Minister wendet sich an Landkreise und Bund

Wenzel macht bei Grundwasserschutz Druck

Hannover - Im Kampf gegen die Grundwasserbelastung durch Düngerückstände der Landwirtschaft macht Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) Druck auf besonders betroffene Landkreise und den Bund.

Von der Bundesregierung forderte er am Wochenende mehr Tempo bei der neuen Düngeverordnung, deren Verabschiedung nicht auf einen Termin nach der Bundestagswahl 2017 verschoben werden dürfte. „Wenn über die Hälfte der Landesfläche Niedersachsens in Bezug auf den Nitratgehalt im Grundwasser als in einem schlechten Zustand befindlich eingestuft wird, dann besteht akuter Handlungsbedarf.“

Wo freiwillige Maßnahmen zum Grundwasserschutz nicht griffen, sei am Ende das Ordnungsrecht notwendig, sagte Wenzel. 24 Landkreise, deren Grundwassermessstellen Werte von mehr als 50 Milligramm Nitrat bei steigender Tendenz angezeigt hätten, seien vom Umweltminister direkt angeschrieben worden. 

„Die Ursachen müssen ermittelt und abgestellt werden.“ Die Grundwasserrahmenrichtlinie der EU und das Wasserrecht mit ihrem Verschlechterungsverbot und Verbesserungsgebot seien das Maß aller Dinge. „Wer sich nicht daran hält, darf sich auch nicht über verschärfte Kontrollen oder drastische Sanktionen wundern.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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