Kalte Temperaturen

Wintereinbruch: So bereitet sich der Winterdienst vor

Niedersachsen und Bremen sehen sich als gut vorbereitet für Schnee und Glätte. Tausende Tonnen Salz sollen für sichere Straßen sorgen. Darauf müssen Eigentümer im Winter achten.

Oldenburg/Bremen – Ob es in diesem Jahr einen schneereichen Winter geben wird, darüber sind sich die Meteorologen uneinig. Einigen Klimamodellen zufolge stehe uns der kälteste Winter seit zehn Jahren bevor mit drastischen Temperaturabfällen und sibirischer Kälte. Um nicht so überrascht von den Schneemassen zu sein wie im vergangenen Winter, haben sich die Winterdienste bereits seit dem Sommer vorbereitet.

WettervorhersageDeutschland
Mittwoch, 17. Novemberteils bewölkt, teils freundlich, 4 bis 10 Grad
Donnerstag, 18. Novemberbewölkt, teils Regen, 6 bis 10 Grad
Freitag, 19. Novemberbewölkt, 11 bis 12 Grad
Samstag, 20. Novemberbewölkt, 10 bis 11 Grad

„Insgesamt stehen rund 200 verwaltungseigene Winterdienstfahrzeuge mit über 700 Mitarbeitenden für den Einsatz bereit, außerdem wurden in großem Umfang Fremdfirmen mit der Wahrnehmung des Winterdienstes beauftragt“, teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf Nachfrage mit. Sie ist für Bundes-, Landes- und einen Teil der Kreisstraßen zuständig - der Winterdienst wird von den 56 Straßenmeistereien übernommen. Die Landesbehörde hat derzeit 106 Streugutlager. „Für die Wintersaison 2021/2022 stehen uns rund 90.000 Tonnen Streusalz zur Verfügung“, heißt es.

Oldenburg: „Auf den Winter sind wir bestens vorbereitet“

Auch die Kommunen sind für kälteres Wetter gerüstet. „Auf den Winter sind wir bestens vorbereitet“, sagt der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Stadt Oldenburg (AWB), Volker Schneider-Kühn. „Bei Schnee und Eisglätte sind je nach Bedarf acht große und neun kleinere Räum- und Streuwagen sowie weitere verschiedene Einsatzfahrzeuge unter Federführung des AWB im Einsatz.“ Die Lagerhalle für Streumittel in Oldenburg sei mit rund 600 Tonnen gefüllt, Nachlieferungen seien möglich.

Ob der Winter so schneereich wird wie der letzte, ist noch unklar.

Der Winterdienst auf Bremer Fahrbahnen wird von der Entsorgung Nord GmbH (ENO), dem Amt für Straßen und Verkehr (ASV) sowie dem Umweltbetrieb Bremen (UBB) übernommen. Grundlage dafür ist der Winterstreudienstkatalog. Dieser umfasst die Fahrbahnen der ersten Dringlichkeit. Das sind wichtige Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr mit über 600 Kilometern Netzlänge. 

Ebenfalls vorrangig wird der Winterdienst auf Fußgängerüberwegen, stark frequentierten Plätzen und Brücken sowie Haltestellen durchgeführt. Für alle anderen Straßen, insbesondere Nebenstraßen, gilt: Geräumt oder gestreut wird ausschließlich auf Anforderung und nach Prüfung, ob der laufende Betrieb den Einsatz zulässt. Radwege werden in nur in zweiter Dringlichkeit geräumt oder gestreut.

Eigentümer müssen für Sicherheit auf Bürgersteigen sorgen

Grundstücksbesitzer sind selbst verantwortlich für die Sicherheit auf ihren Bürgersteigen. „Auf Gehwegen darf nur mit Sand gestreut werden. Lediglich in extremen Ausnahmesituationen, also beispielsweise bei Glatteis, dürfen salzhaltige Streumittel in geringen Mengen verwendet werden“, teilt die Bremer Stadtreinigung mit. In Straßen, deren Gehwege von Bäumen beziehungsweise begrünten Flächen gesäumt seien, dürften salzhaltige Streumittel grundsätzlich nicht verwendet werden, da Salze erhebliche Schäden im Wurzelbereich hervorriefen.

„Bei Schneefall reicht es meist aus, Gehwege gründlich und rechtzeitig mit Schippe oder Besen zu räumen“, empfiehlt Martin Rode, Geschäftsführer des BUND Bremen. „Bei Eis und erhöhter Glättegefahr bieten sich Sand, Kies oder Sägespäne als Streumittel an.“ Streumittel mit dem Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ seien weitgehend frei von umweltschädlichen Stoffen.

Anstatt mit anhaltendem Schneefall ist vermehrt mit Reifglätte zu rechnen“, teilt eine Sprecherin der Abfallwirtschaft Region Hannover (Aha) mit. Für Verkehrsteilnehmende sei dies schwieriger einzuschätzen als eine festgefahrene Schneedecke. „Im Winterdienst ergeben sich dadurch in Hannover Veränderungen in Logistik, Technik und Streumitteleinsatz. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Straßenreinigung sowie die Kraftfahrer trainieren bereits im Spätsommer den Umgang mit den großen Räumfahrzeugen“, heißt es.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Expa/ Jfk/dpa

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