14 Jahre danach

Polizei will Mord an Baby im Solling mit XY-Hilfe aufklären

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Rudi Cerne will in „Aktenzeichen XY“ zur Aufklärung des Falls im Solling beitragen.

Uslar - Gut 14 Jahre nach dem ungeklärten Mord an einem neugeborenen Mädchen im Solling rollt die Polizei den Fall noch einmal auf. Von einem Beitrag in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ am Mittwoch erhoffen sich die Ermittler neue Hinweise zur Identität des Babys und zu einem möglichen Täter oder einer Täterin.

Das getötete Neugeborene war am 3. März 2003 in Uslar gefunden worden. Mitarbeiter des Bauhofs fanden es bei Pflegearbeiten zwischen abgesägten Ästen auf einer Böschung an der Bundesstraße 241. Die Babyleiche hatte zuvor vermutlich wochenlang unbemerkt dort gelegen. Sie war in ein Handtuch gewickelt und in einen Stoffbeutel und eine Plastiktüte gehüllt. 

Der Obduktion zufolge hatte das Kind bei der Geburt gelebt. Es wäre auch weiterhin lebensfähig gewesen. Es wurde jedoch durch „stumpfe Gewalteinwirkung“ getötet. Details wollte die Polizei damals wie heute aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen. 

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Leichnam damals zunächst direkt am Fahrbahnrand der B241 abgelegt wurde. Nach Auffinden des toten Mädchens hatte sich ein Zeuge gemeldet und berichtet, er habe den Beutel vom Straßenrand entfernt und an die Böschung gelegt, damit niemand über das Hindernis fallen kann. 

Hoffen auf neue Hinweise

Weil er nicht in den Beutel hinein geschaut habe, habe er das tote Baby nicht entdeckt. Neue Hinweise erhoffen sich die Ermittler jetzt unter anderem im Zusammenhang mit dem Handtuch, in das das Baby gewickelt war. Es dürfte etwa um das Jahr 1920 gefertigt worden sein und trägt ein Monogramm mit den Buchstaben „HK“.

dpa

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