat am Morgen zudem heftiges Schneetreiben eingesetzt. Die Schneehöhe beträgt derzeit gut eineinhalb Meter.

Im Oberharz fällt an allen Schulen der Unterricht aus. Auch die Schülerbeförderung aus in andere Kommunen wurde eingestellt. Der Landkreis Goslar weist darauf hin, dass Eltern bei gefährlichen Wetterverhältnissen grundsätzlich selbst entscheiden können, ob sie den Schulweg ihres Kindes für zu gefährlich halten. 

In Clausthal-Zellerfeld fällt am Donnerstag der Schulunterricht aus. Neben dem starken Schneefall werden schwere Sturmböen erwartet.

Die Fluggesellschaft KLM teilte unterdessen mit, dass sie wegen des Sturms zahlreiche Flüge gestrichen hat, darunter die Verbindungen von Amsterdam nach Hannover und Bremen. Der starke Wind schränke die Kapazität der Landebahnen am Amsterdamer Flughafen Schiphol erheblich ein, teilte KLM mit. Am Flughafen Hannover könne man noch keine Prognose zu weiteren Flugausfällen geben. Man müsse abwarten, wie stark der Wind werde, sagte eine Sprecherin am Morgen. Auch der Flughafen München war von den KLM-Streichungen betroffen.

Die Deutsche Bahn riet Reisenden via Twitter, sich vorab über mögliche Störungen zu informieren.

Update 18. Januar, 7.20 Uhr: Bahn- und Flugverkehr läuft problemlos
Sturmtief „Friederike“ hat am Donnerstagmorgen Kurs auf Niedersachsen genommen. Zwar fiel auf dem Brocken im Harz noch kein Schnee, dafür pustete der Wind mit über 100 Kilometern pro Stunde aber schon kräftig, wie ein Meteorologe der dortigen Wetterstation am frühen Morgen sagte. Beeinträchtigungen an den Flughäfen Hannover und Bremen gab es am Morgen nicht.

Der Bahnanbieter Erixx meldet um 6.15 Uhr keinerlei Behinderungen im Streckennetz. Auch die Deutsche Bahn meldet bislang keine großen Störungen. Laut offiziellen Meldungen ist ein Schulausfall lediglich in den Städten Braunlage und Clausthal-Zellerfeld angekündigt.

„Friederike“ ähnlich stark wie „Xavier“

Sturmtief „Friederike“ dürfte nach Einschätzung eines Experten des Deutschen Wetterdienstes nicht so große Schäden anrichten wie Sturmtief „Xavier“ im Oktober. Damals hätten die Bäume wesentlich mehr Laub getragen und damit dem Wind mehr Angriffsfläche geboten als jetzt im Januar, sagte DWD-Meteorologe Markus Eifried am frühen Donnerstagmorgen.

Am Donnerstag wird es stürmisch in Bremen und Niedersachsen.

In Regionen, denen Orkanböen drohen, empfehlen die Meteorologen, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Sie warnen vor entwurzelten Bäumen, herabstürzenden Dachziegeln und Schäden an Gerüsten und Hochspannungsleitungen.

Extreme Orkanböen auf dem Brocken

Auf dem Brocken im Harz drohen durch Sturmtief „Friederike“ extreme Orkanböen bis zu 160 Stundenkilometer. Der Deutsche Wetterdienst warnte für die dortigen Hochlagen über 1.000 Meter vor extremen Unwetter. Die Warnung gilt von 10 Uhr bis 22 Uhr am Donnerstagabend. 

Die Unwetterwarnung der Stufe vier ist die höchste, die der DWD ausgibt. Die Meteorologen raten dann, Häuser nicht zu verlassen und sichere Räume aufzusuchen.

Zahlreiche Glätteunfälle auf A28 und A29

Glatte Straßen haben in Teilen Niedersachsens zu zahlreichen Unfällen geführt - am Abend und in der Nacht besonders rund um Wilhelmshaven und Westerstede. Auf den Autobahnen 28 und 29 krachte es „im Minutentakt“, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Den Schaden schätzt die Polizei auf mehr als 150.000 Euro. 

Auf der A28 krachte ein Auto bei Westerstede in die Leitplanke, zwei weitere Wagen fuhren auf. Im Kreis Friesland kam ein Auto von der Fahrbahn ab, riss mehrere kleine Bäume um und rutschte in den Straßengraben. 

Auch rund um Cloppenburg, Vechta und im Kreis Ammerland kam es auf glatten Straßen zu Unfällen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes droht in Niedersachsen überall bis zum Morgen noch Straßenglätte. „Im Berufsverkehr kann es wieder Probleme geben“, sagte die Polizeisprecherin.

