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Warnung vor Kaspersky: Spioniert Russland den heimischen PC aus?

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Von: Andree Wächter

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Nun erreicht der Ukraine-Krieg die heimischen Rechner. Vor dem beliebten russischen Anti-Virenschutz-Programm Kaspersky wird gewarnt.

Berlin – Virenschutzprogramme gehören auf jeden Computer. Egal ob heimischer privater PC oder Firmennetzwerk. Sie sollen den PC vor ungebetenen Programmen schützen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt nach vor dem Einsatz von Virenschutzsoftware des russischen Herstellers Kaspersky. Das BSI empfiehlt, Anwendungen aus dem Portfolio von Virenschutzsoftware des Unternehmens Kaspersky durch alternative Produkte zu ersetzen. Hintergrund ist der Ukraine-Krieg.

BSI warnt vor Einsatz von russischem Kaspersky-Virenschutz

Das BSI schreibt: „Antivirensoftware, einschließlich der damit verbundenen echtzeitfähigen Clouddienste, verfügt über weitreichende Systemberechtigungen und muss systembedingt (zumindest für Aktualisierungen) eine dauerhafte, verschlüsselte und nicht prüfbare Verbindung zu Servern des Herstellers unterhalten. Daher ist Vertrauen in die Zuverlässigkeit und den Eigenschutz eines Herstellers sowie seiner authentischen Handlungsfähigkeit entscheidend für den sicheren Einsatz solcher Systeme. Wenn Zweifel an der Zuverlässigkeit des Herstellers bestehen, birgt Virenschutzsoftware ein besonderes Risiko für eine zu schützende IT-Infrastruktur.“

Vor dem Einsatz der russischen Antivirensoftware von der Firma Kaspersky wird gewarnt.
Vor dem Einsatz der russischen Antivirensoftware von der Firma Kaspersky wird gewarnt. © Pavel Golovkin/dpa

Das Vorgehen militärischer und/oder nachrichtendienstlicher Kräfte in Russland sowie die im Zuge des aktuellen kriegerischen Konflikts von russischer Seite ausgesprochenen Drohungen gegen die EU, die Nato und die Bundesrepublik Deutschland sind mit einem erheblichen Risiko eines erfolgreichen IT-Angriffs verbunden. Ein russischer IT-Hersteller kann selbst offensive Operationen durchführen, gegen seinen Willen gezwungen werden, Zielsysteme anzugreifen, oder selbst als Opfer einer Cyber-Operation ohne seine Kenntnis ausspioniert oder als Werkzeug für Angriffe gegen seine eigenen Kunden missbraucht werden.

Alle der Virenschutzsoftware können von solchen Operationen betroffen sein. Unternehmen und Behörden mit besonderen Sicherheitsinteressen und Betreiber Kritischer Infrastrukturen sind in besonderem Maße gefährdet. Sie haben die Möglichkeit, sich vom BSI oder von den zuständigen Verfassungsschutzbehörden beraten zu lassen.

Virenschutzsoftware: Alternativen zu Kaspersky

Unternehmen und andere Organisationen sollten den Austausch wesentlicher Bestandteile ihrer IT-Sicherheitsinfrastruktur sorgfältig planen und umsetzen. Würden IT-Sicherheitsprodukte und insbesondere Virenschutzsoftware ohne Vorbereitung abgeschaltet, wäre man Angriffen aus dem Internet möglicherweise schutzlos ausgeliefert. Der Umstieg auf andere Produkte ist mit vorübergehenden Komfort-, Funktions- und Sicherheitseinbußen verbunden. Das BSI empfiehlt, eine individuelle Bewertung und Abwägung der aktuellen Situation vorzunehmen und dazu gegebenenfalls vom BSI zertifizierte IT-Sicherheitsdienstleister hinzuzuziehen.

Doch nicht nur in Deutschland wird gewarnt. In Italien soll Kaspersky-Software bald Geschichte sein. So soll das russische Antivirus-Softwareprogramm nicht mehr in Italiens öffentlicher Verwaltung zur Verfügung stehen, sagte der für den Geheimdienst zuständige Staatssekretär Franco Gabrielli in einem Interview mit dem TV-Kanal „Rete 4“.

Kaspersky gehört zu der oft benutzten Virenschutzsoftware in Deutschland. In Test ist sie immer auf den vorderen Plätzen zu finden. Als Alternative kommen die Produkte wie Norton, McAfee oder Avast Antivirus in Betracht. Kaspersky ist ein russisches Softwareunternehmen, das 1997 von Natalja Kasperskaja und Jewgeni Kasperski gegründet wurde. Das auf die Entwicklung von Sicherheitssoftware spezialisierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Moskau. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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