Weil zu Flüchtlingszahlen: "Wir haben eine Notsituation"

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Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Foto: Holger Hollemann/Archiv

Hannover - Die steigenden Flüchtlingszahlen in Deutschland haben nach Ansicht des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) Krisenniveau erreicht.

"Ich denke, wir sollten nicht drum herum reden: Wir haben eine Notsituation", sagte er am Mittwoch nach dem Besuch der größten kommunalen Flüchtlingseinrichtung des Landes, Hannovers früherem Oststadtkrankenhaus. Die Stadt hat es für rund 730 Flüchtlinge in ein Wohnheim umgebaut. Weil sprach sich für "Null Toleranz" gegenüber rechter Gewalt gegen Ausländer aus und sagte mit Blick auf Anti-Flüchtlings-Proteste in Sachsen: "Ich betrachte das als Schande fürs ganze Land, nicht nur fürs jeweilige Bundesland."

Nach Angriffen von Angehörigen der rechten Szene auf Asylbewerber in Hildesheim haben etwa 220 Menschen auf dem Bahnhofsvorplatz gegen Rassismus demonstriert. Wie die Polizei mitteilte, riefen linksorientierte Bündnisse zu der Veranstaltung unter dem Motto „Solidarität mit den Betroffenen rassistischer Gewalt“ auf. Vom Bahnhofsvorplatz zog die Menge am Dienstagabend durch Teile der Nordstadt. Die Asylbewerber waren am Montag attackiert worden.

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