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Wetten, dass..? in der Nordsee: Surfbrett gegen Katamaran

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Von: Andree Wächter

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Spaß und Umweltschutz: Diese beiden Bausteine werden bei einer Wette vereint. Tatort ist im Juli die Nordsee-Insel Helgoland.

Helgoland - Ob Thomas Gottschalk am 12. Juli auf der Nordsee-Insel Helgoland sein wird, ist nicht übermittelt. An diesem Dienstag steigt dort eine Wette, die in der Fernsehsendung „Wetten, dass..?“ gute Chancen auf den Titel „Wettkönig“ gehabt hätte. Es geht um die Frage: Kann ein Surfer mit Elektroantrieb schneller übers Meer düsen als ein Katamaran? Der Bürgermeister von Helgoland will das ausprobieren. Mit der Wette will er gleichzeitig für plastikfreie Häfen werben – und Geld sammeln. Für viele ist die Nordseeinsel ein beliebtes Urlaubsziel.

InselHelgoland
BürgermeisterJörg Singer
WahrzeichenLange Anna
LandkreisPinneberg

Die Wette: Helgolands Bürgermeister Jörg Singer will auf einem Surfboard mit Elektroantrieb gegen den Hochgeschwindigkeits-Katamaran HSC „HalunderJet“ eine halbe Seemeile (circa 925 Meter) lang um die Wette fahren. Unter der Überschrift „Lange Anna Challenge“ wollen der Insel-Chef Jörg Singer und die Reederei FRS Helgoline sowie weitere Partner für saubere Häfen werben. Beide erreichen Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 65 Kilometer pro Stunde.

Gleichzeitig soll mit dem publikumswirksamen Wettbewerb ein Projekt ins Leben gerufen werden, das die Häfen von Meeres- und Plastikmüll befreien soll. Am Dienstag, 15. März besiegelten Singer und Birte Dettmers, Geschäftsführerin der FRS Helgoline die Wette.

Nordsee: Helgoland will weniger Plastik im Hafen

„Auf diesen Green Deal gegen Meeresmüll und für plastikfreie Häfen schlage ich gerne ein. Diese Wette unterstreicht, dass wir uns noch sehr viel schneller und mutiger, als bisher, unseren Umweltherausforderungen stellen müssen“, so Bürgermeister Singer. Und FRS-Helgoline-Geschäftsführerin Birte Dettmers ergänzt: „Die Verschmutzung der Meere ist ein ernstes Thema, auch die Tierwelt auf Helgoland leidet hierunter. Es ist daher eine Herzensangelegenheit von FRS Helgoline dieses Projekt mit ins Leben zu rufen. Wir hoffen, dass wir mit unserer Wette viel Aufmerksamkeit und somit weitere Unterstützer für das Projekt gewinnen können.“

Für mehr Umweltschutz sollen innovative Meeresmülleimer in den fünf Helgoländer Häfen installiert werden. Laut Herstellerangaben wird das Nordseewasser durch die Wirkung einer Tauchwasserpumpe umgewälzt. Während das Wasser durch den Auffangbeutel fließt, hält der Meeresmülleimer alle Meeresschuttstücke von zwei Millimeter oder mehr zurück. Auf der Seabin-Seite heißt es weiter: „Der Seabin fängt schätzungsweise 1.5 Tonnen Meeresschutt pro Jahr (abhängig von Wetter und Abfallvolumen).“ Der Unterschied zu anderen Systemen: Die Meeresmülleimer werden im Hafen installiert und nicht auf offener See.

Vor der Nordseeinsel Helgoland findet eine Wette statt: Surfboard mit Elektroantrieb gegen den Hochgeschwindigkeits-Katamaran.
Vor der Nordseeinsel Helgoland findet eine Wette statt: Surfboard mit Elektroantrieb gegen den Hochgeschwindigkeits-Katamaran. © Thorsten Baering/imago

Die Umsetzung soll rund 30.000 Euro kosten. Etwa die Hälfte davon ist über Sponsoren bereits sichergestellt, heißt es. Der Rest soll über die rasante Wette im Sommer eingeworben werden. Natürlich kann auf der Seite langeanna.de schon abgestimmt werden, wer das Rennen wohl gewinnen wird.

Mit im Boot ist auch das Alfred-Wegener-Institut (AWI) auf Helgoland, das mit dem Schülerlabor Opensea den Meeresschutz erleb- und begreifbar macht. Über die Insel schreibt das AWI: Helgoland ist seit über 100 Jahren ein gefragter Forschungsstandort in der Meeresforschung. Mit über 1000 Arten, davon rund 400 Tier- und 600 Pflanzenarten, ist Helgoland ein Hotspot der Biodiversitätsforschung und das „Galapagos der Deutschen Bucht“. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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