Bei steigenden Zahlen

Niedersachsen: Weil hält Einschränkungen für Ungeimpfte für „unumgänglich“

Bei steigenden Corona-Zahlen werden Ungeimpfte mit zusätzlichen Beschränkungen rechnen müssen, kündigt der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil an.

Hannover – Ungeimpfte müssen in Niedersachsen mit stärkeren Einschränkungen rechnen. „Wenn die Corona-Infektionszahlen und die Zahlen infizierter Patientinnen und Patienten in den Kliniken deutlich ansteigen, werden Einschränkungen für ungeimpfte Menschen unumgänglich sein“, sagte der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).

Politiker:Stephan Weil
Amt:Ministerpräsident Niedersachsens
Geboren: 15. Dezember 1958 in Hamburg
Partei: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

Grund für die Beschränkungen sei, dass „von dieser Gruppe die Risiken ausgehen“, erklärte der SPD-Politiker. „Das Problem der Infektionen liegt in der Gruppe der Ungeimpften. Also müssten sich auch alle einschränkenden Maßnahmen auf diese Gruppe konzentrieren, und zwar insbesondere dort, wo viele Menschen zusammenkommen.“

Beschränkungen für Ungeimpfte: Risiken gingen laut Weil von dieser Gruppe aus

Geimpfte hätten dagegen schlimmstenfalls einen milden Krankheitsverlauf zu befürchten und seien im Großen und Ganzen nicht ansteckend, betonte Weil. „Die Zahl der Impfdurchbrüche ist überschaubar: ein Mensch auf 4000 Geimpfte.“

Für Kinder und für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen Coronavirus impfen lassen könnten, müsse es besondere Regelungen geben, kündigte Weil an.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält Einschränkungen für Ungeimpfte bei steigenden Zahlen für „unumgänglich“.

In Niedersachsen lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag, 11. September 2021 bei 74,2. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Personen binnen einer Woche ist damit im Vergleich zu Freitag (76,5) leicht gesunken.

Unterdessen plant das Land, die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte zu streichen, die aufgrund einer Quarantäne nicht arbeiten können.

Corona in Niedersachsen: Weil zeigt sich offen für 2G-Modell

Der nächste Schritt könnte laut Weil eine 2G-Option für private Anbieter sein. „Wer die 2G-Regelung für Geimpfte und Genesene einführt, der kann bei Gästen und Besucherinnen und Besuchern auf die Maskenpflicht und auf Abstand verzichten“, erläuterte Niedersachsens Ministerpräsident. Die Regel würde auf freiwilliger Basis erfolgen. „Wir eröffnen den privaten Anbietern Alternativen. Sie können frei entscheiden, nur Geimpfte und Genesene hineinzulassen, um ein ungestörteres Miteinander zu ermöglichen“, erklärte Weil. „Das ist kein staatlicher Eingriff.“

Die Möglichkeit, auf die Maske zu verzichten, bestehe bereits für Clubs und Diskotheken, fügte der SPD-Politiker hinzu. „Hamburg hat damit auch in anderen Bereichen, wie man hört, gute Erfahrungen gemacht“, erklärte er.

Hamburg hat im August das sogenannte 2G-Modell eingeführt. Auch in Bremen fordern Gastronomen die Einführung einer ähnlichen Regel. 2G bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene Zutritt zu bestimmten Einrichtungen erhalten. Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen gilt noch bis zum 22. September. (Mit dpa-Material) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

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