Höchste Warnstufe

Schneechaos in Niedersachsen: Mega-Stau auf Autobahn - Fahrer harren in eisiger Kälte aus

Der Schnee hat Niedersachsen weiter fest im Griff. Der Wetterdienst hält seine Unwetterwarnung aufrecht. Vor extremen Verwehungen wird gewarnt. Auf Autobahnen gibt es lange Staus.

  • Wetterwarnung: Deutscher Wetterdienst warnt vor extremen Schneeverwehungen in Niedersachsen.
  • In Niedersachsen fallen am Montag zahlreiche Zugverbindungen im Regional- und Fernverkehr aus.
  • Laut Meteorologen könnte in Norddeutschland am Wochenende bis zu 40 Zentimeter Neuschnee fallen.

Update 9. Februar, 7 Uhr: Ein Lastwagenstau wegen Schnee auf der Autobahn 7 bei Göttingen hat sich am Dienstagmorgen nur allmählich aufgelöst. Die Verkehrsmanagementzentrale warnte noch vor Gefahr durch abgestellte Lastwagen zwischen den Anschlussstellen Göttingen-Nord und Nörten-Hardenberg. Die Autobahnpolizei musste Fahrer wecken, die sich wegen der langen Wartezeit schlafen gelegt hatten. 

Auch auf der A2 bei Bielefeld verbrachten Fahrer und Mitfahrende die ganze Nacht auf der Straße und mussten bei klirrender Kälte zum Teil zwölf Stunden lang in ihren Autos ausharren. Zwischenzeitlich bildete sich dort ein 37 Kilometer langer Rückstau, der sich bis nach Niedersachsen zog - auf beiden Fahrtrichtungen zusammen waren es sogar mehr als 70 Kilometer. „Die Gesamtlage ist schwierig, wir sind am Rotieren“, sagte ein Sprecher der Bielefelder Polizei am frühen Dienstagmorgen.

Update 8. Februar, 16.15 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete weiteren Schnee: Während zwischen Ostfriesland und dem Wendland nur wenige Flocken zu erwarten sind, schneite es vor allem in Südniedersachsen tagsüber weiter. Die Meteorologen warnen weiter vor Schneeverwehungen. Zwar soll der Schneefall in der Nacht zum Dienstag nachlassen, dann ist aber strenger Frost mit örtlich bis zu -17 Grad möglich.

Das unwetterbedingte Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen auf den Autobahnen bleibt rund um Osnabrück bis Montagabend (0.00 Uhr) bestehen - es betrifft die A1, A30 und A33.

Update 8. Februar, 9 Uhr: In der Nacht von Sonntag auf Montag ließ der Schneefall laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zwar vorerst etwas nach. Für den Montag werden aber neue Schneefälle vor allem in Südniedersachsen erwartet. „Es wird dort zu Verkehrsbehinderungen kommen“, sagte ein Meteorologe des DWD. Zwar sei der neue Schneefall dann nicht so stark wie noch am Sonntag, der bisher gefallene Schnee könne bis dahin aber kaum so schnell geräumt sein. 5 bis 15 Zentimeter Neuschnee werden etwa rund um Göttingen erwartet. An der Nordseeküste bleibe es noch stürmisch.

Autofahrer müssen sich laut Polizeien weiter auf Behinderungen einstellen. In den Kreisen Emsland, Osnabrück und in der Grafschaft Bentheim gilt unwetterbedingt bis Montagmittag ein Lastwagen-Fahrverbot. Das betrifft laut Autobahnpolizei Osnabrück die Autobahnen 1, 30 und 33.

Update, Montag, 8 Februar, 6 Uhr: Meteorologen warnen: Auch am Montag ist das Unwetter noch nicht vorbei. Pendler müssen sich im Bahnverkehr und auf den Straßen auf Behinderungen einstellen. Laut Bahn ist der Regionalverkehr voraussichtlich noch bis Montagmorgen (10 Uhr) eingestellt.

