438 Anträge je 100.000 Einwohner

Vergleichsweise wenig Asyl-Erstanträge in Niedersachsen

Bremen - Gemessen an der Einwohnerzahl sind in Niedersachsen im vergangenen Jahr deutlich weniger Erstanträge von Asylsuchenden gestellt worden als in vielen anderen Bundesländern.

Wie das Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe am Montag mitteilte, gab es in Niedersachsen 438 Anträgen je 100.000 Einwohner. Weniger Erstanträge pro 100.000 Bewohner verzeichnete demnach nur Nordrhein-Westfalen (378). Die in Relation zur Bevölkerung meisten Anträge wurden in Mecklenburg-Vorpommern gestellt (1179).

Nach den Berechnungen des Instituts wurden bundesweit 544 Erstanträge pro 100.000 Einwohner angenommen. Nahe an diesem Schnitt lagen Schleswig-Holstein (550 pro 100.000 Einwohner), Baden-Württemberg (537) und Bayern (533). Sonst war die Verteilung ungleich:In neun Bundesländern wurden deutlich mehr, in vier Bundesländern deutlich weniger Erstanträge entgegengenommen. Bremen lag mit 708 Anträgen auf Rang sechs. Eine Erklärung für die ungleiche Verteilung konnte das Bremer Institut nicht geben.

Warum die Zahlen nicht mit den vorgegebenen Quoten übereinstimmten, wisse er nicht, sagte der Autor der Studie Paul M. Schröder. Flüchtlinge werden in Deutschland nach dem „Königsteiner Schlüssel“ auf die Länder verteilt. Grundlage für dessen Berechnung sind Bevölkerungszahl (ein Drittel) und Steuereinnahmen (zwei Drittel).

dpa 

Rubriklistenbild: © dpa

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