Polizei geht von Racheakt aus

Versuchter Brandanschlag auf Asylbewerberunterkunft nicht politisch motiviert

Lilienthal - Die versuchte schwere Brandstiftung auf eine Asylbewerberunterkunft in Lilienthal Ende Februar diesen Jahres war keine politisch motivierte Tat. Zu diesem Ergebnis kamen die Polizei Osterholz und die Staatsanwaltschaft Verden nach ihren Ermittlungen.

Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand der Polizei handelte es sich um einen Racheakt, weil "übergebene Drogen" nicht bezahlt wurden. Tatverdächtig sind ein 15-jährigen Lilienthaler und zwei Bremer, 22 und 23 Jahre alt, die Teilgeständnisse abgelegt haben. Gegen die drei Personen waren in der Vergangenheit schon Ermittlungsverfahren wegen verschiedener Delikte geführt worden. Bisherigen Ermittlungen zufolge, hatten die drei Verdächtigen den "Molotowcocktail" gemeinsam hergestellt. Der Jugendliche warf den brennenden Gegenstand schließlich gegen die Außenwand der Asylbewerberunterkunft. 

Am 28. Februar hatte ein Zeuge gegen 21 Uhr den Brandanschlag auf das Haus an der Falkenberger Landstraße in Lilienthal beobachtet, woraufhin er sofort über Notruf die Polizei informierte.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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