Nabu gibt Tipps

Wespen in Niedersachsen: Völker breiten sich ungehindert aus – Lebensgefahr für Allergiker

Wespen in Niedersachsen sorgen landesweit für Ärger in der Bevölkerung. Insbesondere für Allergiker kann ein Stich Lebensgefahr bedeuten. Der Nabu gibt Tipps gegen die Plage.

  • Wespen in Niedersachsen: Warmer Frühling sorgt für Vermehrung der Völker.
  • Angstschweiß kann zu Wespen-Angriffen führen.
  • Wespenstiche sind für Allergiker lebensgefährlich.

Hannover – Die Wespen haben in Niedersachsen derzeit Hochsaison: Nach Einschätzung des Naturschutzverbandes Nabu sind in diesem Sommer zwar nicht mehr unterwegs als im vergangenen, das Jahr sei aber bisher gut für die Tiere gewesen. Der eher warme und wenig regenreiche Frühling habe gute Bedingungen geboten. „Im Moment ist die Hauptzeit der Wespen“, sagte Nabu-Sprecher Philip Foth in Hannover *. Die Völker hätten mit bis zu Tausend Tieren ihre maximale Größe erreicht.

Wissenschaftlicher Name:Vespinae
Familie:Faltenwespen (Vespidae)
Höhere Klassifizierung:Faltenwespen
Ordnung:Hautflügler
Rang:Unterfamilie
Unterfamilie:Echte Wespen

Wespen in Niedersachsen: Nabu-Sprecher warnt vor Angstschweiß - vorsichtiges Wegschieben möglich

Der Nabu-Sprecher empfahl dringend, beim Kontakt mit den Tieren Ruhe zu bewahren. Auf keinen Fall solle man bei ungebetenen Mitessern um sich schlagen oder versuchen, die Wespen wegzupusten. Das Kohlendioxid in der Atemluft sei ein Alarmsignal für die Tiere.

Wespen in Niedersachsen konnten sich in diesem Jahr ungehindert vermehren. Dieses Exemplar frisst sich in der Region Hannover durch einen Apfel.

Der Nabu-Sprecher riet vielmehr zu einem vorsichtigen Wegschieben mit der Hand. Angstschweiß könne in Einzelfällen Angriffe auslösen, warnte er. In Nordrhein-Westfalen kam es zuletzt zu einem Wespenangriff an einer Schule mit mehreren Verletzten, berichtet kreiszeitung.de * . Normalerweise reagierten die Tiere bei der Nahrungssuche aber nicht aggressiv - die Wespen in Niedersachsen seien in diesem Jahr auch nicht aggressiver als sonst.

Wespen in Niedersachsen: Wespenstiche – bei Symptomen ärztliche Hilfe aufsuchen

Nach einem Stich sollte man Ruhe bewahren, riet Foth. Bei Menschen ohne allergische Reaktion sei ein Wespenstich in der Regel ungefährlich. Nur bei Symptomen wie Ohnmacht, Schwindel, Übelkeit oder bei Stichen im Mund sollte sofort ärztliche Hilfe gesucht werden.

Die Larven der Wespen, die vor allem tierische Proteine benötigten, seien inzwischen versorgt, erklärte der Nabu-Sprecher. Im Spätsommer hätten die Wespen ihre Arbeit für den Nachwuchs im Bau erledigt und müssten nun nur noch sich selbst versorgen. „Dabei sind sie vor allem auf der Suche nach Süßem, etwa Kuchen und Eis.“ Ein einfaches Rezept hilft, die Wespen-Plage zu beseitigen, berichtet nordbuzz.de *.

Wespen in Niedersachsen: Dieses einfache Mittel hilft bei Insektenstichen

Ob Biene, Wespe oder Hornisse: Schwillt die Haut nach einem Insektenstich an, hilft Kühlen. „Wichtig ist auch: nicht kratzen“, sagt Hautarzt Christoph Liebich aus München. „Je mehr man herum manipuliert an dem Stich, desto stärker wird die Reaktion“, erklärt der Mediziner vom Berufsverband Deutscher Dermatologen.

Bei Bienen bleibt der Stachel oft in der Haut stecken. In der Regel hängt er jedoch nicht sehr fest und lässt sich leicht herausziehen - mit den Fingern oder mit einer Pinzette, rät Liebich. Es sei normal, dass die Haut nach Stichen von Bienen, Wespen oder Hornissen stark anschwelle. Allerdings sollte sich die Einstichstelle nach ein, zwei Tagen verbessern und weniger schmerzen. „Wenn nicht, lässt man es lieber abklären.“

Wespen in Niedersachsen: Stiche können für Allergiker lebensbedrohlich sein – Notfallset hilft

Für Allergiker können Stiche von Bienen oder Wespen lebensbedrohlich sein. Wer von der Allergie weiß, hat für den Ernstfall bei Ausflügen in Niedersachsen lieber ein Notfallset mit bestimmten Medikamenten dabei. Wichtig sei aber, „auch nach der Anwendung dieses Sets einen Arzt aufzusuchen, um sich nochmal untersuchen zu lassen“, betont Liebich. Gefahr kann auch von der Asiatischen Hornisse ausgehen, die sich gerade in Deutschland ausbreitet, wie 24hamburg.de/tiere * berichtet.

Wenn man noch nichts von einer Allergie weiß? „Herzrasen, Atemnot, Kreislaufbeschwerden und Ohnmacht sind Symptome eines allergischen Schocks“, so Liebich. Dann sollte man die 112 anrufen. Auch Mücken können einem den Tag in der Sonne vermiesen. Nach einem Stich hilft Kälte gegen den Juckreiz.

Eine Art ist besonders garstig, so Liebich: „Fiese Stichreaktionen auf der Haut verursacht aufgrund der Zusammensetzung des Speichels die Kriebelmücke.“ Die Stelle röte sich und werde sehr dick - das sei jedoch normal. Ein Hitzestift helfe hier oder eine entzündungshemmende Creme mit etwas Cortisol. (dpa) / * kreiszeitung.de, nordbuzz.de und 24hamburg.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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