Impfen lassen oder Kündigung!

Wer ungeimpft ist, wird gefeuert: Fluggesellschaft setzt auf Impfpflicht

Als erste Fluggesellschaft führt Swiss International Air Lines eine Impfpflicht für seine Mitarbeiter ein. Wer sich nicht daran hält, fliegt!

Die Coronakrise hat starke Auswirkungen auf Fluggesellschaften. So wurde bereits zu Anfang der Krise die Zukunft vieler Flugschülerinnen und Flugschüler von Lufthansa auf Eis gelegt. Nun droht ungeimpften Besatzungsmitgliedern der Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines die Entlassung. Wer bis Ende Januar 2022 noch auf eine vollständige Corona-Impfung verzichten würde, müsse bis Ende 2022 mit einer Kündigung rechnen.

FluggesellschaftSwiss International Air Lines
HauptsitzBasel, Schweiz
Umsatz4,95 Milliarden CHF (2017)
Gründung1. April 2002, Bern, Schweiz

Mitarbeiter, die mehr Zeit für die Entscheidung zur Impfung benötigen, können ihr Arbeitsverhältnis für rund sechs Monate ruhen lassen. Für Personen, die sich nicht impfen lassen können, würden individuelle Lösungen gesucht werden, erklärt das Unternehmen. Auch der umstrittene Grünen-Politiker Boris Palmer sprach sich vor der Bundestagswahl dafür aus, ungeimpfte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer feuern zu lassen.

Impfpflicht bei Swiss: Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss mit einer Kündigung rechnen

„Bei Nichterfüllen des geforderten Impfobligatoriums sehen wir uns gezwungen, Maßnahmen aufgrund der Pflichtverletzung gemäß Gesamtarbeitsvertrag (GAV) einzuleiten“, erklärte ein Firmensprecher gegenüber dem Spiegel. Am Montag hätte die Belegschaft intern von der Entscheidung erfahren.

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Die Gründe für diesen Schritt seien unter anderem, dass Swiss so größere Planungssicherheit hätte. Auch der italienische Premier Mario Draghi hatte für Italien eine Impfpflicht angekündigt. In Italien ist für Gesundheitspersonal bereits eine Impfpflicht eingeführt worden. Diesen Schritt geht nun auch Frankreich.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Swiss International Air Lines müssen künftig geimpft sein. (24hamburg.de-Montage)

Ist die Impfpflicht bei der Fluggesellschaft rechtlich durchsetzbar? Swiss-Vertragsklausel macht Impfpflicht möglich

Rechtlich möglich sei diese Impfpflicht laut Angaben von International Air aufgrund einer „seit Jahrzehnten“ bestehenden Klausel in den Arbeitsverträgen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Regeln gelte nicht nur für Personal aus der Schweiz, sondern für die gesamte Besatzung, auch in anderen Ländern. Kabinenpersonal sei demnach sogar verpflichtet, sich bereits bis Mitte November impfen zu lassen.

Swiss ist nicht die einzige Fluggesellschaft, die diesen Schritt gehen möchte. Auch die Lufthansa möchte seine Besatzung zum Impfen verpflichten, jedoch sei es rechtlich in Deutschland schwerer durchzubringen. Die Fluggesellschaft United und die Fluglinie Qantas haben bereits eine solche Impfpflicht im Kampf gegen das Coronavirus eingeführt.

Auch ARD-Schauspielerin Eva Herzig musste diese Erfahrung bereits machen. Nachdem sie sich gegen eine Corona-Impfung entschieden hatte, zog die Produktionsfirma kurzerhand die Reißleine und warf sie aus den Steirerkrimis. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/Bernd von Jutrczenka/dpa

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