Warnstreiks in Niedersachsen

Öffentliche Einrichtungen lahmgelegt 

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Beschäftigte des Klinikum Region Hannover streiken am Donnerstag vor dem Siloah-Krankenhaus in Hannover. Der Streik in Hannover ist Teil eines bundesweiten Warnstreik im öffentlichen Dienst.

Hannover - Die Arbeitnehmer erhöhen den Druck: Am Donnerstag blieben viele Kitas und öffentliche Einrichtungen geschlossen. Doch das war noch nicht alles.

Mehrere Tausend Mitarbeiter im öffentlichen Dienst in Niedersachsen und Bremen haben vorübergehend die Arbeit niedergelegt. Vor der dritten Verhandlungsrunde im Tarifstreit am 28. April hatten die Gewerkschaften erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen waren besonders Kindertagesstätten und öffentliche Verwaltungen, wie der Sprecher der Gewerkschaft Komba, Oliver Haupt, am Donnerstag sagte.

In Peine blieben am Morgen sechs Kitas geschlossen. Auch in Salzgitter, Braunschweig, Göttingen und im Landkreis Wesermarsch erhöhten die Gewerkschaften den Druck. In Peine veranstalteten die Gewerkschaften am Vormittag eine Demonstration, die sich an den dortigen Landrat und Präsidenten des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Niedersachsen, Franz Einhaus, richtete. Zu dem Protestzug kamen laut Komba-Sprecher rund 1000 Menschen.

Der Warnstreik in Peine zeige, dass die Beschäftigten "Respekt und Wertschätzung für ihre Arbeit erwarten", erklärte der Verhandlungsführer des Beamtenbunds dbb, Willi Russ. Komba-Sprecher Haupt äußerte sich optimistisch, dass die anstehende dritte Verhandlungsrunde die entscheidende sein werde. "Ich bin hoffnungsvoll, dass die Arbeitgeber kompromissbereit und verantwortungsvoll sein werden", sagte er. "Das letzte Angebot können sie selbst nicht ernst gemeint haben."

Bund und Kommunen haben bislang drei Prozent mehr Lohn für zwei Jahre angeboten. Die Gewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung um sechs Prozent. Das bisherige Angebot hätten die Beschäftigten als Provokation empfunden, erklärte Verdi-Landesleiter Detlef Ahting. Verdi hatte die Beschäftigten in Kliniken in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Am Klinikum Region Hannover seien etwa 550 Menschen zu einer Streikversammlung gekommen, in Bremen demonstrierten etwa 100 Klinik-Mitarbeiter.

Weitere Warnstreiks sind für Dienstag geplant. Dann konzentrieren sich die Aktionen auf Hannover. Auch die Verkehrsbetriebe werden bestreikt. Die Messe hat einen Ersatzverkehr mit Bussen angekündigt. Am Mittwoch sollen dann öffentliche Einrichtungen in Wolfsburg bestreikt werden.

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