SCHULAUSFÄLLE: Zahlreiche Kreise und Städte teilten mit, dass wegen der massiven Schneefälle der Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Montag ausfällt. Das Homeschooling bleibe von der Absage des Präsenzunterrichts aber unberührt, teilten die Kommunen mit. Der Schulbusverkehr ist vielerorts eingestellt. Vereinzelt soll eine Notbetreuung in Schulen und Kindertagesstätten in eingeschränkter Form angeboten werden.

Schulausfälle meldeten bis zum späten Sonntagabend etwa die Region Hannover sowie die Kreise Ammerland, Aurich, Göttingen, Friesland, Goslar, Northeim, Hameln-Pyrmont, Helmstedt, Holzminden, Diepholz, Cloppenburg, Vechta, Osnabrück, Peine, Verden, Rotenburg, Heidekreis, Schaumburg, Nienburg, Hildesheim, Celle, Uelzen, Leer, Lüchow-Dannenberg, Oldenburg, Osterholz, Wesermarsch und Wolfenbüttel sowie die Grafschaft Bentheim. Auch die Städte Hannover, Salzgitter, Braunschweig und Wolfsburg sagten den Unterricht ab.

Update, 17:20 Uhr: Der ergiebige Schneefall wird in Niedersachsen erst in der Nacht zu Montag nachlassen, meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Bei Schneehöhen von bis zu 40 Zentimetern ist davon auszugehen, dass es auch am Montag zu Behinderungen auf den Straßen und im Zugverkehr kommen wird. Davon gehen die Deutsche Bahn und der Metronom aus. Der Regionalverkehr in Niedersachsen ist am Sonntag fast vollständig eingestellt worden. Der Fernverkehr ist erheblich beeinträchtigt.

Unterdessen werden die ersten Schulausfälle in Niedersachsen gemeldet. Einige Landkreise haben sich entschieden, den Präsenzunterricht am Montag ausfallen zu lassen. Es werde stattdessen auf Homeschooling gesetzt. Viele weitere Kreise wollen ihre Entscheidungen im Laufe des Sonntags beziehungsweise erst am frühen Montagmorgen treffen und veröffentlichen. (jdw)

Update, 14:03 Uhr: Nun haben die kräftigen Schneefälle in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auch Auswirkungen auf die Fußball-Bundesliga. Nach einer Platzbegehung ist das Heimspiel von Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen abgesagt worden. Die Schneedecke auf dem Rasen in der Schüco-Arena war einfach zu dick. Deshalb war diese Entscheidung alternativlos. Ein Ersatztermin soll zeitnah bekannt gegeben werden, berichtet deichstube.de*.

Schnee-Chaos in Niedersachsen: Zugverkehr weitgehend eingestellt

Update, 7. Februar, 11:28 Uhr: Nach den ergiebigen Schneefällen der Nacht im Süden von Niedersachsen ist der Zugverkehr am Sonntag stark beeinträchtigt. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn steht auf vielen Strecken zwischen Hannover, Hamburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen still.

Aber auch der Regionalverkehr in Niedersachsen steht größtenteils still. Die Linie RE2/3 Hannover-Uelzen ist eingestellt, ebenso die Linie RE2 Hannover-Göttingen, meldet die Bahngesellschaft Metronom. Auf der Strecke RE3 Uelzen-Lüneburg-Hamburg kommt es zu Verspätungen, die RE4 Hamburg-Rotenburg-Bremen meldet hohe Verspätungen. Der Erixx meldet die Einstellung folgender Linien: RB47 Braunschweig-Gifhorn-Uelzen, RE10 Bad Harzburg-Goslar-Hannover und RB42/43 Bad Harzburg-Braunschweig. Auf den weiteren Erixx-Strecken kommt es zu Verspätungen. Die Einstellung gilt bis mindestens 13 Uhr. DB Regio Niedersachsen meldet die Einstellung des Regionalverkehrs am Sonntag. Eine Ausnahme sei die Linie RE1 zwischen Bremen und Norddeich-Mole. (jdw)

Der Schnee ist auch im nördlichen Niedersachsen angekommen.

