Einschränkungen bis zum Mittag

Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Niedersachsen und Bremen beginnen

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In Hannover legen Beschäftigte der ÜSTRA die Arbeit nieder.

Hannover - Die Gewerkschaft Verdi kämpft um mehr Geld für ihre Mitglieder. In Hannover legen seit Donnerstagmorgen die ersten Beschäftigten ihre Arbeit nieder. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen.

Warnstreiks haben Pendler von Bus und Bahn in Hannover auf eine Geduldsprobe gestellt. Am Donnerstagmorgen legten in der Landeshauptstadt die ersten Beschäftigten im öffentlichen Dienst ihre Arbeit nieder. Die Gewerkschaft Verdi hatte in dem Tarifkonflikt dazu aufgerufen. 

„Die hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra wurden seit dem frühen Donnerstagmorgen bestreikt - es fahren keine Busse und Bahnen“, sagte eine Sprecherin. 

Beschäftigte im Flughafen Langenhagen streikten ebenfalls seit den frühen Morgenstunden. „Noch gibt es nur eine Verspätung im Abflug, alle anderen Flüge laufen bislang planmäßig“, sagte eine Sprecherin des Flughafens. 

Warnstreik bis zum Mittag

Verdi rief bis 12 Uhr zum Streik auf, Reisende müssen hier mit Einschränkungen im Flugverkehr rechnen. In Hannover sollte angesichts des Warnstreiks die Müllabfuhr ausfallen. 

In Niedersachsen sind Arbeitsniederlegungen auch in Osnabrück, Stade und Bremerhaven geplant. In einigen Kitas, Sparkassen, Bibliotheken und Teilen der städtischen Verwaltung wollten Beschäftigte ebenfalls in den Warnstreik treten. 

„Wir können den Kuchen nur einmal verteilen“, sagte Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge zuvor mit Blick auf die Warnstreiks. Mädge könne die Forderungen der Beschäftigten nachvollziehen, die Möglichkeiten der Kommunen seien jedoch begrenzt.

Zentrale Kundgebung in Bremen

Zu zwei zentralen Kundgebungen in Hannover und Bremen erwarteten die Organisatoren insgesamt 8000 Menschen, sagte Matthias Büschking von der Verdi. Die Gewerkschaft fordert in den laufenden Tarifverhandlungen für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten in den Kommunen und beim Bund sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat.

dpa

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