Über Symbole und Logos der Extremisten aufklären

Verfassungsschutz mobilisiert gegen Salafisten in Flüchtlingsheimen

Hannover - Der Verfassungsschutz in Niedersachsen geht gegen eine Unterwanderung von Flüchtlingen durch radikal-islamische Salafisten vor. Nachdem in Niedersachsen bereits in zahlreichen Fällen Salafisten versucht hätten, an Flüchtlinge heranzukommen, wird seit Montag eine Informationsbroschüre für die Arbeit in Flüchtlingseinrichtungen verteilt, teilte der Verfassungsschutz in Hannover mit.

Sie richtet sich an haupt- und ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit aktive Helfer und informiert über die Aktivitäten von Salafisten in der Flüchtlingshilfe. Außerdem erläutert sie Symbole und Logos der Extremisten, mit denen die Helfer in den Heimen konfrontiert werden können.

Wie der Verfassungsschutz erklärte, hätten Salafisten bereits über die Lieferung von Sach- oder Geldspenden, die Unterstützung bei Behördengängen, Dolmetscherangebote oder Mitfahrgelegenheiten zum Freitagsgebet versucht, an Flüchtlinge heranzukommen. Die Gefahr sei, dass sie auf dem Wege durch extremistische Inhalte beeinflusst werden. Zumindest werde in den extremistischen Moscheen in Niedersachsen regelmäßig eine Abschottung von der deutschen Gesellschaft gepredigt, was die mittel- und langfristige Integration der Flüchtlinge behindern könne.

Wie der Verfassungsschutz weiter ausführt, gebe es neben den Anwerbeversuchen von Salafisten unter Flüchtlingen auch Anhaltspunkte dafür, dass sich unter den Flüchtlingen auch Mitglieder und Sympathisanten extremistischer Organisationen befinden. Auch sie könnten radikalisieren. Von solchen Einzelfällen dürfe aber nicht auf die große Mehrheit der Flüchtlinge geschlossen werden.

Die Zahl der Salafisten in Niedersachsen steigt immer weiter an. Sie liege inzwischen bei 520, teilte der Verfassungsschutz mit. Derzeit seien den Sicherheitsbehörden 70 Islamisten aus Niedersachsen bekannt, die Richtung Syrien und Irak aufgebrochen seien. Rund ein Dutzend sei dort gestorben und etwa 20 zurückgekehrt.

Rubriklistenbild: © dpa

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