Weitere 700 Flüchtlinge erreichen Niedersachsen

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In Deutschland werden derzeit Migranten mit Zügen und Bussen auf die Bundesländer verteilt.

Hannover - Nach einer tagelangen Odyssee haben rund 700 Flüchtlinge am Sonntagmorgen Niedersachsen erreicht. Sie waren über Ungarn nach Bayern geflüchtet.

In einem Zug kamen die Menschen, darunter viele Familien mit Kindern, in Braunschweig an. Für rund 500 von ihnen ging es danach per Bus ins Wendland. Dort werden die Menschen in Lüchow in einem Gebäude der Polizei Aufnahme finden, das früher für die Unterbringung von Polizisten bei Castor-Transporten genutzt wurde. Die Gebäude wurden in Rekordzeit hergerichtet. „Wir hatten eigentlich erst am Freitag damit gerechnet, dass dort Menschen einziehen. Innerhalb von nur 18 Stunden haben wir es dann aber geschafft, alles vorzubereiten“, sagte der Sprecher der Zentralen Polizeidirektion Hannover, Karsten Wolff.

Am Donnerstag hatte das Land bereits 200 Menschen in Braunschweig untergebracht, die über Ungarn nach Bayern geflüchtet waren. „Für uns ist das innerhalb weniger Tage wieder ein enormer organisatorischer und vor allem personeller Kraftakt“, erklärte Meier. Allerdings hätten sich Kommunen und Hilfsorganisationen in „großartiger Zusammenarbeit“ darauf vorbereitet, auch unerwartet ankommende Flüchtlinge aufzunehmen.

Niedersachsen hat in den vergangenen Tagen rund 2000 zusätzliche Plätze für Flüchtlinge geschaffen, um die Erstaufnahmeeinrichtungen zu entlasten. Diese Zahl soll weiter steigen. Im Landkreis Hameln-Pyrmont sollen kommende Woche bis zu 300 Kriegsflüchtlinge in der ehemaligen Linsingen-Kaserne untergebracht werden. In der Lützow-Kaserne Schwanewede sollen am 16. September bis zu 1000 Migranten einziehen.

Auch das Bundesland Bremen kündigte an, 70 Flüchtlinge aufzunhemen. „Alle Länder waren sich einig, dass Bayern das allein nicht schaffen kann“, sagte die Senatorin für Soziales, Anja Stahmann. „Es ist ein Akt der Solidarität unter den Ländern und damit eine Selbstverständlichkeit, dass wir Bayern in dieser Situation nach unseren Möglichkeiten unterstützen.“

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