VW-Bilanz 2021

VW-Elektroauto: Volkswagens Lichtblick in Krisenzeiten – trotz Chipkrise

Die Chipkrise macht sich in VWs Bilanz für das Jahr 2021 deutlich bemerkbar, doch es gibt einen Gewinner, in den der Konzern zuletzt viel investiert hat.

Wolfsburg – Der Halbleitermangel trifft VW härter als gedacht, diese Erkenntnis belegt nun auch die Bilanz des Konzerns für 2021. Die Verkäufe des Automobilriesen aus Niedersachsen sind vor allem wegen der Chipkrise deutlich eingebrochen, doch es gibt auch einen Gewinner: das VW-Elektroauto. Auch in Krisenzeiten scheinen sich VWs Rieseninvestitionen in die E-Mobilität auszuzahlen. Mit dem ID.Buzz wird jetzt auch ein Klassiker elektrifiziert.

Unternehmen:Volkswagen AG
Segment:Autobauer
Hauptsitz: Wolfsburg

E-Mobilität: VW-Elektroautos in der Bilanz von 2021 trotz Chipkrise klar im Plus

Ein Blick auf die Bilanz des Jahres 2021 dürfte bei Volkswagen für gedrückte Stimmung sorgen: Die Verkäufe des Volkswagen-Konzerns sind deutlich zurückgegangen. Während die unmittelbaren Folgen der Corona-Krise langsam zurückgehen, hat die Branche noch immer mit Halbleitermangel und fehlender Elektronik zu kämpfen. Auch das VW-Werk in Emden hatte seine Mitarbeiter Ende letzten Jahres wegen der Chipkrise früher in Kurzarbeit geschickt, als geplant.

VW-Elektroautos wie der VW ID.3 schneiden gut ab in einem eher schwachen Geschäftsjahr 2021.

Insgesamt sanken die Auslieferungen bei der Kernmarke VW-Pkw um satte 8,1 Prozent. In der gesamten Gruppe ist für 2021 ebenfalls ein Minus von 4,5 Prozent zu verzeichnen. Vergleicht man die Absätze mit dem Krisenjahr 2020, hat sich die Lage allerdings stabilisiert. Damals war der Umsatz auch Pandemie-bedingt um gut 15 Prozent eingebrochen. Das Problem bei VW ist nicht etwa ein Mangel an Aufträgen, es sind allem voran der Chipmangel und knappe Rohstoffe, die die Produktion bremsen. Hoffnung bietet vor allem das VW-Elektroauto.

Trotz Plus bei VW-Elektroautos drückt die Chipkrise die Verkäufe bei Volkswagen

Im Bereich der E-Mobilität gibt es für den Konzern aus Wolfsburg trotz der Chipkrise gute Nachrichten. Betrachtet man ausschließlich Hybride und VW-Elektroautos, ist die Bilanz eindeutig positiv. Gegenüber 2020 zeigt sich im Geschäftsjahr 2021 ein deutliches Auslieferungsplus von 73 Prozent. Konkret verkaufte Volkswagen 2021 über 369.000 Hybride und E-Autos. Reine Elektrowagen machten darunter einen Anteil von 263.000 Stück aus.

Während die Preise für gebrauchte E-Autos* abstürzen, sind neue Batteriewagen extrem gefragt. Bei reinen VW-Elektroautos weist die Bilanz für 2021 fast eine Verdopplung auf. Betrachtet man den Gesamtkonzern wurden 96 Prozent mehr Wagen mit vollelektrischem Antrieb abgesetzt. Porsche hatte sich zuletzt aus einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt für Elektroautos zurückgezogen.

VW-Elektroauto ID.Buzz: Volkswagen will mit der Renaissance eines Kult-Modells auch während der Chipkrise die Nachfrage erhöhen

Im März bringt der Wolfsburger Konzern mit dem VW ID.Buzz ein VW-Elektroauto auf den Markt, das die Nachfrage weiter erhöhen soll. Mit ihm wird ein altes Kult-Modell elektrifiziert, der VW T1. Der neue Elektro-Bulli ist Hoffnungsträger des Konzerns. In Bremen und München laufen zudem bereits Tests im Bereich des autonomen Fahrens mit dem ID.Buzz. Der akute Versorgungsengpass und die Chipkrise werden bei VW indes auch mit dem neuen Modell weiterbestehen.

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Im Firmen-Hauptsitz in Niedersachsen dürfte Zufriedenheit darüber herrschen, dass sich die Schritte in Richtung E-Mobilität auszahlen, auch wenn man sich bei Volkswagen weiterhin eine Hintertür zum Verbrenner offen hält. Zuletzt hatte der Autohersteller den Bau eines neuen VW-Werks für sein Elektroauto der Trinity-Reihe angekündigt. Die aktuelle Bilanz dürfte das Unternehmen in seinem Kurs bestärken.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Sebastian Willnow

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