Mit 50 Menschen an Bord

Insel-Fähre bleibt erneut stundenlang im Watt stecken

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Die Fähre „Harlingerland“ ist auf der Fahrt von Wangerooge nach Harlingersiel stecken geblieben.

Wilhelmshaven - Die Natur sorgt immer wieder für Veränderungen im Wattenmeer. Das kann sich auch auf den Fahrplan der Inselfähren auswirken. Manchmal dauert die Überfahrt viel länger als geplant.

Eine Fähre mit 50 Menschen an Bord hat sich auf der Fahrt von der Insel Wangerooge zum Festland für mehrere Stunden im Watt festgefahren. Passagiere und Besatzung brauchten am Mittwoch viel Geduld, nachdem die „Harlingerland“ bei ablaufendem Wasser an einer Sandbank steckengeblieben war. 

Mit dem Nachthochwasser bekam das Schiff wieder genug Wasser unter dem Kiel und konnte die Fahrt nach Harlingersiel aus eigener Kraft fortsetzen. Eine Gefahr für das Schiff und die Menschen habe nicht bestanden, es sei niemand verletzt und kein Schaden erkennbar, sagte eine Sprecherin der Wasserschutzpolizei am Donnerstag. 

Besatzung stellt Versorgung sicher

Während der Wartezeit habe die Besatzung die Versorgung der 42 Passagiere sichergestellt. In der Nacht hatten Beamte der Wasserschutzpolizei bereits erste Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Die Berufsgenossenschaft Verkehr sprach zunächst ein Weiterfahrverbot aus. Spezialisten sollten später das Schiff auf Fahrtauglichkeit untersuchen. 

Die Wangerooge-Fähre hatte bereits im Oktober 2016 nach einem Navigationsfehler einen stundenlangen Zwangsaufenthalt im Watt mit mehr als 280 Passagieren hinter sich. Seenotretter brachten damals ein krankes Kind mit seinem Vater zurück zur Insel.

Immer wieder Vorfälle im Wattenmeer

Normalerweise dauert die Überfahrt nur rund 45 Minuten. Fähren bleiben immer wieder im Wattenmeer zwischen dem Festland und den ostfriesischen Inseln stecken. Ursache der überwiegend harmlosen Havarien sind meistens niedrige Wasserstände bei Ostwind, Veränderungen der flachen und engen Fahrrinnen sowie Verlagerungen von Sand und Schlick durch Gezeiten, Strömungen und Stürme.

dpa

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