Unwetterwarnung für Niedersachsen: Viel Neuschnee im Süden und Ausfälle im Zugverkehr

Update, 7. Februar, 9:00 Uhr: Die angekündigte Schneewalze hat in der Nacht zu Sonntag Niedersachsen erreicht. Zunächst begannen die Schneefälle rund um Göttingen, Hannover und Osnabrück. Die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen warnte noch am Samstagabend Autofahrer vor Straßenglätte, Schneefall und Verwehungen. Die Lage auf den Autobahnen blieb in der Nacht zumeist ruhig. Im südlichen Niedersachsen waren die Räumdienste bereits ausgerückt, um die Fahrbahn freizuhalten. Ein Unfall ereignete sich auf der Autobahn A30 zwischen Schüttorf und Salzbergen. Dort stellte sich wegen Straßenglätte ein Lastwagen quer, die Fahrbahn ist für die Bergung noch gesperrt.

Im Zugverkehr kommt es am Sonntagmorgen zu Ausfällen und Behinderungen. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn steht still zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen und Hamburg und Hannover. Zwischen Hamburg und Berlin komme es laut Deutscher Bahn zu Einschränkungen. Im Regionalverkehr gibt es ebenfalls Ausfälle, zum Beispiel bis etwa 10 Uhr im S-Bahn-Netz Hannover, im Harz-Weser-Netz oder auf der Metronom-Strecke zwischen Hannover und Göttingen. Zwischen Bad Harzburg, Goslar und Hannover fallen aktuell die Erixx-Verbindungen aus. In Osnabrück kam der Busverkehr zum Erliegen.

Der Wintereinbruch ist in Hannover angekommen. Eine Mitarbeiterin der Straßenreinigung befreit am Sonntagmorgen einen Gehweg vom Schnee.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hält die Unwetterwarnung für Niedersachsen noch bis mindestens Sonntagabend aufrecht. Besonders im südlichen Niedersachsen besteht die Gefahr von starken Schneefällen und extrem starken Schneeverwehungen. Von nicht notwendigen Autofahrten wird insbesondere südlich von Hannover abgeraten. (jdw/dpa)

Unwetter in Niedersachsen: Wetterdienst spricht höchste Warnstufe aus - starke Schneefälle und Verwehungen

Update, 6. Februar, 17:51 Uhr: Für Südniedersachsen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) inzwischen die höchste Stufe der Unwetterwarnung ausgerufen. In der Region Hannover und südlich davon, zum Beispiel in den Kreisen Göttingen, Northeim, Goslar und Hildesheim, warnen die Wetterexperten ab Samstag, 21 Uhr, vor extrem starken Schneeverwehungen und glatten Straßen. Wege und Schienen könnten nicht passierbar sein, auf Fahrten mit dem Auto sollte in der Nacht zu Sonntag verzichtet werden. Außerdem werden in der Nacht starke Schneefälle, die zwischen 20 und 35 Zentimeter Neuschnee mitbringen können, erwartet.

In dem Streifen zwischen Bremen und Hannover - auf der vollen Breite Niedersachsens zwischen dem Emsland und dem Kreis Gifhorn - warnt der DWD inzwischen noch vor starken Schneeverwehungen und Schneefall mit 15 bis 25 Zentimeter Neuschnee. Im Norden von Niedersachsen und an der Nordseeküste gilt lediglich noch eine Warnung vor Sturmböen. Große Schneemengen werden dort nicht mehr erwartet. Welche konkreten Auswirkungen dieses Unwetter haben wird, stellt sich wohl erst am Sonntagmorgen heraus. (jdw)

Unwetterwarnung für Niedersachsen: Neuschnee und Schneeverwehungen im Anmarsch

Update vom 6. Februar, 14:15 Uhr: Die Unwetterwarnung für große Teile von Niedersachsen wird am Samstagmittag konkreter. Im südlichen Niedersachsen warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) ab Samstagabend, 21 Uhr, vor starken Schneefällen, extrem starken Schneeverwehungen und Sturmböen. Die Temperaturen fallen in der Nacht zu Sonntag deutlich unter den Gefrierpunkt. Autofahrer müssen mit Straßenglätte rechnen.

