Diskos und Weihnachtsmärkte dicht

Warnstufe 3 in Niedersachsen: Gesundheitsministerin kündigt Verschärfung an

Ein Mann geht über einen Weihnachtmarkt in Niedersachsen
+
Mit Warnstufe 3 werden auch Weihnachtsmärkte automatisch geschlossen.

Auf Warnstufe 2 folgt 3: Nach Einschätzung von Gesundheitsministerin Daniela Behrens kann es möglicherweise auch zu noch verschärften Corona-Regeln kommen.

Hannover – Die angekündigte Warnstufe 2 ist noch nicht einmal in Kraft, da ist die Rede schon von der nächsten Stufe. Auf einer Pressekonferenz am Dienstag, 30. November 2021, in Hannover erklärte Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens, dass es möglicherweise bald zur höchsten Warnstufe 3 kommen könnte.

Bundesland:Niedersachsen
Fläche:47.614 km²
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019)
Hauptstadt:Hannover

Corona-Warnstufe in Niedersachsen

Neben der Beibehaltung der Corona-Regeln aus Warnstufe 2, sieht Warnstufe 3 laut niedersächsischer Corona-Verordnung zusätzlich verschärfte Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung vor.

Niedersachsen: Diese Maßnahmen sollen ab Warnstufe 3 gelten

  • Weihnachtsmärkte, Diskotheken, Clubs und Bars werden geschlossen.
  • Veranstaltungen mit mehr als 5000 Menschen im Außenbereich sowie 2500 Menschen im Innenbereich werden untersagt.
  • In Warnstufe 3 dürfen sich zeitgleich nur noch bis zu 10 Personen im Innenbereich aufhalten. Für Veranstalter gelten deutlich höhere Auflagen.
  • Für alle über 12-Jährigen gilt laut Verordnung 2G, wenn sie einen Innenraum betreten möchten. Allerdings hat die niedersächsische Landesregierung vor, ab Mittwoch, 1. Dezember 2021, flächendeckend die 2G-Plus-Regel einzuführen.
  •  Kontaktbeschränkungen für nicht geimpfte Menschen.

Wann die höchste Warnstufe 3 in Kraft treten soll, das sei derzeit noch unklar. Die Infektionsdynamik der Corona-Pandemie mache eine Prognose schwer, so Gesundheitsministerin Daniela Behrens. Ohnehin befindet sich Niedersachsen derzeit auf dem Weg in die Warnstufe 2. Ab Mittwoch, 1. Dezember 2021, sollen die 2G-Plus-Regel flächendeckend gelten.

Behrens glaube, dass die für Warnstufe 3 nötigen Werte bei der Krankenhausbelegung, den Covid-Intensivbetten und der allgemeinen Inzidenz nicht „so schnell gerissen“ werden. Umso wichtiger sei es, vorsichtig zu bleiben. „Wir müssen uns vorbereiten. Es geht um vorsorgenden Gesundheitsschutz.“

Warnstufe 3 in Niedersachsen: Manchen Städten und Gemeinden Niedersachsen erfüllten Bedingungen bereits

Befeuert durch die Delta- und Omikron-Varianten spitzt sich die Corona-Lage in Niedersachsen immer weiter zu. Einige Einzelkriterien zur Verhängung der bisher höchsten Pandemie-Warnstufe 3 waren in manchen Städten und Gemeinden Niedersachsens schon zu Beginn dieser Woche erfüllt.

Die Warnstufe 3 wird ausgerufen, wenn der Hospitalisierungswert mehr als 9 beträgt, die regionale Sieben-Tage-Inzidenz bei mehr als 200 liegt und die Intensivbetten mehr als 15 Prozent ausgelastet sind. Das Erreichen der Indikatoren muss an fünf aufeinander folgenden Werktagen erfolgen.

Zusätzlich wolle man eine weitere Kategorie regionaler Hotspots einführen, kündigte SPD-Politikerin Behrens an. Diese solle für Kommunen gelten, in denen die allgemeine Corona-Inzidenz den Wert von 350 Fällen pro 100.000 Einwohner übersteige.

Warnstufe 3 für Niedersachsen: Diese Corona-Regeln gelten bereits

Neben der geplanten Verschärfung ab Mittwoch gelten in Niedersachsen bereits Maßnahmen für das öffentliche Leben: Während sich die Corona-Regeln auf dem Weihnachtsmarkt in den verschiedenen Bundesländern* sehr unterschiedlich verhalten, können die Corona-Regeln im Supermarkt und Discountern wie Edeka, Lidl, Aldi oder Rewe* im Dezember ebenfalls stark voneinander variieren. Derweil muss sich der Einzelhandel auf neue Corona-Regeln einstellen, da in den Geschäften nur noch 2G* erlaubt ist. Dies geht aus den Beschlüssen des Corona-Gipfels in Berlin* hervor.

Ähnlich sieht es auch bei der Verschärfung der Corona-Regeln beim Friseur und weiteren körpernahen Dienstleistungen mit 2G* aus. Am Ende ist es in der vorweihnachtlichen Zeit allerdings entscheidend, wie sich das Pandemie-Geschehen entwickelt. Auch ein deutschlandweiter Lockdown und eine Bundesnotbremse sind weiterhin möglich, wenn das Corona-Geschehen noch weiter an Fahrt aufnimmt.

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