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Blumengießen verboten: Landkreis verbietet Bewässern von Gärten

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Von: Johannes Nuß

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Da es kaum regnet, hat der Landkreis Holzminden verboten, tagsüber Pflanzen zu gießen und den Garten zu bewässern. Ein Ende der Dürre ist nicht in Sicht.

Holzminden – Wegen der anhaltenden Trockenheit in Niedersachsen hat der Landkreis Holzminden eine Allgemeinverfügung erlassen, die die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern einschränkt und die Gartenbewässerung tagsüber untersagt. Das teilt der Landkreis in einer Pressemitteilung mit. Hintergrund ist, dass die Wasserstände von Gewässern in den letzten Monaten immer stärker gesunken sind.

Blumengießen verboten: Landkreis Holzminden verbietet Bewässern von Gärten

Demnach ist es verboten, seinen Garten in der Zeit von 10:00 bis 18:00 Uhr zu bewässern, weil es sehr viele Bürger betreffen könnte. Die Regelung folgt allerdings einer grundsätzlichen Abwägung, wie sinnvoll eine solche Bewässerung überhaupt ist. Denn durch die derzeitig große Hitze verdunstet das tagsüber auf Rasen oder Pflanzen ausgebrachte Wasser viel zu schnell.

Eine Frau gießt ein Gemüsebeet in einem Kleingarten
Im Landkreis Holzminden in Niedersachsen ist es bis zum 30. September 2022 tagsüber verboten, seinen Garten zu bewässern. (Archivbild) ©  Hendrik Schmidt/dpa

„Wir wollen niemandem das Wässern seines Gartens verbieten“, stellt Erste Kreisrätin Sarah Humburg den Sinn der Allgemeinverfügung klar, „wir müssen angesichts der extremen Trockenheit nur darauf achten, dass Wasser nur dann verbraucht wird, wenn es auch wirklich von Nutzen ist.“

Auch die Wasserentnahme aus Seen, Teichen, Flüssen oder Bächen mithilfe von Pumpen ist bis auf Weiteres untersagt. Das war bisher noch im Rahmen des Eigentümer- und Anliegergebrauchs erlaubt. Doch auch hierbei erfordert die anhaltende Trockenheit Einschränkungen. Bis zum 30. September 2022 ist eine solche Entnahme generell verboten.

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