„Impfen... ich liebe es“

Von McDonalds bis Aldi: 150 Marken ändern Slogans in Impfappelle

#ZusammenGegenCorona: Über 150 Marken, darunter Aldi, BMW, Lidl, Kaufland, McDonalds, rufen mit größter Impfkampagne aller Zeiten zum schützenden Piks auf.

Berlin – Binnen zehn Tagen hat eine Berliner Werbeagentur die größte Impfkampagne aller Zeiten aus dem Boden gestampft. Über 150 Unternehmen aus Deutschland zeigen Flagge und rufen angesichts steigender Inzidenzen und vieler neuer Verdachtsfälle der Omikron-Variante auch in Niedersachsen* gemeinsam mit einer markenübergreifenden Kampagne zum Impfen auf. Und ob McDonalds oder Burger King , Lidl oder Edeka, BMW oder Porsche. Es sind alle Großen dabei. Für die beeindruckende Aktion texteten die Firmen – ob Autobauer, Fast-Food- oder Discounterkette – ihre Werbeslogans gezielt zu Impfappellen um.

Virus:Coronavirus, Covid-19
Verabreichte Impfdosen:128,4 Mio.
Anteil vollständig Geimpfter:69,1 %
Anteil der Booster-Impfungen:14,6 Mio. (17,5 %)
Anteil der Nicht-Geimpften:23,2 Mio. (27,9 % )

McDonalds, Aldi und Co.: 150 Marken ändern Slogans in Impfaufrufe – „Impfen. Ich liebe es“

Vom „Come impf and find out“ von Douglas, über „Impfen: Da weiß man, was man hat“ von Persil oder „Sind sie zu schwach, bist du geimpft“ von Fisherman’s Friend bis zum „Alle impfen – jes jes jes“ von Katjes gibt es auf den Social-Media-Kanälen der beteiligten Firmen einiges zu entdecken. Selbst die Fast-Food-Giganten McDonalds* „Impfen... ich liebe es“ und Burger King* „Mach dein Piks“ sind mit von der Partie. Die jeweils an die Markenoptik der Produkte und Marken abgestimmten Impfaufrufe gehen jetzt unter dem Hashtag #ZusammenGegenCorona, den auch die Bundesregierung* nutzt, im Netz viral.

Corona: 150 große deutsche Unternehmen ändern ihre Slogans, um die laufende Impfkampagne zu unterstützen. (kreiszeitung.de-Montage)

Gigantische Impfkampagne: 150 Unternehmen rufen mit veränderten Slogans zum Impfen auf

Auch Nicht-Industrie-Unternehmen, etwa die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), sind bei der Kampagne, die von der Berliner Werbeagentur Antoni ins Leben gerufen wurde, am Start: „Klar, mit Impfgegner*innen zu diskutieren macht weniger Spaß als Schienenersatzverkehr zur Rush Hour“, erklärt das Unternehmen launig bei Twitter, „aber aus der Pandemie kommen wir erst raus, wenn wir ALLE geimpft sind. Deswegen: Sprecht! Diskutiert! Überzeugt!“ Die Antworten darauf fallen teils begeistert, teils resigniert aus: „Wenn man mit den Leuten diskutiert, fliegen ihre Aerosole. Masken setzen die auch nicht auf. Viele, die jetzt noch nicht geimpft sind, sind kaum noch zu überzeugen. Da hilft nur, sie als Gefährder überall auszuschließen, wo sie Unheil anrichten können“, heißt es in einem Kommentar zum Aufruf des BVG.

Über 150 Unternehmen rufen mit Slogans zum Impfen auf, darunter auch McDonalds.

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Reaktionen auf die Impfkampagne: begeistert bis resigniert

„Chapeau! Saubere Aktion. Sie kommt etwas spät, aber hoffentlich noch nicht zu spät“, findet ein anderer User, „Seit langer langer Zeit endlich mal wieder eine Werbung, die witzig und sinnvoll ist“ ein weiterer. Doch nicht wenige sind auch der Meinung, dass Überzeugungsarbeit bei Impf-Verweigerern kontraproduktiv ist. „Man erreicht sie doch sowieso nicht... korrekt? Weil Sie Recht haben und die ganzen Wissenschaftler und Regierungen und die Mehrheit Ihrer Mitbürger Unrecht...“ Die Antwort auf den DB* Cargo-Post „Das wird nur was, wenn jede*r mitzieht“ lautet beispielsweise „Zieht da nicht nur einer und der Rest hängt faul dran, egal wie sehr sich der ziehende bemüht?“.

Kritik am Medienpartner und einigen Unternehmen: Kampagne bekommt auch Gegenwind

Trotz am Ende überwiegendem Zuspruch werden auch Stimmen laut, die die Glaubwürdigkeit der Impfkampagne anzweifeln. „Schon komisch, wenn McDonalds* sich um die Gesundheit der Menschen Sorgen macht“, kommentiert ein User. „Wenn Süßigkeitenhersteller und Fast-Food-Läden für Gesundheitsschutz werben... und da heißt es, in Deutschland gibt es keinen Humor“ merkt eine andere Nutzerin süffisant an. Und auch dass die Bild-Zeitung als Medienpartner ins Boot geholt wurde, kommt nicht überall gut an: „Chapeau! Ich wünsche Euch die Aufmerksamkeit, die diese Aktion verdient! Nur, dass die Bild dabei ist, passt nicht ins Bild.“

150 deutsche Unternehmen rufen in Slogans zum Impfen auf: Neu-Kanzler Scholz ist begeistert

Fakt ist, dass zumindest der Einzelhandel unter den neuen Corona-Regeln mit 2G in Geschäften leidet und der Bundestag bereits wegen Omikron über Corona-Verschärfungen und einen möglichen Lockdown berät*, weshalb auch eine Impfpflicht fast alternativlos* erscheinen mag. Der Appell ist darum vielleicht eine letzte Chance, noch ausreichend viele Menschen für die Schutzimpfung zu mobilisieren.

Den designierten Bundeskanzler Olaf Scholz, der gerade erst seine Kabinettsliste in der Ampel-Koalition vorstellte*, jedenfalls begeistert die Aktion: „Corona werden wir nur gemeinsam besiegen. Es ist entscheidend, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sich impfen lassen. Dann kann sich das Virus weniger stark verbreiten. Darein müssen wir jetzt unsere ganze Kraft stecken. Ich freue mich über alle, die dabei sind, mithelfen, ihre Stimme dafür erheben und die Kampagne #ZusammenGegenCorona unterstützen. Das ist ein herausragendes Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung und Eigeninitiative. Mein Appell an alle: Lassen Sie sich bitte impfen!“ * kreiszeitung.de , merkur.de, 24hamburg.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Schöning/imago

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