Verdi fordert sechs Prozent mehr Gehalt

1000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst bei Warnstreiks dabei

Hannover - Beschäftigte des öffentlichen Dienstes im Südosten Niedersachsens haben am Donnerstag die Arbeit niedergelegt. Bestreikt wurden unter anderem Kindertagesstätten, Jobcenter und Stadtwerke in den Städten Salzgitter und Peine sowie im Landkreis Peine, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte.

Insgesamt rund 1000 Beschäftigte beteiligten sich an dem Streik, wegen dem es zu punktuellen Einschränkungen für die Bevölkerung kam. Auch einige Beschäftigte der Landeshauptstadt Hannover streikten.

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen war am Montag in Potsdam ohne ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen. Die Gewerkschaften hatten daraufhin Warnstreiks angekündigt. Verdi fordert für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes sowie für den öffentlichen Personennahverkehr und die Ver- und Entsorger sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro, sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden.

Die Gewerkschaft teilte mit, die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bewiesen hohe Leistungsbereitschaft und erwarteten, an der konjunkturellen Entwicklung teilzuhaben. "Die Wirtschaft boomt, die Steuereinnahmen sprudeln und Fachkräfte werden - auch bei Kommunen, Verkehrs- und Versorgungsbetrieben - händeringend gesucht", sagte Sebastian Wertmüller, Verdi-Geschäftsführer im südöstlichen Niedersachsen.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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