YouGov-Umfrage in Niedersachsen

Bürger nehmen Cyber-Angriffe zunehmend als Gefahr wahr

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In einer YouGov-Umfrage gaben viele Befragte aus Niedersachsen an, einen Anstieg an Cyber-Angriffen wahrgenommen zu haben.

Hannover - 76 Prozent aller Niedersachsen glauben, dass das Risiko für Unternehmen sehr hoch ist, Opfer eines Cyber- oder Hacker-Angriffes zu werden. Das geht aus einer Umfrage des Beratungsunternehmens YouGov hervor. 70 Prozent der Befragten gaben an, die Zahl von Cyber-Attacken auf Unternehmen habe nach ihrem Empfinden zugenommen.

Seit Anfang des Jahres legten die Cyber-Angriffe „WannaCry“ und „Petya“ weltweit mehr als 300.000 Rechner von Privatpersonen und Unternehmen lahm. Prominentestes Opfer war die Deutsche Bahn, die tagelang keine Anzeigen an den Bahnhöfen und in den Zügen schalten konnte.

„Die Bedrohungslage durch Cyber-Angriffe ist schon seit einigen Jahren unverändert hoch“, sagte der Vorsitzender des Freien Instituts für IT-Sicherheit, Stefan Menge, der Unternehmen ehrenamtlich zu diesem Thema berät. Größer ist die Bedrohung aus seiner Sicht in jüngster Zeit nicht. Was sich aber verändert habe, sei die Sichtbarkeit der Angriffe. „Die letzten Angriffe waren destruktiver, die Auswirkungen für die Menschen deutlicher zu spüren.“

Mit der medialen Aufmerksamkeit für Cyber-Attacken sei jedoch auch die Aufmerksamkeit der Unternehmen für das Risiko gestiegen. Nach „WannaCry“ und „Petya“ kämen jetzt mehr Unternehmen in die Beratung.

Zahl der Anzeigen steigt

Auch die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime des Landeskriminalamtes bemerkt, dass seit Anfang des Jahres vermehrt Anzeige erstattet wird. „Die Dunkelziffer ist vermutlich jedoch noch höher, da Unternehmen einen Hacker-Angriff mit Imageverlusten verbinden“, sagte Matt Angland vom LKA.

Die Folgen von Hackerangriffen könnten Daten- und Identitätsdiebstahl sein, aber auch Erpressung, finanzielle Schäden oder der Ausfall von Infrastruktur.

Die YouGov-Studie wurde bundesweit zwischen dem 12. Juni und dem 19. Juni 2017 durchgeführt, bundesweit wurden 2000 Menschen befragt, darunter 160 in Niedersachsen.

dpa

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