Protestaktion

Geklaute Autoschlüssel: Volkswagen stellt Strafantrag gegen Greenpeace

Aktivisten von Greenpeace haben auf dem Gletscher an der Zugspitze ein VW-Logo und ein Banner mit der Aufschrift „VonWegen Klimaschutz“ ausgerollt.
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Greenpeace-Aktivisten hatten Ende Mai von einem Verladegelände in Emden 1.500 Schlüssel gestohlen, die später auf der Zugspitze deponiert wurden.

Volkswagen stellt Strafantrag gegen Greenpeace. Aktivisten der Umweltschutzorganisation hatten Ende Mai Schlüssel von einem Verladegelände gestohlen. 

Emden/Wolfsburg – Der Autobauer Volkswagen hat gut einen Monat nach der Greenpeace-Aktion gegen die Wolfsburger im Emder Hafen Strafantrag gestellt. Eine VW-Sprecherin bestätigte am Mittwoch in Emden einen entsprechenden Bericht der in Leer (Ostfriesland) erscheinenden „Ostfriesen-Zeitung“. Man dulde keine Gesetzesverstöße, sagte die Sprecherin.

Konzern:Volkswagen AG
Gründung:28. Mai 1937 in Berlin
Sitz:Wolfsburg
Leitung:Herbert Diess (Vorstandsvorsitzender)
Mitarbeiterzahl:662.600 (Stand: 2020)

Der niedersächsische Automobilkonzern hatte bereits im Vorfeld angekündigt, rechtliche Möglichkeiten zu prüfen und auszuschöpfen. Man sei aber weiterhin an einem Dialog mit Greenpeace interessiert. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln nun gegen etwa ein Dutzend Aktivistinnen und Aktivisten wegen des Vorwurfes des Hausfriedensbruchs und des besonders schweren Diebstahls.

VW stellt Strafantrag gegen Greenpeace: Aktivisten ziehen Schlüssel aus unverschlossenen Autos ab

Die Aktivisten waren Ende Mai über einen Zaun auf ein Verladegelände im Emder Hafen geklettert und hatten dort an unverschlossenen Autos, die zur Verschiffung nach Übersee bereit standen, die Zündschlüssel abgezogen. Kurz darauf brachte die Organisation die Schlüssel auf einen Gletscher an der Zugspitze in Bayern. Die Umweltschutzorganisation kritisierte, dass Volkswagen zu langsam auf die Elektromobilität umsteige. Den Schneeferner-Gletscher hatten die Aktivisten sich ausgesucht, weil dieser vom Klimawandel besonders betroffen sei.

In den vergangenen Wochen gab es wiederholt Aktionen von Greenpeace gegen Volkswagen. Anfang Juni drangen Demonstranten auf eine Baustelle sowie auf das Gelände am konzerneigenen Kraftwerk der Zentrale in Wolfsburg ein. Vergangene Woche missglückte eine gegen VW gerichtete Greenpeace-Aktion beim ersten EM-Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in München. Ein 38 Jahre alter Mann aus Pforzheim in Baden-Württemberg war kurz vor dem Anpfiff des Spiels zwischen Deutschland und Frankreich auf dem Spielfeld notgelandet und hatte im Landeanflug zwei Menschen verletzt, die ins Krankenhaus kamen. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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