Update 17. Januar, 16 Uhr: Am Donnerstag werden in der Mitte und im Süden Niedersachsens schwere Sturmböen bis 100 Stundenkilometer aus westlichen Richtungen erwartet. Zudem besteht die Gefahr vor orkanartigen Böen um 115 Stundenkilometer. In starken Schauern und Gewittern sowie im Bergland können am Nachmittag auch einzelne Orkanböen über 120 Stundenkilometer auftreten.

Schulausfall: Wegen des angekündigten Sturmtiefs „Friederike“ fällt am Donnerstag im Oberharz die Schule aus. Dies gelte für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen eins bis zehn in den Schulen in Clausthal-Zellerfeld und Braunlage, teilte der Landkreis Goslar am Mittwoch mit. Der Deutsche Wetterdienst hat für Donnerstag extreme Witterungsverhältnisse mit heftigen Orkanböen für den Oberharz vorausgesagt.

Update 17. Januar: Nach derzeitigen Wetterberechnungen wird der Norden Niedersachsens nicht so stark betroffen wein, wie der Süden. Der Deutsche Wetterdienst warnt in einer Vorabinformation vor schweren Sturmböen bis 100 Stundenkilometern, im Bergland auch darüber.

Heute und in der kommenden Nacht tritt streckenweise Glätte durch einzelne Schneeschauer, Schneematsch und gefrierende Nässe auf. Im Bergland ist Neuschnee zwischen 5 und 10 cm wahrscheinlich. Am Donnerstag schneit es vor allem im Norden Niedersachsens zum Teil länger anhaltend.

Bei den zu erwartenden Windgeschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern werden zahlreiche Bäume umstürzen. Mit Einschränkungen und größeren Behinderungen im Straßen-, Bahn- und Luftverkehr ist zu rechnen.


Update 16. Januar: Während der Wetterdienst am Dienstag und Mittwoch vor Gewittern und einzelnen Sturmböen warnt, soll es am Donnerstag richtig stürmisch werden. Von Westen her stürmisch auffrischender Südwest- bis Westwind. Sturmböen und schwere Sturmböen wahrscheinlich, orkanartige Böen nicht ausgeschlossen.  Die Entwicklung sei laut Deutschem Wetterdienst noch unsicher. Andere Wetterdienste sprechen teilweise von Windgeschwindigkeiten bis zu 150 Stundenkilometern.

--

Bereits im Laufe der Woche nehme der Wind stetig zu, am Donnerstag weite sich das Starkwind-/ bzw. Sturmfeld rasch ostwärts aus, wie der Deutsche Wetterdienst berichtet . Im Westen und Nordwesten nimmt der Wind weiter zu, dort kommt es ab Mittag zu schweren Sturmböen, an der See und in den Mittelgebirgen zu orkanartigen Böen.

Dem Harz und auch anderen Landesteilen droht orkanartiges Wetter. Am stürmischsten werde es wohl auf dem Brocken zugehen, sagte Rene Sossna von der Wetterwarte auf dem mit 1141 Metern höchstem Berg Norddeutschlands. "Wir rechnen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 150 Stundenkilometern", sagte Sossna. Auch auf anderen Gipfel im Harz, wie dem 971 Meter hohen Wurmberg bei Braunlage, sei mit Windstärke 12, also mit mindestens 120 Stundenkilometern zu rechnen. Der Deutsche Wetterdienst geht davon aus, dass es auch überall anders im Norden Orkanböen geben kann. Da in den Höhenlagen des Harzes am Dienstag voraussichtlich viel Neuschnee fallen werde, sei im Mittelgebirge angesichts des bevorstehenden Sturmes auch mit Schneeverwehungen zu rechnen, sagte Sossna. Derzeit liegt auf dem Brocken rund ein Meter Schnee.

Vor 11 Jahren fegte "Kyrill" über Deutschland. Damals ging in Deutschland zeitweise nichts mehr. Sämtlich Bahn- und Flugverbindungen wurden vorübergehend eingestellt. Auch der aktuelle Sturm hat durch Potenzial für Behinderungen im Bahn-, Straßen- und Flugverkehr.

Stürme, Hitze, Überschwemmungen und Starkregen: In Deutschland nehmen extreme Wetterereignisse zu. Im vergangenen Jahr rückte die Bundesrepublik auf dem Klima-Risiko-Index der Umweltschutzorganisation Germanwatch vom 64. auf den 42. Platz der am meisten betroffenen Staaten vor.

Rubriklistenbild: © dpa

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