Fast zwei Jahre nach der Tat

Verdächtiger stellt sich nach Entführung von Reeder

Leer/Emden - Fast zwei Jahre nach der Entführung eines Reeders aus dem ostfriesischen Leer ist ein weiterer Verdächtiger in Haft.

Der 35-Jährige habe sich am Dienstag in Begleitung seines Anwalts auf der Wache in Leer gestellt, teilten Polizei und Auricher Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Er wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Fahndung nach einem weiteren polnischen Tatbeteiligten dauert an.

Der Reeder war im April 2016 auf dem Weg zur Arbeit bei einer fingierten Polizeikontrolle von mehreren Männern entführt worden. Der Fall hatte wegen der Beteiligung einer damals 90 Jahre alten Frau für Aufsehen gesorgt. Auf ihr Konto war zunächst das geforderte Lösegeld in Höhe von einer Million Euro eingegangen. Die Bank buchte die Summe aber wieder zurück, so dass die Täter leer ausgingen. Das Opfer blieb unverletzt. Hintergrund der Tat waren Geldforderungen eines früheren Geschäftspartners gegen den Reeder.

Das Landgericht hatte im Februar 2016 die inzwischen 91-Jährige wegen Beihilfe zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Richter verhängten zudem gegen drei weitere Männer Haftstrafen von mehreren Jahren. Eine Verhandlung gegen einen Mann aus Iserlohn steht aus gesundheitlichen Gründen noch aus.

dpa

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