Drei Jahre Haft im Prozess um Todesfahrt von Ritterhude

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Das Landgericht Verden hat den wegen der Todesfahrt von Ritterhude angeklagten Mann zu drei Jahren Haft verurteilt.

Verden - Das Landgericht hat wegen der Todesfahrt nach einem Discobesuch in Ritterhude eine dreijährige Gefängnisstrafe verhängt.

Der 25-Jährige, der im April einen 21-Jährigen mit hohem Tempo von hinten überfahren hatte, muss für drei Jahre in Haft, urteilte das Gericht in Verden nach Angaben einer Sprecherin am Montag. Die Richter sprachen den Mann wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs und wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort schuldig.

Der 25-Jährige musste sich ursprünglich wegen Mordes verantworten. Das Gericht hatte aber zwischenzeitlich mitgeteilt, dass es für diesen Vorwurf keinen Beweis gebe. Auch Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten sich dieser Sichtweise nach entsprechenden Zeugenaussagen und Gutachten angeschlossen. Daraufhin kam der Angeklagte vor zehn Tagen aus der Untersuchungshaft frei.

Das Gericht vertrat in seinem Urteil die Ansicht, dass der Mann zwar absichtlich auf den Fußweg gefahren war - jedoch nur, um sein Opfer zu erschrecken. Anlass soll eine abfällige Bemerkung des 21-Jährigen gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten gefordert, die Verteidigung sich für eine Bewährungsstrafe ausgesprochen.

Der Angeklagte hatte vor Gericht betont, er habe den Mann nicht mit Absicht überfahren, es habe sich um einen Unfall gehandelt. Nach der Tat flüchtete er, stellte sich am Folgetag jedoch der Polizei.

dpa

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