Im Bundesvergleich große Reserven

Weniger Öl- und Gasförderung in Niedersachsen

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Ein RWE-Mitarbeiter bereitet bei Ummern eine Bohrung vor.

Hannover - Angesichts einer sinkenden Öl- und Gasproduktion in Deutschland sucht die Industrie nach neuen Lagerstätten. Die Zahl der Erkundungsbohrungen stieg im Vorjahr auf acht, wie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in seinem am Freitag in Hannover vorgelegten Jahresbericht mitteilte.

Im Jahr 2015 hatte es sechs solcher Bohrungen gegeben. Auch die weitere Entwicklung bereits genutzter Lagerstätten wird gefördert und aktiv vorbereitet. 

Vor allem dank massiver Investitionen im Ölfeld Emlichheim (Grafschaft Bentheim) stieg die Zahl der entsprechenden Bohrungen von 11 auf 18 an. Schon im April hatte das LBEG über die um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 8,6 Milliarden Kubikmeter gesunkene deutsche Gasproduktion im Jahr 2016 berichtet. 

Niedersachsen verfügt über die drittmeisten Ölreserven im Bund

Im Jahr 2006 lag die Produktion noch bei 20 Milliarden Kubikmeter. Auch die deutsche Rohöl-Förderung sank 2016 um 2,4 Prozent auf 2,36 Millionen Tonnen. Die meisten Ölreserven lagern in Schleswig-Holstein (50,8 Prozent), Rheinland-Pfalz (24,9 Prozent) und Niedersachsen (21,1 Prozent). 

Die heimische Förderung hatte 2016 einen Anteil von 2,2 Prozent am deutschen Erdölverbrauch. Bei den Gasreserven ist Niedersachsen Spitzenreiter (98,2 Prozent). Zu dem in Deutschland verbrauchten Gas trug die nationale Förderung 8,3 Prozent bei.

dpa

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