Situation spitzt sich zu

Urlaub in Italien: Waldbrände und Corona halten das Land in Atem

In Italien herrscht Chaos. Die Waldbrände treffen das Land schwer. Dazu kommt die steigende Corona-Inzidenz. So ist die Lage des beliebten Urlaubsziels.

Rom – Italien ist hart gebeutelt. Das Land, das anno 2021 bei der Fußball-Europameisterschaft den Titel errungen hat, kommt auf anderen Ebenen gar nicht zur Ruhe. Die Coronavirus*-Pandemie hat, nachdem sie 2020 dort schon enorm zugeschlagen hat, erneut fest im Griff. Wie in vielen anderen europäischen Ländern steigen auch hier die Inzidenzwerte. Teilweise haben Regionen die 100er Marke überschritten.

Land in Europa:Italien
Hauptstadt:Rom
Fläche:301.338 km²
Einwohner:60.026.546 (Stand: 30. Juni 2020)

Und jetzt erschweren auch noch immense Waldbrände die Situation des Landes. Die Gefahr für weitere Brände steigt. Und auch die Inzidenz will einfach nicht stagnieren, geschweige denn sinken.

Inzidenz in Italien: Sieben-Tage-Wert und Corona-Neuinfektionen steigen langsam aber stetig

Tatsächlich stieg sie in den vergangenen Tagen Wochen wieder. Nicht so sprunghaft wie in Spanien, Frankreich oder Großbritannien und dennoch langsam und stetig. Derzeit liegt die Inzidenz in Italien bei 70,9. 5624 Corona-Neuinfektionen fließen in die Corona-Statistik mit ein, während Italien 31 Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV

Neben den bereits bekannten Corona-Spitzenreitern Cagliari (315) auf Sardinien, Caltanissetta (245) und Ragusa Sud (206) hat die Inzidenz auf Sizilien – abgesehen von der Region um Messina – mittlerweile überall die 100er-Marke geknackt.

Inzidenz in der Toskana: Florenz, Livorno und Pistoia weiter detulich über 100 – Pisa gesellt sich dazu

Auf dem Festland ist die Inzidenz in Rimini mit 188 für Urlaube im Auge zu behalten. Darüber hinaus ist die Toskana als beliebte Urlaubsregion von Interesse für Reisende, wenn es um die Entwicklung der Inzidenz inklusive möglicher Corona-Neuinfektionen geht.

Vor allem zwischen Pistoia (148), Florenz (134) und Livorno (143) mit Pisa (140) in der Mitte geht die Inzidenz langsam und kontinuierlich in die Höhe.

Die Lage in Italien im Überblick.

Corona-Inzidenz in Italien: Verschärfte Regelungen seit dem 6. August 2021 – Grüner Pass notwendig

Mehr als 4,4 Millionen der insgesamt rund 60,4 Millionen Bewohnerinnen und Bewohner haben sich in Italien bisher mit dem Coronavirus und seinen Mutationen infiziert. Bisher galten schon lange harte Regeln. Die Delta-Variante breitet sich in Urlaubsregionen aus.

Die Regierung Italiens hat inzwischen aufgrund der wieder gestiegenen Fallzahlen die Corona-Regeln trotz Protesten seit Freitag, 6. August 2021, verschärft*, wie fr.de berichtet. In der Innengastronomie, in kulturellen Einrichtungen, Fitnessstudios und Schwimmbädern müssen Menschen ab einem Alter von zwölf Jahren jetzt den sogenannten Grünen Pass, einen Gesundheitspass, vorlegen.

Mehrere Regionen im Süden Italiens sind von schweren Waldbränden betroffen.

Als seien all die Einschränkungen und Entbehrungen wegen der Coronavirus-Pandemie nicht schon genug, leidet Italien jetzt auch noch unter den Waldbränden, die das Land heimsuchen. Erst kommen wegen Corona und den Beschränkungen kaum oder keine Urlauber, jetzt schrecken diese vor den Bränden zurück und kommen nicht. Oder nehmen Reißaus.

Wo genau in Italien Waldbrände herrschen zeigt eine Echtzeit-Satellitenkarte der NASA. Im „Fire Information for Resource Management System“ (FIRMS) fasst die Weltraumbehörde alle Satellitendaten zu Bränden aus dem Weltall zusammen. Frei zugänglich für die Öffentlichkeit.

Neben Corona-Inzidenz treffen auch Waldbrände Italien hart – in diesen Regionen ist es ganz schlimm

Der Blick das „Fire Information for Resource Management System“ zeigt: Insbesondere der Süden Italiens ist betroffen, also die Regionen Kalabrien, Apulien und Abruzzen sowie die Inseln Sardinien und Sizilien. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, rückte die Feuerwehr auch in der Nacht zu Mittwoch, 11. August 2021, Dutzende Male aus. Nach eigenen Angaben vom Mittwochvormittag hat die Feuerwehr mehr als 300 Waldbrandeinsätze in den zurückliegenden zwölf Stunden hinter sich gebracht.

Auch am Mittwoch, 11. August 2021, gehen die Arbeiten weiter – unter anderem mit sieben Löschflugzeugen. An diesem Tag erwarten die Behörden eine Hitzewelle für viele Teile Italiens. Besonders auf den großen Inseln prognostizierten sie Temperaturen, die bei weit über 40 Grad Celsius liegen. Durch die anhaltende Trockenheit und starke Winde besteht weiterhin ein hohes Brandrisiko. Zudem gilt Brandstiftung in vielen Fällen als Ursache. * kreiszeitung.de, 24hamburg.de und fr.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © NurPhoto/imago

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