Unwetterwarnung

Sturm Klaus fegt über Niedersachsen hinweg - Luis folgt in Kürze

Stürmischer Donnerstag in Norddeutschland - der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet verbreitet Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten um die 100 Kilometer pro Stunde. In Bremen ist eine Bahnstrecke gesperrt.

Update vom 11. März, 15.30 Uhr: Ein massiver Baum ist in den Mittagsstunden auf die Bahnstrecke zwischen Bremen-Burg und Bremen-Vegesack gestürzt. Dabei riss der Baum die Oberleitung nach unten. Ein Zug, der gerade in den Bahnhof Beckedorf einfahren wollte, konnte rechtzeitig halten. Die 19 Passagiere wurden von Feuerwehrleuten über die Gleise zum Bahnhof geführt. Am Nachmittag sägte die Feuerwehr den massiven Stamm in handliche Stücke, um die Gleise zu befreien.

Die Reparaturarbeiten werden allerdings noch bis zum Freitagmittag andauern. Bis dahin ist der Bahnverkehr in Bremen-Nord eingestellt. Bei dem Baum handelt es sich laut Angaben der Feuerwehr um eine Buche mit einem Stammumfang von 90 Zentimetern. Mit drei Kettensägen rückten die Einsatzkräfte der Pflanze zu Leibe.

Eine massive Buche ist auf die Bahnstrecke von Bremen-Vegesack nach Bremen-Burg gestürzt.

Update vom 11. März, 13.05 Uhr: „Nach dem Sturm ist vor dem Sturm und nach dem Winter ist vor dem Winter. Das fasst die Aussichten beim Wetter in der nächsten Zeit ziemlich treffend zusammen“, sagt Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von Wetter-Online. „Von frühlingshaftem und windstillem Hochdruckwetter sind wir derzeit meilenweit entfernt. Nachdem der wilde Klaus uns verlassen hat, rauscht auch schon der stürmische Luis heran. Dieser hat nicht nur viel Wind im Gepäck, sondern er läutet auch eine spät winterliche Phase ein.“

Meldung vom 11. März, 9.45 Uhr: Die Menschen in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein müssen sich auf einen stürmischen Donnerstag einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet im Flachland verbreitet schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten um die 100 Kilometer pro Stunde. An der Nordsee, auf dem Brocken und bei kräftigen Regenschauern mit Gewittern könne es auch orkanartige Böen mit bis zu 110 Kilometer pro Stunde geben. Der DWD gab für die Küstengebiete in Niedersachsen und Schleswig-Holstein deshalb eine Unwetterwarnung für den Donnerstagnachmittag heraus. „Am Donnerstag empfiehlt es sich, am besten zu Hause zu bleiben“, hatte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes bereits Mittwoch gesagt. Das berichtet auch *nordbuzz.de.

BundeslandNiedersachsen
HauptstadtHannover
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MinisterpräsidentStephan Weil (SPD)

Erste Ausläufer des Sturmtiefs Klaus waren bereits am Donnerstagmorgen an der Nordseeküste zu spüren. Die Polizeien und Rettungsleitstellen meldeten aber zunächst keine Vorkommnisse.

Wetter: Sturm Klaus mit viel Wind aber ohne Sturmflut

Städte und Fährbetriebe im Norden und Nordwesten Deutschlands haben sich auf den Sturm eingestellt. In Hannover warnte die Stadtverwaltung vor dem Betreten der städtischen Wälder. Der Berggarten in Herrenhausen und der Stadtpark etwa bleiben am Donnerstag geschlossen. Die Stadt Braunschweig sagte wegen des angekündigten Sturms Wochenmärkte ab.

In Schleswig-Holstein kündigte die Wyker Dampfschiffs-Reederei bereits an, dass wegen des erwarteten Sturmtiefs am Donnerstag die Verbindungen zwischen Schlüttsiel und den Halligen ausfallen. Für den Fährverkehr zwischen den Ostfriesischen Inseln und dem Festland wurden zunächst kaum größere Einschränkungen erwartet - bei den Fähren von und nach Spiekeroog kommt es zu geänderten Abfahrtszeiten.

Sturmtief „Klaus“ bringt am Donnerstag orkanartige Böen nach Niedersachsen. (Symbolbild)

Für den Fährverkehr zwischen den Ostfriesischen Inseln und dem Festland wurden zunächst kaum größere Einschränkungen erwartet - bei den Fähren von und nach Spiekeroog kommt es zu geänderten Abfahrtszeiten. Die Behörden erwarteten zwar an der Nordseeküste leicht erhöhte Wasserstände zum Mittags- und Abendhochwasser. Eine Sturmflut wurde aber nicht prognostiziert.

Die Deutsche Bahn gab bereits bekannt, dass Aufgrund der aktuellen Wetterwarnungen könne es im Regional- und Fernverkehr zu Beeinträchtigungen kommen.

In der Nacht zum Freitag sollen die Böen zwar etwas nachlassen, am Sonnabend folgt bereits das nächste Sturmtief. Auch dann erwarten die DWD-Meteorologen wieder Schauer und Gewitter mit teils schweren Sturmböen.

Wetter: Welche Versicherungen haften für welche Sturmschäden

Wenn Sturm Klaus Niedersachsen verlassen hat, steht Luis schon in den Startlöchern. Beide Stürme können Schäden durch umfallenden Bäume anrichten und dann stellt sich die Frage: Wer zahlt? Die Versicherungen springen nicht immer ein. „Die Versicherung zahlen für Sturmschäden in der Regel ab Windstärke 8, was einer Windgeschwindigkeit von mehr als 62 Kilometern pro Stunde entsprichterklärt Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline. Für den Nachweis kann man zum Beispiel das Archiv von Wetterportalen nutzen.

Wenn ein gesunder Baum auf das eigene Haus stürzt, zahlt in der Regel die eigene Wohngebäudeversicherung den Schaden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den eigenen Baum oder den eines Nachbarn handelt. Anders sieht es aus, wenn der Baum bereits einen Vorschaden hatte. Für Detailfragen kann die Versicherung Auskunft geben. 

In den kommenden Tagen wird es stürmisch. (Symbolbild).

Anders sieht es aus bei zerborstenen Glasscheiben oder abgedeckten Dächer. Dann zahlt meist die Wohngebäudeversicherung. Die Teilkaskoversicherung erstattet in der Regel die kompletten Kosten für verbeultes Blech oder kaputte Scheiben am Auto. Wenn Möbel oder Haushaltsgeräte durch Blitzschlag oder infolge einer zerborstenen Scheibe beschädigt wurden, dann zahlt die Hausratversicherung. dpa/awt * kreiszeitung.de und nordbuzz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christian Butt

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