Verdacht der Vorteilsnahme

Neues Ermittlungsverfahren gegen Wolfsburgs Polizeichef Podehl

Braunschweig - In der Wolfsburger Polizeiaffäre gibt es ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen den bisherigen Inspektionsleiter Hans-Ulrich Podehl. Dabei geht es um den Verdacht der Vorteilsnahme, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Dienstag mit.

Einzelheiten wollte die Behörde nicht nennen, da die Ermittlungen noch am Anfang stünden. Podehls Anwalt Michael Hoppe erklärte, sein Mandant habe keinen Anhaltspunkt, wie die Vorwürfe entstanden seien. "Er kann sich die Anschuldigungen nicht erklären."

Die Ermittlungen gegen den 60-jährigen bisherigen Inspektionsleiter wegen Stalking-Vorwürfen waren am Montag eingestellt worden. Der leitende Beamte war in Verdacht geraten, seine 25 Jahre jüngere Kripo-Chefin mit Whatsapp-Nachrichten belästigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte am Montag erklärt, das Verhalten habe nicht die Grenze zur Strafbarkeit überschritten.

Die bislang ausgesetzten Disziplinarverfahren gegen Podehl und Braunschweigs Polizeipräsidenten Michael Pientka könnten nun wieder aufgenommen werden. Pientka hatte zunächst die betroffene Kripo-Chefin auf eigenen Wunsch versetzt, nachdem er von den Anschuldigungen erfahren hatte, nicht aber Podehl. Erst später wurde auch dieser versetzt. Überdies stellte Pientka Podehl noch nach Bekanntwerden der Vorwürfe eine durchweg positive Beurteilung aus, als dieser sich auf seinen finanziell aufgewerteten Posten bewarb.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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