Warnstreiks treffen Niedersachsen und Bremen

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In Niedersachsen und Bremen gibt es erneut ganztägige Warnstreiks im öffentlichen Dienst.

Hannover - Zum zweiten Mal innerhalb von gut einer Woche hat die Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst Niedersachsen und Bremen getroffen. In großen Städten wurde der Nahverkehr dadurch lahmgelegt: Die Busse und Stadtbahnen in Hannover, Braunschweig, Göttingen und Hildesheim standen ganztags still.

Zu Staus oder größeren Verkehrsproblemen kam es am Morgen aber zunächst nicht, hieß es von den Polizeidienststellen. „Insgesamt ist es in der Stadt natürlich sehr voll, aber ernste Schwierigkeiten haben wir nicht“, sagte ein Polizeisprecher in Hannover. Auch aus Göttingen und Braunschweig hieß es, es sei zwar mehr los auf den Straßen als sonst, Probleme gebe es durch die Warnstreiks aber bisher nicht.

Ebenfalls ganztägig von der Arbeitsniederlegung betroffen waren die Müllabfuhr, städtische Kitas, Krankenhäuser, Stadtbüchereien und Schwimmbäder. Zu einer zentralen Kundgebung in Hannover mit dem Verdi-Bundesvorsitzenden Frank Bsirske wurden am Mittag mehr als 10.000 Teilnehmer erwartet. Sie zogen mit Transparenten und Plakaten durch das Zentrum.

Die Gewerkschaften wollen mit ihrem Protest Druck machen für die dritte Tarifverhandlungsrunde am 31. März in Postdam. Die Gewerkschaften fordern für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen eine Erhöhung der Gehälter um einen Sockelbetrag von 100 Euro und dann zusätzlich um weitere 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber diskutieren über eine soziale Komponente, haben aber noch kein konkretes Angebot vorgelegt. Bei der vergangenen Verhandlungsrunde hätten sich die Parteien jedoch bereits angenähert, hieß es anschließend.

Auch in der Tarifauseinandersetzung bei der Deutschen Telekom weitete Verdi die Warnstreiks am Dienstag aus und beteiligte sich an den Demos der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Hier wird am Donnerstag in Hannover weiterverhandelt. Verdi fordert eine Erhöhung der Gehälter um 5,5 Prozent. Die Telekom hatte für die 72 000 Tarifbeschäftigten eine Lohnanhebung von drei Prozent verteilt auf zwei Jahren vorgeschlagen.

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