Für einen breiten Streifen von Wolfsburg über Hannover bis ins Emsland gibt der DWD eine etwas leichtere Unwetterwarnung heraus. Dort wird vor Schneefällen - 15 bis 25 Zentimeter Neuschnee - und starken Schneeverwehungen gewarnt. Auch dort - unter anderem im Landkreis Nienburg und im südlichen Landkreis Diepholz - wird ebenfalls vor Straßenglätte und Frost in der Nacht von Samstag auf Sonntag gewarnt. Örtlich können die Sturmböen die Windstärken 8 bis 9 - 85 bis 95 Kilometer pro Stunde - erreichen. Erst am Montagmorgen wird mit nachlassenden Schneefällen gerechnet.

Unwetterwarnung in Niedersachsen: Erste Zugverbindungen fallen aus

Schon jetzt gibt es aufgrund der Unwetterwarnung erste Beeinträchtigungen im Zugverkehr. Zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein fallen Fernverkehrszüge aus. Zwischen Bremen und Norddeich-Mole und Münster und Norddeich-Mole fahren am Samstag und Sonntag keine Intercity-Züge, teilt die Deutsche Bahn mit. Auch zwischen Hannover und Bremen fallen einzelne Züge der Linie RE1/RE8 aus. Fahrgäste sollten sich vor Fahrtantritt online über die Verbindungen informieren. Bei den Privatbahnen Metronom, Enno, Erixx gibt es derzeit noch keine Behinderungen. (jdw)

Update vom 6. Februar, 10.32 Uhr: Extrem starke Schneefälle, stürmische Böen, Schneeverwehungen und Glatteis werden an diesem Wochenende in Niedersachsen erwartet. „Die Auswirkungen dieser Wetterlage werden dramatisch sein“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Feuerwehr und Katastrophenschutz, Polizei, Verkehrsbetriebe und Bahnen, Straßenmeistereien und Räumdienste bereiteten sich auf ein herausforderndes Wochenende vor. Die Meteorologen rechneten damit, dass der südliche Teil Niedersachsens besonders betroffen sein wird.

Extremwetter in Niedersachsen: Wetterdienst warnt vor Glatteis und Stromausfällen

Die Menschen dort sollten sich darauf einstellen, dass der Strom ausfallen und das Haus wegen Glatteis nicht verlassen werden kann, wie Franz Molé, Leiter der Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD, sagte. Demnach werden ab Samstagnachmittag heftige Schneefälle und Schneeverwehungen im Emsland und südlichen Niedersachsen erwartet. Bis zu 40 Zentimeter Schnee sind demnach möglich. Im äußersten Süden Niedersachsens, in Nordrhein-Westfalen, Nordhessen und Thüringen bis nach Sachsen sei mit Glatteis zu rechnen.

Molé sprach von „unterkühltem Regen, der schlagartig gefriert“. Wenn sich dieser Eispanzer auf Stromleitungen festsetze, könne es Kurzschlüsse geben oder die Leitungen rissen ab. Straßen und Bahnschienen könnten unpassierbar sein. Ursache für das zu erwartende Extremwetter in Niedersachsen ist nach DWD-Angaben eine Wetterscheide über der Mitte Deutschlands. Von Süden führe ein Tief feuchtwarme Luft heran, von Nordosten lasse ein Hoch eiskalte stürmische Luft einströmen.

