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Stauwarnung im Norden: Zum Sommerferien-Start in NRW droht Verkehrs-Chaos

Im Norden droht das Chaos auf den Straßen, auch NRW geht in die Sommerferien. Die Stau-Saison ist eröffnet. Welche Strecken sind betroffen?

Hannover – Die A255 südlich der Hamburger Elbbrücken* wird saniert, deshalb rechnet die Autobahn GmbH Nord mit erheblichen Verkehrsbehinderungen bis September. Damit entsteht eine weitere Baustelle im Norden, die für Autofahrer zur Zerreißprobe werden können. Denn die niedrige Corona-Inzidenz und der Sommerferienbeginn lassen bereits erahnen: Die Straßen werden voll, die „Verkehrs-Saison“ ist eröffnet. Ob Nord- oder Ostsee-Urlaub, eine Reise nach Dänemark, angesichts der Infektionslage ist wieder vieles in Sachen Urlaub möglich. Wie Groß wird das Verkehrs-Chaos im Sommer wirklich werden?

UnternehmenAutobahn GmbH
ZugehörigkeitBund
ZuständigkeitAutobahnen in Deutschland
Seit1. Januar 2021

Die Sanierung der A255 startet am Freitagabend gegen 22 Uhr. Über das Wochenende hinweg werde der Verkehr Richtung Hamburg-Centrum nur noch einspurig geführt werden. Ab Montag sollen dann immerhin zwei der drei Spuren zur Verfügung stehen, aufgrund der hohen Verkehrsauslastung werde es laut Autobahn GmbH Nord jedoch chaotisch werden. Denn auch dreispurig komme es immer wieder zu stockendem Verkehr. Auch die Rampen zu den zahlreichen Verzweigungen werden saniert und sind darum von Sperrungen betroffen.

Autobahn-Nord: Zug statt Autobahn empfohlen

Die Umleitungen führen über die A1 oder die Freihafenelbbrücke. Autobahn-Nord-Sprecher Christian Merl appellierte an die Pendler, die Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Nachmittag zu meiden, auf die Bahn umzusteigen oder im Homeoffice zu arbeiten. Die nur gut drei Kilometer lange Strecke verbindet die A1 (Bremen-Lübeck) und die B75 (Harburg-Elbbrücken) mit der City. Sie wird täglich von rund 116.000 Fahrzeugen genutzt. Der sogenannte Abzweig Veddel war zuletzt 1980 saniert worden. Jetzt muss die Deckschicht dringend erneuert werden.

Auf der A255 bei Hamburg kommt es ab Freitag zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Wegen der Arbeit an Stromleitungen werden an diesem Wochenende die Autobahn 33 und die Bundesstraße 51 bei Osnabrück für den Verkehr gesperrt. Über der Autobahn und der Bundesstraße würden neue Freileitungskabel an Masten angebracht, teilte die Autobahn Westfalen mit. Die Sperrung gilt zwischen den Anschlussstellen Osnabrück-Widukindland und Belm-Ost von Samstag 6 Uhr bis Sonntag 20 Uhr in beide Richtungen. Eine Umleitung ist ausgeschildert

Verkehrs-Chaos im Norden: Vergangenes Wochenende noch entspannt

Trotz Sommerferien in mehreren Bundesländern ist es auf den Straßen in Norddeutschland am vergangenen Wochenende noch entspannt geblieben. „Das große Chaos ist ausgeblieben“, sagte eine Sprecherin des ADAC am Sonntag. Das liege unter anderem daran, das etwa in Niedersachsen und Bremen noch keine Ferien seien. Zwar sei es insgesamt voller, die große Reisewelle Richtung Küste habe aber noch nicht begonnen. Heute startet NRW in die Sommerferien, am 22. Juli folgen Bremen und Niedersachsen. Das Verkehrschaos scheint also nicht weit zu sein.

  • Hier drohen deutschlandweit die längsten Staus am Wochenende:
  • A1 Köln - Dortmund - Bremen - Lübeck
  • A1 / A2 / A3 Kölner Ring
  • A2 Dortmund - Hannover - Berlin
  • A3 Frankfurt/Main - Nürnberg - Passau
  • A4 Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden
  • A5 Hattenbacher Dreieck - Frankfurt/Main - Karlsruhe - Basel
  • A6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A7 Hamburg - Flensburg und Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
  • A8 Stuttgart - München - Salzburg
  • A9 Nürnberg - München
  • A10 Berliner Ring
  • A11 Berliner Ring - Dreieck Uckermark
  • A19 Dreieck Wittstock/Dosse - Rostock
  • A23 Hamburg - Heide
  • A24 Berlin - Hamburg
  • A31 Bottrop - Emden
  • A61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
  • A81 Stuttgart - Singen
  • A93 Inntaldreieck - Kufstein
  • A95 München - Garmisch-Partenkirchen
  • A99 Umfahrung München

Als Nadelöhre erweisen sich vor allem die Baustellen auf der A1 oder auf der A7 um Hamburg, so die ADAC-Sprecherin. Dennoch sei der Verkehr in und um die Hansestadt ebenfalls weitestgehend unauffällig, teilte die Verkehrszentrale Hamburg mit. Wie erwartet seien vor allem stadtauswärts viele Menschen unterwegs. Auch auf der Autobahn Richtung Lübecker Bucht sei es vergangene Woche noch entspannt gewesen, sagte die Autobahnpolizei, genau wie auf den Straßen nach Dänemark.

 ADAC rechnet mit zahlreichen Staus in Deutschland

Ruhig ging es dagegen auf den Straßen in Richtung Dänemark zu. Generell sei Sonntagnachmittag eine gute Reisezeit, sagte die ADAC-Sprecherin. Dann sei tendenziell weniger Verkehr. Der Auto Club Europa (ACE) sieht die „heiße Phase“ der Sommerreisesaison eingeläutet. Auch der ADAC rechnet trotz Pandemie mit zahlreichen Staus. Zudem startet Nordrhein-Westfalen in die Sommerferien. Viele Urlauber dürften laut ADAC wie im Vorjahr bevorzugt Ziele im Inland ansteuern. Routen zu den Alpen, zu den deutschen Küsten und in Richtung Süden füllen sich.

Auch die Zufahrtsstraßen der Autobahnen dürften am Wochenende vielerorts voll werden.

Wer kann, meidet am besten folgende Spitzenzeiten: Freitagnachmittag, Samstag vom Vormittag bis zum frühen Nachmittag und der Sonntagnachmittag. Es füllt sich bereits am frühen Freitagnachmittag, wenn sich die Reisenden zu den Pendlern gesellen. Der ACE erwartet bis in den Abend bundesweit Verzögerungen und Staus. Auch ist am Samstag den ganzen Tag über mit viel Verkehr zu rechnen.

Besonders stark betroffen seien die Großräume des Rhein-Ruhr-Gebietes, die Autobahnen in Richtung der Niederlande und in südlicher Richtung nach Österreich, Italien und in die Schweiz. Auch auf den Strecken nach Frankreich und zu den deutschen Küsten dürfte es voll werden. Mit Staus und Verzögerungen sei bis in den späten Nachmittag zu rechnen.* kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Malte Christians

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