Zu Geldstrafe verurteilt

Angreifer auf Rettungskräfte hatte über zwei Promille im Blut

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Der Angeklagte ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Hannover - Weil er Rettungskräfte angegriffen, bedroht und beleidigt hat, ist ein 52-Jähriger vom Amtsgericht Hannover zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der Mann habe bei der Attacke im März mehr als zwei Promille im Blut gehabt.

Dies sagte Gerichtssprecher Jens Buck am Montag nach der Verhandlung. Deshalb sei er als vermindert schuldfähig eingestuft worden und müsse jetzt 80 Tagessätze à 20 Euro zahlen. 

Laut Anklage hatte der 52-Jährige mehrfach versucht, zwei Sanitäter zu schlagen und schließlich angedroht, er werde sie mit einer Pistole erschießen. Der Angeklagte gab an, dass er sich an den Angriff nicht erinnern könne und bat um Entschuldigung.

Laut Zeugen keine wirkliche Gefahr

Nach Zeugenaussagen war der Mann wegen seiner Alkoholisierung keine wirkliche Gefahr für die Helfer. Er hatte in einem Rettungswagen wegen einer Platzwunde versorgt werden sollen und war geflüchtet. Als die Sanitäter ihm folgten und mit ihm reden wollten, attackierte er sie. 

Wie Buck sagte, nehmen Attacken auf Rettungskräfte zu. Das bestätigte auch das Deutsche Rote Kreuz in Niedersachsen. „Viele Angreifer sind betrunken oder auf Drogen“, sagte Sprecherin Kerstin Hiller. 

Im vergangenen Jahr erstatteten 155 Sanitäter und Feuerwehrleute in Niedersachsen bei der Polizei Strafanzeige, weil sie beleidigt oder tätlich angegriffen wurden. Fünf Jahre zuvor hatte es 94 Anzeigen gegeben. Nach Angaben des Roten Kreuzes und der Johanniter gibt es noch deutlich mehr Übergriffe, die aber nicht angezeigt werden.

dpa

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