Unwetter-Warnung für Niedersachsen: Züge können ausfallen - bis zu 40 Zentimeter Neuschnee

Die Deutsche Bahn und die Privatbahnen Metronom, enno und erixx warnten, dass ab Samstagnachmittag Züge ausfallen könnten, selbst wenn überall zusätzliches Personal im Einsatz sei. Auf mögliche Störungen stellten sich auch die Betreiber der Stromnetze ein. Beim Technischen Hilfswerk Niedersachsen hieß es: „Unsere Ortsverbände machen die Fahrzeuge fit. Schneeketten werden angelegt, Frostschutzmittel wird aufgefüllt.“ (dpa)

In Niedersachsen werden extreme Schneefälle erwartet. Die Winterdienste sind vorbereitet.

Update vom 5. Februar, 16 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt inzwischen offiziell vor langanhaltenden und mitunter kräftigen Schneefällen. In diesem Zeitraum von Samstagabend bis Montag muss insgesamt mit 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee, vereinzelt auch mit bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gerechnet werden. Erschwerend sind im Zusammenhang mit stürmischem Ostwind sind zusätzlich starke, teils auch extreme Schneeverwehungen zu erwarten. Es sei mit massiven Behinderungen im Schienen- und Straßenverkehr zu rechnen. 

Wetterdienst warnt vor extremen Schneeverwehungen in Niedersachsen

Update vom 5. Februar, 8.30 Uhr: Befindet sich Niedersachsen ab Sonntag im „white Lockdown“? Nach einem meist ruhigen Freitag wird es am Wochenende turbulent. Dabei soll sich nach Angaben von Meteorologen eine brisante Grenzwetterlage aufbauen, die eisige Luft im Nordosten von Frühlingsluft im Südwesten trennt. Gefrierender Regen, Schneemassen und ein ausgewachsener Schneesturm werden erwartet. Zudem soll es im Norden stürmisch bleiben, sodass mit Schneeverwehungen zu rechnen ist. Die brisante Grenzwetterlage bleibt aller Voraussicht nach, auch in der neuen Woche erhalten.

Update 4. Februar, 16 Uhr: Extreme Wetter-Unterschiede werden in Deutschland erwartet, wo genau die Grenze sein wird, ist noch offen. Nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden voraussichtlich Niedersachsen und Bremen am stärksten betroffen sein. Zwischen Bremen und der Lüneburger Heide sowie südlich von Bremen könnten am Sonntag 20 bis 30 Zentimeter Schnee fallen, sagte DWD-Meteorologin Franka Nawrath. Bei stürmischem Wind seien Schneeverwehungen möglich. Manche erinnern sich da an die Schneekatrastrophe im Winter 1978/1979 in Norddeutschland.

Unwetter-Warnung vor ungewöhnlich viel Schnee in Niedersachsen

Ursprüngliche Meldung vom 3. Februar: Niedersachsen - In Deutschland herrschen derzeit große Wettergegensätze zwischen Nord und Süd - das Wetter in der Bundesrepublik ist derzeit ein Mix aus Polar- und Frühlingsluft. Nachdem der Winter Niedersachsen eingeholt hatte, scheint es am Mittwoch nun eine kleine Wetter-Trendwende zu geben: Plustemperaturen im einstelligen Bereich und Regen dominieren in weiten Teilen Niedersachsen bis zum Wochenende, nur im äußerten Norden halte sich die Polarluft wacker.

LandNiedersachsen
Bevölkerung7,982 Millionen
HauptstadtHannover
Fläche47.614 km²

So viel Schnee, wie nun erwartet wird, gab es im Norden lange nicht. Doch die Wettergegensätze über Deutschland bleiben groß und nehmen sogar noch zu. „Bis zum Wochenende präsentiert sich das Wetter in den meisten Landesteilen wechselhaft und mild. Zum nächsten Wochenende werden die Gegensätze dann noch größer“, weiß Meteorologe Björn Goldhausen. 

