Auch in Deutschland erhältlich

Versandunternehmen verramscht Elektroauto für 1600 Euro

ElectricKar K5M-2500.
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Das electricKar K5M-2500 hat eine Reichweite von 52 bis 66 Kilometern.

Ein Elektroauto für unter 2000 Euro. Das chinesische Versandunternehmen Alibaba ist bekannt für günstige Preise – das E-Auto-Angebot wirkt dennoch ungewöhnlich.

China – Jetzt kommen die Billig-E-Autos. Für einen Neuwagen ist es nicht unüblich, dass Verbraucherinnen und Verbraucher lange sparen, Kredite aufnehmen oder gar nicht erst kaufen. Doch wenn das neue Fahrzeuggerade mal 1600 Euro kosten soll, könnte es bei vielen schon anders aussehen. Was auf den ersten Blick wie eine PR-Aktion scheint, ist in China Realität. Und das Unternehmen liefert auch nach Europa: Wenn es nach dem Hersteller geht, soll das electricKar K5M-2500 schon bald die Straßen erobert haben.

Elektroauto für 1600 Euro: Versandunternehmen verkloppt es zum Spottpreis

Der Kaufpreis liegt derzeit bei 1800 US-Dollar, das sind nicht mal ganz 1600 Euro. Das Auto verspreche eine Reichweite von 52 bis 66 Kilometern. Nur 255 Kilogramm soll das Fahrzeug wiegen, das Akku-System mit 72V und 38Ah-Batterie eine Kapazität von 2,7 kWh bieten. Sonderlich viel Stauraum findet sich nicht in dem electricKar K5M-2500, die Außenmaße betragen 2,2 Meter in der Länge, 1,09 Meter Breite und 1,6 Meter Höhe. Deshalb wirbt der Hersteller damit, dass das Auto in „jede Parklücke passen würde“. Das muss den Fahrern einiger Elektroautos von General Motors wie ein Traum vorkommen: In ersten Städten dürfen bestimmte E-Auto-Modelle des Herstellers nur noch mit 15 Metern Abstand parken.

UnternehmenAlibaba Group
HauptsitzHangzhou, China
Gründung4. April 1999, Hangzhou, China
Umsatz717,3 Milliarden CNY

Versandhaus verramscht Elektroauto für nur 1600 Euro – geringe Leistung erntet Spott

Auch zu den schnellsten Fahrzeugen gehört das Auto nun wirklich nicht, die Höchstgeschwindigkeit beträgt gerade mal rund 40 Kilometer pro Stunde. Der niedrige Preis scheint sich also in der Leistung durchaus widerzuspiegeln. Ironischerweise orientiert sich das Logo des Fahrzeuges ausgerechnet an einem italienischen Luxus-Autohersteller: Auf der Vorderseite zeigt das Logo in Form ein stehendes Pferd – ganz im Ferrari-Stil. Doch das sportliche Gefühl dürfte beim Fahren wohl eher auf der Strecke bleiben. Der Gesamt-Eindruck verleitetet Skeptiker in den sozialen Medien dann auch zu Kommentaren wie: „Ich denke man soll die Umwelt retten, warum wird dann so ein Schrott produziert?“ Ein anderer höhnt auf Facebook: Kann man das Auto eventuell für 1.800 Euro kaufen, die 10.000 Euro E-Auto-Förderung kassieren und das Ding dann einfach verschrotten? Ich frage für einen Freund...“ Und ein weiterer Kommentar bringt die Meinung vieler schlicht auf den Punkt: „Nein Danke.“

Für billiges Elektroauto vom Versandhandel reicht ein Moped-Führerschein

In Berlin kann man das Auto bereits testen. Mehrere Mietwagenverleiher haben das Modell im Sortiment. Dafür brauche es jedoch nicht mal unbedingt einen Kfz-Führerschein, eine Fahrerlaubnis für das Moped sei bereits ausreichend. Für private Verbraucher dürfte der Aufwand für eine Zulassung derzeit noch recht aufwendig seien. Der günstige Preis steht der Bürokratie und langen Wartezeiten gegenüber.

Während das Alibaba-Auto mithilfe von Haushaltssteckdosen geladen wird, bringt die Fahrt mit anderen E-Autos aktuell ein paar Probleme mit sich: Das Aufladen kann komplizierter werden, als gedacht, denn die Fördergelder für private Ladestationen für Elektroautos sind bereits aufgebraucht, ab sofort müssen Verbraucherinnen und Verbraucher diese aus eigener Tasche zahlen. Weil gerade in ländlichen Gegenden aber öffentliche Ladestationen fehlen, heißt es für viele Elektro-Fans dann: Dumm gelaufen: E-Auto gekauft – und weit und breit keine Lademöglichkeit. Generell steht die Elektroauto-Branche noch vor großen Herausforderungen, denn immer wieder häufen sich Berichte von plötzlichen Fahrzeugbränden.

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Elektroautos sind teilweise brandgefährlich: Akkus entzünden sich

So kam es in Leer zu einem Carport und Autobrand, nach dem sich ein Elektroauto-Akku entzündet hatte*. Auch in Stuhr kam es zu einem Elektroauto-Brand, weil sich ein Akku entzündete*. Für Einsatzkräfte der Feuerwehr sind diese Art von Bränden oft noch eine große Herausforderung. Die Feuerwehr in Stuhr setzt nun jedoch auf eine neue Technik in Sachen Elektrobränden*. In den USA sollte ein E-Auto-Fahrer nach einem plötzlichen Fahrzeugbrand seinem Autohändler sogar noch Geld draufzahlen. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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