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Militärkonvoi rollt über A1 bei Bremen

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Von: Fabian Raddatz

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Militär-Lkws auf der Autobahn 1 bei Bremen.
Ein Militärkonvoi rollt über die A1 bei Bremen. © NonstopNews

Während in der Ukraine der Putin-Krieg tobt, rollen Militärkonvois durch Niedersachsen und Bremen. Bringt die Nato ihre Truppen in Stellung?

Bremen – Experten sind sich einig: Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine werden auch in Deutschland spürbar sein – und das offenbar nicht nur in Form steigender Energiepreise. Auch das Wort „Weltkrieg“ wurde bereits in den Mund genommen. Augenzeugen haben nun beobachtet, wie niederländische Militärkonvois über die Autobahn A1 bei Bremen rollen.

Bringt die Nato hier etwa ihre Truppen in Stellung? Immerhin hat Generalsekretär Stoltenberg angekündigt, zusätzliche Truppen an die Ostflanke des Bündnisses zu schicken – als Reaktion des Angriffs von Russland auf die Ukraine. Man sehe zwar nicht die Gefahr eines russischen Angriffs auf einen der Bündnispartner, habe aber zur Abschreckung die Truppenverlegungen als präventive, verhältnismäßige und nicht eskalierende Maßnahme beschlossen, heißt es.

Der Sondergipfel der Nato-Staaten zum russischen Angriff auf die Ukraine hat begonnen.
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg kündigte an, zusätzliche Truppen an die Ostflanke des Bündnisses schicken. Das umfasst Polen und die baltischen Staaten. © Olivier Matthys/dpa

Erklärt das die Militärfahrzeuge auf der A1 bei Bremen, nahe Stuhr? Der Konvoi sei in Richtung Hamburg unterwegs gewesen, berichten Reporter. Doch ob es sich dabei wirklich um einen Teil der in Richtung Nato-Ostflanke entsandten Truppen handelt, ist derzeit völlig unklar.

Militärkonvoi rollt über A1 bei Bremen: Bundeswehr will Nato unterstützen

Doch während die Ukraine auf null Schützenhilfe von der Bundeswehr zählen kann, wollen die deutschen Streitkräfte der Nato zusätzliche Soldaten, Waffensysteme und Kriegsschiffe anbieten, um die Ostflanke zu stärken, berichtet tagesschau.de. Demnach könnte zeitnah eine Infanterie-Kompanie, die etwa 150 Soldaten mit einem Dutzend „Boxer“-Radpanzern umfasst, verlegt werden.

Zusätzlich hat Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht ein „Patriot“-Flugabwehrraketensystem angeboten, das etwa im Baltikum für besseren Schutz sorgen könnte, so tagesschau.de. Zudem stünden auch Marine-Schiffe – eine Korvette und eine Fregatte – bereit, um Nato-Missionen in der Ost- und Nordsee zu unterstützen.

Krieg in der Ukraine: Korvette „Erfurt“ startet Samstagvormittag von Wilhelmshaven aus

Um die Nato-Nordflanke zu unterstützen, soll die Korvette „Erfurt“ am Samstagvormittag von Wilhelmshaven aus aufbrechen und sich einem Nato-Marineverband anschließen, wie die Marine in Wilhelmshaven am Freitag mitteilte. Dieser Verband ist den Angaben zufolge vor allem für die Kontrolle und den Schutz wichtiger Seewege im Nordatlantik sowie in der Nord- und Ostsee zuständig.

Korvette "Erfurt"
Die Korvette „Erfurt“, die derzeit in Wilhelmshaven ankert, soll die Nato-Nordflanke unterstützen. © Danny Gohlke/dpa/Archivbild

Die Verstärkung der Nordflanke der Nato sei ein konkreter Ausdruck für die enge Verbundenheit mit ihren Bündnispartnern, teilte die Marine weiter mit. „Unsere Alliierten und Bündnispartner können darauf vertrauen, dass die Deutsche Marine ihren Beitrag zur Stärkung der Einsatz- und Verteidigungsbereitschaft der Nato leistet.“

Bundeswehr unterstützt Nato mit Militärschiff aus Wilhelmshaven:

Das rund 90 Meter lange Kriegsschiff mit rund 60 Soldatinnen und Soldaten an Bord wird von einer anderen Mission im Mittelmeer abgezogen. Wie die Marine mitteilte, war die Korvette am vergangenen Samstag von ihrem Heimathafen Warnemünde ausgelaufen, um an der UN-Friedensmission Unifil vor der libanesischen Küste teilzunehmen. Aktuell liegt das Schiff in Wilhelmshaven.

Der Marineverband „Standing Nato Maritime Group 1“ besteht laut der Bundeswehr in der Regel aus mehreren Zerstörern und Fregatten sowie einem Versorgungsschiff von Flotten nahezu aller Mitgliedsstaaten der Nato. Deutschland beteiligt sich immer mit einem Schiff.

Ukraine-Krieg: Bundeswehr will Nato mit weiterem Schiff und Luftbetankung unterstützen

Dazu gehört auch das Marine-Aufklärungsschiff „Alster“, das ebenfalls am Samstag von Eckernförde in Schleswig-Holstein aus in die Ostsee auslaufen soll. Nach Marineangaben soll das Flottendienstboot in der Ostsee „Auge und Ohr nicht nur für die Marine, sondern für die gesamte Bundeswehr“ sein.

Das Schiff ist auf das Überwachen von See- und Küstengebieten spezialisiert. Es verfügt dazu über besonders effiziente elektronische, hydroakustische und elektro-optische Sensoren.

Weiterhin beteiligt sich die Bundeswehr an der Luftbetankung von Nato-Flugzeugen entlang der östlichen und südöstlichen Flanke des Bündnisses. Seit Donnerstag war dazu im Luftraum über Rumänien ein A400M unterwegs, wie öffentlich zugängliche Informationen im Internet zeigten.

Mit deutscher Beteiligung fliegen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zudem seit dem Vortag zwei multinational betriebene A330-Tanker über Polen, um dort Kampfflugzeuge der Verbündeten mit Treibstoff zu versorgen. Die Nato hat Sicherungsmaßnahmen im Luftraum verstärkt. (Mit dpa-Material) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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