Volkswagens Weg in die E-Mobilität

VW-Elektroauto: Trinity-Werk wird nicht vom Land subventioniert

Volkswagens neues VW-Werk für den VW-Trinity soll zukunftsweisend für den Konzern sein. Bei der Finanzierung des Baus sollte sich VW allerdings keine Hoffnungen auf staatliche Hilfe machen.

Wolfsburg – Bei Volkswagen geht man mit großen Schritten in Richtung E-Mobilität, dazu gehört auch das neue Werk für das VW-Elektroauto der Trinity-Reihe. Das VW-Werk soll schnell entstehen: Für den Autobauer aus Niedersachsen spielt es eine entscheidende Rolle auf seinem Weg in die E-Mobilität. Der Neubau ist für den Konzern ein finanzielles Großprojekt, es wird teuer – mit monetären Zuwendungen des Landes sollte man in Wolfsburg allerdings nicht rechnen.

Konzern:Volkswagen AG
Segment:Automobilhersteller
Hauptsitz:Wolfsburg

VW-Elektroauto: VW-Trinity-Werk soll nicht durch das Land Niedersachsen subventioniert werden

Das neue VW-Werk für den VW-Trinity soll in Wolfsburg oder im Wolfsburger Umland entstehen. Ein derartiges Großprojekt in Niedersachsen beschäftigt auch die Politik, zumal VW einer der entscheidenden Wirtschaftsfaktoren der Region ist. Nun wurde öffentlich, dass VW bei seinem neuen Projekt nicht auf finanzielle Zuwendungen des Landes Niedersachsen zurückgreifen kann.

Das neue VW-Werk für den VW-Trinity soll nicht durch Subventionen des Landes Niedersachsen gefördert werden.

Gegenüber der WirtschaftsWoche erklärte der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann, dass Subventionen des neuen Werks nicht in Aussicht stünden. Finanzielle Förderung würde in der Regel mittelständischen Unternehmen zuteilwerden, bei Konzernen in der Größenordnung von VW sei das eher seltener der Fall, so Althusmann. Die ausbleibenden Subventionen sind für VW zwar schade, ändern jedoch nichts daran, dass schon bald die VW-Elektroautos der Trinity-Reihe im Wolfsburger Umland entstehen werden. Erst kürzlich hatte der Konzern seinen Investitionsplan für die nächsten Jahre vorgestellt.

Niedersachsen will E-Mobilität bei VW unterstützen – VW-Elektroautos sollen schnell gebaut werden

Bernd Althusmann machte gegenüber der WirtschaftsWoche deutlich, dass es sich bei den ausbleibenden Subventionen nicht um ein Zeichen des Unwillens zur Unterstützung von VW handele. Im Gegenteil: Der niedersächsische Wirtschaftsminister sprach davon, Volkswagen zu unterstützen, wo man nur könne – lediglich große finanzielle Zuwendungen wären nicht geplant.

Insbesondere was Genehmigungsverfahren angeht, kündigte er an, dem Konzern entgegenkommen zu wollen. VW möchte, dass seine VW-Elektroautos der Trinity-Reihe möglichst zeitnah gebaut werden und sieht einen straffen Zeitplan vor. Althusmann erklärte, Landesregierung und Behörden würden „alles dafür tun“, dass das Trinity-Werk schnell gebaut werden kann. Die Politik wolle VW auf dem Weg in die E-Mobilität unterstützen. Volkswagen plant mit nicht mehr als drei Jahren Bauzeit für das Werk. Dafür muss sich der Konzern nun jedoch erst einmal für einen endgültigen Standort des Neubaus entscheiden – noch gibt es den nicht.

Das neue VW-Trinity-Werk für das VW-Elektroauto ist eine Kampfansage an Tesla

Erst kürzlich hatte VW-Chef Herbert Diess erklärt, ein schnellerer Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor sei „nicht machbar“. Eines muss man dem Autobauer aus Niedersachsen dennoch lassen: Kaum einer geht mit so schnellen Schritten in Richtung E-Mobilität als VW. Das neue Werk ist eine Kampfansage an Unternehmen wie Tesla – doch auch VW möchte sich noch nicht ganz vom Verbrennungsmotor verabschieden und muss sich deshalb kritische Fragen gefallen lassen. Immer wieder kam unter Beobachtern die Frage auf, wie ernst es Autobauern mit der Verkehrswende wirklich ist.

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Trotzdem: Volkswagen ist Vorreiter in Fragen der E-Mobilität. Dabei ist das Unternehmen auch bereit, ungewöhnliche Schritte zu gehen, um seine Mitarbeiter auf die Produktion von VW-Elektroautos umzuschulen. Im Zwickauer VW-Werk installierte der Autobauer jetzt einen Escape-Room – zu Schulungszwecken.

Bei VW setzt man für die Zukunft viel auf die Karte Elektromobilität - obwohl es bei der Technologie noch Probleme gibt, zum Beispiel, dass E-Autos beim Laden oft massig Strom verlieren. Auch bisher eher schwach ausgelastete Standorte wie Osnabrück profitieren perspektivisch möglicherweise von VWs neuem Kurs. Die Produktion von E-Cabrios könnte die Zukunft des VW-Werks in Osnabrück sichern. Erstmal haben jedoch andere Werke Vorrang, beispielsweise in Zwickau oder Emden. An einem Projekt kommt allerdings keiner der Standorte vorbei: Dem neuen VW-Werk für das E-Auto der Trinity-Reihe.*kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Swen Pförtner/dpa

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