Zur Vorbereitung auf E-Mobilität

VW-Elektroautos: Volkswagen sperrt Mitarbeiter in Escape Rooms ein

Volkswagen greift in der Schulung seiner VW-Mitarbeiter ungewöhnliche Maßnahmen – und scheucht diese durch Escape Rooms. Ein Werk in Niedersachsen zieht nach.

Wolfsburg – Der Bau eines neuen Werks für das VW-Elektroauto Trinity zeigt, dass man in Wolfsburg auf eine Zukunft in der E-Mobilität setzt. Für diese spielt das neue Werk eine entscheidende Rolle. Doch nicht nur im Wolfsburger Umland wird gebaut – auch im Zwickauer VW-Werk macht der Konzern mit Baumaßnahmen auf sich aufmerksam, die als Masterplan auch in Niedersachsen übernommen werden.

Konzern:Volkswagen
Hauptsitz:Wolfsburg
Segment:Automobilhersteller

VW-Elektroauto: Baumaßnahmen in Zwickauer Werk – Volkswagen scheucht seine Mitarbeiter durch Escape Rooms für E-Auto-Wende

Im Zwickauer VW-Standort geht es dabei um ein Bauprojekt der ganz besonderen Art: Dort hat Volkswagen einen Escape-Room in sein Werk integriert. Für ein Automobilwerk, das zunehmend auf das VW-Elektroauto setzen will, ist das ein Novum. In Escape-Rooms sollen. Die Mitarbeiter von Volkswagen in einem bestimmten Zeitraum durch das Lösen von Aufgaben Türen öffnen und sich so selbst befreien.

Im VW-Werk in Zwickau werden Mitarbeiter nun in einem Escape-Room geschult

Was im Kontext von VW wie ein Scherz klingt, ist Teil einer übergeordneten Strategie des Konzerns: mithilfe des Escape-Rooms will man die Mitarbeiter in kleinen Teams und auf spielerische Weise auf die Umstellung zum Elektroauto einstellen. Laut Volkswagen soll den Angestellten so die Angst vor der Umstellung genommen und ihr Fachwissen geschult werden.

E-Mobilität: VW zeigt im Escape-Room die Geschichte des Elektroautos

Im Escape-Room des VW-Trainingscenters Zwickau werden die Teilnehmer durch die Geschichte der Elektroautos geführt. Dabei begeben sie sich auf eine Reise vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Jeweils vier Teilnehmer werden von einem Trainer begleitet und müssen Aufgaben lösen, die sie aus dem Raum herausführen. Dabei durchqueren sie drei Abschnitte, die in jeweils 20 Minuten im E-Mobilitäts-Rätsel gelöst werden sollen.

E-Autos: Escape-Room Teil von VWs „Elektro-Offensive“ in der weiten Welt der VW-Elektroautos und auch im Werk in Niedersachsen verankert

In seinem „Newsroom“ bezeichnet Volkswagen das Projekt als Bestandteil seiner „Elektrooffensive“. In Zwickau beginnt Volkswagen im Herbst mit der Produktion des VW-ID, weshalb die Mitarbeiter des Werks besonders früh für die Elektromobilität und das VW-Elektroauto qualifiziert werden. Die Ausbildung der Belegschaft in Zwickau soll beispielhaft für die Zukunft bei VW stehen.

Im Rahmen der Schulungsoffensive plant Volkswagen alle 7700 Mitarbeiter am sächsischen Standort für die Elektromobilität zu schulen. Dabei ist der Escape-Room nur ein Teil der Vorbereitung. Die Methode scheint anzukommen: Auch Niedersachsens VW-Werk in Emden wurde inzwischen nachgerüstet und ein ähnlicher Raum installiert. Vergleichbare Pläne soll es auch für ein VW-Werk im US-amerikanischen Tennessee geben.

Volkswagens Batterieautos: Mit dem VW-Elektroauto in die Zukunft der E-Mobilität

Auch in Wolfsburg möchte man sich noch nicht komplett vom Verbrennungsmotor lossagen. Die Anstrengungen des Konzerns zeigen jedoch, dass man bei VW bereits jetzt viel in die Umstellung auf Batterieautos investiert. Die Umstellung auf die Elektroauto-Produktion läuft wie auch andernorts nicht reibungslos: Halbleitermangel hemmt die Produktion, die Wolfsburger Belegschaft fürchtet, auf dem Abstellgleis zu landen und allgemein fehlt es an Infrastruktur für Ladesäulen. Der Wandel ist groß und somit auch die Schwierigkeiten.

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Ein etwas spielerische Außendarstellung schadet dem Konzern dieser Tage nicht: Anstatt durch innovative Lernmethoden, war er in den letzten Wochen vor allem durch Auseinandersetzungen von Konzernchef Herbert Diess mit dem Betriebsrat in Erscheinung getreten. Das neue Projekt in Zwickau hat neben seinem Schulungscharakter also noch einen weiteren Nutzen für VW: Der Konzern kann sich mitarbeiternah zeigen und so in der Außendarstellung wieder etwas aufholen.*Kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Swen Pförtner/dpa

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