Deutlich mehr Männer als Frauen

Weniger Asylbewerber bekommen Leistungen - Trend hält an

Hannover - Die Zahl der Menschen, die in Niedersachsen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, ist deutlich gesunken. Ende 2016 waren es nach Angaben das Statistischen Landesamts genau 75.401, rund ein Viertel weniger als ein Jahr zuvor, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.

Der rückläufige Trend setze sich in diesem Jahr fort, teilte das Innenministerium mit. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sank 2016 besonders die Zahl derjenigen Menschen, die vom Land in Aufnahmeeinrichtungen untergebracht wurden. Sie sank von etwa 23.000 Ende 2015 auf 3149 Ende 2016. 

Unter den Flüchtlingen waren deutlich mehr Männer (48.170) als Frauen (27.231). Ein Drittel waren Kinder und Jugendliche. Die mit Abstand meisten Asylsuchenden kamen 2016 aus Syrien (14.377), Afghanistan (11.900) und dem Irak (11.564). 

Solange Asylsuchende in Erstaufnahme- oder Gemeinschaftseinrichtungen leben, bekommen sie Dinge des täglichen Bedarfs als Sachleistungen. Dazu gehören Essen, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Mittel zur Gesundheits- und Körperpflege sowie Haushaltswaren. Hinzu kommen medizinische Leistungen und Taschengeld bis zu 135 Euro. 

Wer nicht in einer Gemeinschaftsunterkunft lebt, kann die Grundleistungen auch in Form von Geld bekommen. Alleinstehende erhalten dann bis zu 216 Euro monatlich.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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