Eine Luftmassengrenze genau über Deutschland trennt dann eisige Polarluft im Norden von sehr milder Frühlingsluft im Süden. Deshalb könne das Wetter zum Wochenende turbulent werden. Denn vor allem da, wo warme auf kalte Luft trifft, sei mit extrem starken Niederschlägen zu rechnen.

Niedersachsen: Sehr große Mengen an Neuschnee am Wochenende

Goldhausen erklärt: „Während es auf der ‚warmen Seite‘ länger anhaltend und kräftig regnet, schneit es auf der ‚kalten Seite‘ meist.“ Nach derzeitigem Stand würden die Wettermodelle dabei sehr große Neuschneemengen in Niedersachsen berechnet haben. Selbst im Flachland seien demnach regional 20 bis 40 Zentimeter Schnee möglich, örtlich komme es wie bereits am Dienstag auch wieder zu gefrierendem Regen. Somit dürfte es erneut zu vereisten Straßen kommen, sodass die Unfallgefahr wieder deutlich erhöht ist.

Der Winter pausiert nur kurz: Schon am Wochenende soll wieder viel Schnee über Niedersachsen fallen.

Aufgrund der großen Temperaturgegensätze zwischen Nord und Süd wird auch der Wind ein Thema werden. „Besonders auf der kalten Seite der Luftmassengrenze frischt dieser nämlich immer mehr auf. Selbst ein ausgewachsener Schneesturm mit gefühlten Temperaturen im zweistelligen Minusbereich ist dann denkbar“, erläutert der Meteorologe. An den Küsten würden durch die Gischt - also dem Schaum auf dem Wasser - dann wahre Eislandschaften entstehen.

Unwetter-Warnung: Prognose noch unsicher

Goldhausens Fazit ist: „Was wir wissen: Zum Wochenende werkelt das Wetter an einer Unwetterlage, wie wir sie schon lange nicht mehr erlebt haben. Unsicher ist, wo genau der Übergangsbereich zwischen warm und kalt liegen wird und somit wo genau mit viel Schnee und Sturm zu rechnen ist.“ Am wahrscheinlichsten sei dies in Niedersachsen der Fall, es gibt aber auch Lösungen, wo eher die Landesmitte betroffen ist. Aus diesem Grund sind belastbare Prognosen für das Wochenende derzeit noch kaum möglich“, wie hna* ebenfalls berichtet.

*24hamburg.de, nordbuzz.de, deichstube.de und hna.de sind Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden

Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden

Vettel ohne Chance bei nächstem Hamilton-Sieg

Vettel ohne Chance bei nächstem Hamilton-Sieg

Linke Demos zum 1. Mai - Krawalle in mehreren Städten

Linke Demos zum 1. Mai - Krawalle in mehreren Städten

Meistgelesene Artikel

Niedersachsen lockert: Aber nicht für alle – das dürfen Hotels und Tourismus

Niedersachsen lockert: Aber nicht für alle – das dürfen Hotels und Tourismus

Niedersachsen lockert: Aber nicht für alle – das dürfen Hotels und Tourismus
Niedersachsen lockert bei Tourismus und Gastronomie – doch es fehlen Arbeitskräfte

Niedersachsen lockert bei Tourismus und Gastronomie – doch es fehlen Arbeitskräfte

Niedersachsen lockert bei Tourismus und Gastronomie – doch es fehlen Arbeitskräfte
Corona-Lockerungen: Diese Regeln gelten ab Montag in Niedersachsen

Corona-Lockerungen: Diese Regeln gelten ab Montag in Niedersachsen

Corona-Lockerungen: Diese Regeln gelten ab Montag in Niedersachsen
70 Euro für 90 Minuten: Hier könnt ihr ein Freibad für euch mieten

70 Euro für 90 Minuten: Hier könnt ihr ein Freibad für euch mieten

70 Euro für 90 Minuten: Hier könnt ihr ein Freibad für euch mieten

Kommentare